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Runde Scheiben, quadratische Augen

Viele neue DVDs, wenige echte Highlights: Wer sich auf einen schönen Heimkino-Abend freut, muss aufpassen, dass er keine Niete erwischt.

Von Carsten Scheibe

  • Carsten Scheibe

Batman Begins

In den amerikanischen Comicläden kämpfen die beiden Platzhirsche Marvel (Spider-Man, X-Men, Hulk) und DC (Superman, Batman) erbittert gegeneinander. Zumindest im Kino schien der Kampf nach dem desaströsen Ende der Batman-Serie bereits entschieden. Doch DC hat sich zusammen mit Warner Bros. noch einmal aufgerappelt. „Batman Begins“, gerade auf DVD auch fürs Heimkino erschienen, setzt dem Dunklen Ritter endlich ein würdiges Kinodenkmal.

Au weia. Das ist der Gedanke vieler Batman-Leser, die Frank Millers düstere Interpretation des Dunklen Ritters bereits mit der Muttermilch aufgesogen haben, angesichts der Kinofilme des letzten Jahrzehnts. Sie sehen Batman als verbitterten, harten Knochen, der von inneren Dämonen dazu getrieben wird, dem Bösen Einhalt zu gebieten. Der Batman als Symbol der Gerechtigkeit, das den Übeltätern Angst und Respekt einbläuen soll: So ist es richtig.

Doch was war bislang davon im Kino zu sehen? In mehreren Fortsetzungen zwängten sich die bekanntesten Schauspieler Hollywoods in blinkende Kostüme, um in einer bonbonfarbenen Comicschlacht zu beweisen, dass gute Drehbücher nicht alles sind. Ausgerechnet dem Beau George Clooney gebührt als Nachfolger der Batmans Michael Keton und Val Kilmer die zweifelhafte Ehre, dem Batman-Mythos in "Batman & Robin" 1997 endgültig den Todesstoß versetzt zu haben - mit einer klamaukigen Gadget-Orgie, die verdächtig an die überzogene TV-Serie aus den Sechzigern erinnerte, als Adam West noch im Kostüm steckte und für jedes Problem stets das entsprechende Gegenmittel aus dem Bat-Gürtel zauberte.

Acht Jahre später wagt es Warner noch einmal. Christopher Nolan nimmt auf dem Stuhl des Regisseurs Platz und inszeniert das neue Batman-Epos „Batman Begins“ als düsteren Neubeginn, der sich eng an die besseren Comicvorlagen hält, die alten Filme völlig ignoriert, und der den Mythos gänzlichst neu entwickelt. Dabei nimmt sich Nolan viel Zeit. Weit über zwei Stunden benötigt er, um den Batman neu zu erschaffen. Das langsame Tempo ist auch dringend notwendig, um nachvollziehbar zu erklären, warum ein Milliardärs-Söhnchen freiwillig in ein Bat-Kostüm krabbelt und die Unterwelt verdrischt. Nolan erzählt deswegen in aller Deutlichkeit, wie Bruce Wayne als Junge in einen Brunnenschacht fällt und dank der ihn im Dunkeln umflatternden Fledermäuse seine ganz eigene Paranoia entwickelt. Und er hält die Kamera drauf, als Bruces Eltern vor seinen Augen von einem Straßendieb erschossen werden.

Von diesen Bruce Leben doch sehr zeichnenden Situationen führt uns der Film dann aber weg von der amerikanischen Fantasiestadt Gotham City mitten hinein in eine fernöstliche Berglandschaft. Bruce Wayne (Christian Bale), getrieben von inneren Dämonen, erforscht das Verbrechen und ist in der Folge seiner Studien selbst im Knast gelandet. Der Kämpfer Ducard (Liam Neeson) befreit Bruce erst aus seinem Gefängnis und dann von seiner Angst. Er bringt Bruce anschließend in monatelangem Training das wahre Kämpfen bei, das Taktieren und das Verschwinden im Dunkeln, wie es die Art der Ninja ist. Sein Wunsch: Bruce möge sich den Mannen des Ra's Al Ghul (Ken Watanabe) anschließen. Der plant, das verdorbene und von der Korruption bis ins Mark verfaulte Gotham in Schutt und Asche zu legen, um so einen Neuanfang zu erzwingen.

