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21. Mai 2003, 17:17 Uhr

Signs - Zeichen

Regisseur M. Night Shyamalan erzählt von der Familie Hess, die eines Morgens riesige Kornkreise in ihrem Feld entdeckt, die für eine Bedrohung zu stehen scheinen.

Regisseur M. Night Shyamalan weiß eine gute Pointe zu schätzen. In seinen beiden Debutfilmen "The Sixth Sense" und "Unbreakable" hat er bereits zwei einfallsreiche Mystery-Geschichten jenseits des Üblichen erzählt, bei denen sich das schockierende Ende stets bereits im Film ankündigte. Wenn man nur genau hinsah.

Das ist auch beim dritten Shyamalan-Film nicht anders. "Signs" erzählt von der Familie Hess, die im hintersten Eck von Pennsylvania auf einer kleinen Maisplantage lebt. Familienvorstand Graham (Mel Gibson) versucht nach dem Unfalltod seiner Frau ein guter Vater für die beiden Kinder zu sein. Doch der ehemalige Pfarrer ist vom Glauben abgefallen und froh, dass sein jüngerer Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) zu ihm gezogen ist.

Gemeinsam entdecken sie eines Morgens riesige Kornkreise in ihrem Feld. Viele gruselige Szenen vertiefen den Eindruck, dass die Kornkreise für eine Bedrohung stehen, die zunehmend stärker wird. Tatsächlich scheinen Außerirdische eine Invasion zu planen. Anstatt nun aber wie bei "Independence Day" die Trickfilmspezialisten zu bemühen, konzentriert sich Shyamalan ganz auf seine kleine Familie und ihr einsam gelegenes Haus.

Mit einfachsten Mitteln erzeugt der Regisseur eine Spannung, die unglaublich intensiv ist. Dabei reichen raschelnde Maisstauden, Schatten an den Wänden und extreme Kameraeinstellungen aus, um den Zuschauer in ein zitterndes Angstbündel zu verwandeln. Mel Gibson trägt einen Großteil des Films nur mit seiner überzeugenden Mimik, da die Kamera immer wieder ganz nah auf sein Gesicht zoomt. Aber auch Joaquin Phoenix überzeugt als begnadeter Schauspieler. Nach dem schwachen "Unbreakable" legt der Kultregisseur mit "Signs" wieder einen Schocker vor, der ohne FX-Effekte und Blut auskommt, dennoch aber tief unter die Haut geht.

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Carsten Scheibe
 
 
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