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Am 30. Juli 2003 fand in Toronto, Kanada, ein eintägiges Megakonzert statt, das eine halbe Million Musikfans auf das Gelände einer Militärbasis lockte. Wer nicht das Glück hatte, bei diesem Großereignis mit dabei gewesen zu sein, der kann sich jetzt die DVD mit der Aufzeichnung der Live-Performance vieler Bands anschauen.
Knapp zwei Stunden lang dauerte das Konzert, das viele verschiedene Bands nacheinander auf die Bühne lockte. Interessant sind auf jeden Fall die Songs "Who's That Lady" und "Shout" von den Isley Brothers, das infernale "American Woman" von The Guess Who und "The Spirit Of The Radio" von Rush. Klar, das ist trotz aller Mühen der Musiker bestenfalls Durchschnitt. Dann betritt allerdings ein merkwürdiges Duo die Bühne. Zwei ziemlich betagte Männer stimmen unter dem Bandnamen The Have Love Will Travel Revue zwei Lieder an. Wer genauer hinsieht, erkennt schnell die beiden Schauspieler Dan Aykroyd und James Belushi, die zusammen einen Heidenspaß haben und mit ordentlich Stimme zeigen, dass sie gute Rocker sind. Schluss mit den Amateuren, jetzt kommen die Profis. Justin Timberlake passt optisch zwar nicht so recht zu den weisen und alten Männern des Rock'n'Roll. Aber er hat es tatsächlich drauf und zeigt mit "Senorita", dass er es schafft, auch 500.000 Zuschauer im Griff zu behalten.
Die Show ist allerdings noch deutlich steigerungsfähig. AC/DC betritt zum Ende des Konzerts die Bühne, um die Fans mit "Back In Black" und "Thunderstruck" zum Kochen zu bringen. Die Jungs wissen wirklich, wie man kreischend und Schweiß verspritzend für gute Stimmung sorgen kann. Ärgerlich ist nur, dass zwei Songs zu wenig sind. Von der Gruppe hätte man sicherlich noch mehr erwartet - etwa "Hells Bells".
Der Abend gehört den Rolling Stones, die gleich für sechs Songs auf die Bühne stürmen und das Finale einläuten. Mick Jagger und seine faltigen Jungs bringen "Start Me Up", "Ruby Tuesday", "Satisfaction" und "Jumpin' Jack Flash". Mick Jagger spielt zusammen mit Justin Timberlake "Miss You". Und auch AC/DC spielen mit den Rolling Stones zusammen - im Stück "Rock My Baby".
Das Konzert hinterlässt einen durchaus zwiespältigen Eindruck beim Zuschauer. Einige Bands sind echt zweitklassig und stehen im starken Kontrast zu AC/DC und zu den Stones. Auf der anderen Seite: Wo sonst kann man AC/DC und die Stones einmal zusammen spielen hören? Schade ist allerdings auch, dass die Bild- und Klangqualität bestenfalls Durchschnitt ist. Auch die Extras sind nicht wirklich erwähnenswert.
Warner Music, DD 5.1, 118 Minuten, 25 Euro