
© Sony Pictures
Stephen Chow gilt als humorvoller "Erneuerer" des Hongkong-Kinos. Sein Spaßfilm "Shaolin Kicker" gilt in Fernost bereits als Kult und „Kung Fu Hustle war sogar der erfolgreichste Hongkong-Film des Jahres 2004.
Für "Kung Fu Hustle" hat sich Chow als Autor, Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller verdingt. Er erzählt eine krude Geschichte um die gefährlichen Mörder der Axtgang, die eine kleine Ansiedlung terrorisieren. Derart bedrängt müssen ein paar untergetauchte Karate-Giganten gegen ihren Willen einmal mehr beweisen, was in ihnen steckt. Es kommt zu furios inszenierten Kampfszenen, die von Yuen Wo Ping choreographiert wurden, der bereits für die akrobatischen Fights in den "Matrix"-Filmen verantwortlich zeichnete.
Die Crux ist, dass "Kung Fu Hustle" tolle Kämpfe, gestochen scharfe Bilder und einen echt umwerfenden Sound hat. Dumm ist nur, dass die Geschichte höchst fade ist und dass der Humor von Chow allerhöchstens die Kindergartenstufe erreicht. Verwöhnte europäische Kinobesucher, die es ein wenig feinhumoriger schätzen, können bei diesem Film nicht einmal kurz die Mundwinkel zum Zucken bringen. "Das meint der doch nicht ernst" ist der vorherrschende Gedanke angesichts des kindischen Geplappers und der harmlosen Scherze, die da wie ein hektisches Feuerwerk auf den Bildschirm abgebrannt werden. Wenn dann die Mörder auch noch zu tanzen beginnen wie in einem Musical, dann fühlt man sich endgültig wie im falschen Film.
"Kung Fu Hustle" präsentiert sich so als völlig misslungene Veräppelung des Martial-Arts-Kinos, der es zwar nicht an gutem Willen, dafür aber an der nötigen Intelligenz fehlt.
Wer sich trotz der schlechten Kritik zu Chow bekennt, findet auf der DVD Filmkommentare vom Cast und der Crew, entfallene Szenen, ein Interview mit Chow, Gags und Outtakes sowie einen Blick hinter die Kulissen vor, der auch als TV-Beitrag gesendet wurde.
Verleih: Sony Pictures
Ton: DD 5.1
Bild: 2,40:1
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 95 Minuten
Preis: ca 20 Euro