
© Sony Pictures
Über "Layer Cake" müssen zunächst zwei Dinge gesagt werden. Nummer 1: Der Hauptdarsteller ist Daniel Craig. Das ist der Exfreund von Heike Makatsch und der neue James-Bond-Darsteller in Personalunion. Allein diese Tatsache macht den Film schon einmal interessant: Da kann man sich gleich an den Gedanken gewöhnen, dass der herbe Blonde demnächst Pierce Brosnan als Geheimagent ihrer Majestät beerbt. Nummer 2: Bei "Layer Cake" handelt es sich um eine britische Kriminalkomödie im Stil von "Snatch". Schade ist nur, dass beide Tatsachen nicht ausreichen, um den Film aus dem Mittelmaß zu heben.
Daniel Craig spielt hier einen gewitzten Koksdealer, der langsam genug Kohle gescheffelt hat und deswegen der Meinung ist, dass es an der Zeit ist, aus dem Business auszusteigen. Das lässt der grimmige Pate vor Ort aber nicht zu. Bevor er den Dealer aus seinen Diensten entlässt, soll er erst noch seine verschollene Tochter aufspüren und eine Ladung Exstasy-Pillen an den Mann bringen.
Es dauert nicht lange - und es hagelt Leichen. Alles geht schief, die Deals klappen nicht und zu allem Unglück taucht auch noch ein serbischer Profikiller auf, der wirklich Druck machen kann. In diesem Szenario kann es nur Verlierer geben - es sei denn, man ist ein klein wenig schlauer als der Rest der Kontrahenten. "Layer Cake" hat so seine Momente. Es gibt Szenen, die sind wirklich cool und haben das Zeug zum Kult. Auch so manche Dialoge sind erstklassig - verschroben, sinnig und einfach nur schräg. Doch diese Momente reichen am Ende doch nicht aus, um eine unspektakuläre Geschichte zusammenzuhalten, die streckenweise einfach nur langweilt.
So gesehen empfiehlt sich "Layer Cake" an alle Freunde britischer Gangsterkomödien, die nach "Snatch" einfach einen Hunger nach Mehr verspüren. Hinter dem Film steckt Matthew Vaughn, der zuvor Guy Ritchies "Bube, Dame, König, Gras" produziert hat und hier sein Regiedebut abliefert.
Verleih: Sony Pictures
Ton: DD 5.1
Bild: 2,40:1:1
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 101 Minuten
Preis: ca 20 Euro