
© Buena Vista
Simon De Selva zeichnet als Regisseur für diesen Schocker verantwortlich, der an Filme wie "Cube" erinnert. Der mit fast unbekannten Schauspielern und mit einem kleinen Budget gedrehte Film aus England stellt uns eine Gruppe Tierschutzaktivisten vor. Die bricht in ein Forschungsinstitut ein, um alle Tiere zu befreien. Das gelingt auch, bis Gary, das Mastermind der Gruppe, in eine Bärenfalle tappt. Die Gruppe muss den verletzten Gary zurücklassen - er wandert prompt in den Knast. Um seine Strafe zu verkürzen, stellt sich Gary selbst als Versuchstier für neue Forschungen zur Verfügung. Seine alten Kumpanen werden informiert: Sie kommen, um ihn zu befreien.
"LD50" ist gruselig. Das liegt nicht an der eher haarsträubenden Geschichte und auch nicht an den gut gemachten Schockeffekten. Richtig unheimlich ist viel eher der verlassene Industriekomplex mit seinen menschenleeren Räumen und den unterirdischen Gängen, in die man sich niemals selbst hineinwagen würde. In der klaustrophobischen Atmosphäre kocht aber auch ein Durchschnittswerk wie "Lethal Dose" hoch, sodass Gruselfreunde sicherlich ihren Spaß an dem Schocker haben.
Denn während die Tierfreunde tiefer in den Komplex eindringen, geschehen immer mehr metaphysische Dinge. Blanke Energieentladungen sorgen dafür, dass einer nach dem anderen zu Tode kommt. Als die Überlebenden zu Gary vordringen, lüften sie ein Geheimnis, das besser unentdeckt bliebe. Denn wie sollen sie jetzt noch das Gelände lebend verlassen?
Für Freunde spannender Horror-Metzelfilme ist "LD50" sicherlich ein solider Genuss. Noch besser wäre der Film allerdings, wenn er eine schlüssigere Hintergrundgeschichte bieten würde. Das mit den Tierliebhabern, die einen alten Freund befreien möchten, glaubt man nicht so richtig. Extras gibt es auf der DVD keine nennenswerten.
Verleih: Buena Vista
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,35
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 95 Minuten
Preis: ca. 20 Euro