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Motown Records war in den USA das Plattenlabel der Schwarzen. Unzählige Stars wie Marvin Gaye, Stevie Wonder, die Temptations, die Four Tops oder Diana Ross veröffentlichten hier ihre Platten und sorgten so für Millionenumsätze. Die Fans sprachen schon bald von einem ganz unverwechselbaren Motown-Sound. Die wenigsten wussten allerdings, dass für eben diesen Sound eine Hintergrundband verantwortlich war, die unter dem Namen The Funk Brothers firmierte. Die Funk Brothers haben demnach mehr Nummer-1-Titel eingespielt als Elvis, die Beatles, die Beach Boys und die Stones zusammen. Wie das aber nun einmal ist mit den Leuten aus der zweiten Reihe: Sie geraten schnell in Vergessenheit.
Allen Slutsky hat die Funk Brothers wiederentdeckt und ihre Geschichte in einem Buch festgehalten. Zusammen mit Paul Justman und Sandy Passman arbeitete er auch an einem Kinofilm über die passionierten Musiker. Im Winter 2000 begannen die Dreharbeiten. Zusammen mit den originalen und in Würde gealterten Funk Brothers drehten sie an Originalschauplätzen in Detroit. Dabei besuchten die Musiker auch ihr altes Studio A, das sie selbst nur als "Schlangengrube" bezeichnen. Hier entstanden damals die Kultsongs für das Motown-Label.
Der Film wühlt aber nicht nur die Vergangenheit neu auf, sondern testet, ob es die Funk Brothers auch heute noch drauf haben. Vor einem Konzert im Royal Oak Music Theater machte sich bei den Musikern schon etwas Nervosität breit. Schlagzeuger Uriel Jones: "Nach so vielen Jahren waren wir etwas unsicher, ob das Zusammenspiel noch funktionieren würde. Aber nach einer Woche Proben waren wir selbst überrascht. Wir hatten noch immer den Motown-Sound."
Und ob. Der Film zeigt wunderbare neu aufgezeichnete Auftritte der Band zusammen mit Musikern wie Joan Osbourne, Bootsy Collins und Ben Harper - und das in Dolby Digital 5.1. Highlight DVD, DD 5.1, 108 Minuten, 20 Euro