Fast möchte man Applaus klatschen. Nolan gelingt es perfekt, Batmans mächtigen Widersacher Ra's Al Ghul kongenial ins Geschehen einzubringen und dabei auch gleich eine überaus enge Bindung zwischen den späteren Konkurrenten zu knüpfen. Bruce erwehrt sich gegen seinen Förderer und flieht nach Gotham, um hier zum Batman zu werden und Gotham so vor der nahenden Bedrohung zu beschützen.

Wer sich den Film angesehen hat, freut sich über mehrere Vorzüge des neuen Streifens. So weist "Batman Begins" eine ganz eigene Optik auf. Gotham City liegt im Düsteren und strahlt doch zugleich auf eine sehr futuristische Weise. So präsentiert sie sich als Comicstadt mit ganz eigenem Charme. Das tut dem Film sehr gut. Auch die Kämpfe sind einzigartig inszeniert. Sie wirken hart, brutal, vernichtend und sind meistens in Sekundenbruchteilen auch schon wieder vorbei. Batman schlägt zu, wie es sein soll - aus den Schatten und ohne Gnade. Kinder, das ist hier kein Jackie-Chan-Film.

Gelungen ist auch die erstklassige Besetzung des Films. Christian Bale gibt wider Erwarten einen ebenso guten Bruce Wayne wie auch Batman ab. Michael Caine als Butler Alfred ist eine wunderbare Erscheinung. Liam Neeson war nie besser als in seiner Rolle als Ducard. Und Gary Oldman darf als ehrlicher Polizist Jim Gordon endlich einmal auf der Seite der Guten sein. Morgan Freeman als Batmans Verbündeter Lucius Fox und Rutger Hauer als durchtriebener Anführer des Wayne-Konzerns - das passt alles und hat Stil. Da macht es dann auch nichts, dass Katie Holmes als Bruces Liebesaffäre einfach nur schön aussehen muss. Überraschend ist, dass der ganze Film fast ausschließlich ohne Superschurken-Kostüme auskommt. Nur Cilian Murphy als Angst einflößender Scarecrow wird ab und zu kurz zum Superbösewicht, wenn er sich seine Maske überstreift.

Über zwei Stunden gehen schnell vorbei in "Batman Begins". Während dieser Zeit hält der Regisseur alle seine Handlungsstränge problemlos im Gang, um sie in einem spannenden Finale auf den Punkt genau zum Abschluss zu bringen. Trotz der starken Konkurrenz aus dem Marvel-Kosmos wie "Der Punisher" oder "Die Fantastischen Vier" muss ganz klar festgehalten werden: DC meldet sich mit Pauken und Trompeten zurück. "Batman Begins" ist ein starker Film, der es auch im Heimkino krachen lässt und der hinter den Bildern auch genügend Substanz hat, um einen Eindruck zu schinden, der bleibt. So kann sich der Film direkt mit Marvels Flaggschiff "Spider-Man" messen. Wenn die Nachfolger auch so gut werden, ist DC wieder im Rennen.

Warner bringt den Film im Set mit zwei DVDs. Schade ist, dass die Film-DVD nur einen klassischen Dolby-Digital-5.1-Sound bietet. Hier hätte ein glasklarer DTS-Sound richtig Sinn gemacht und das eigene Heimkino zum Beben gebracht. Aber man kann eben leider nicht alles haben. Immerhin finden sich auf der zweiten Silberscheibe zahllose Extras. Hier erzählen die Filmemacher, wie Gotham City entstanden ist, wie Umhang und Maske erdacht wurden und wie die Fledermaus neu auf die Kinoleinwand kam. Viele weitere Specials sammeln geheime Dokumente, stellen Batmans Waffen vor oder laden zur Bildergalerie.

Vertrieb: Warner Bros.
Bild: 2,40 : 1
Ton: Dolby Digital 5.1
Länge: 134 Minuten
Altersfreigabe: ab 12 Jahre
Preis: 20 Euro

Herbie fully loaded

Die lustigen Rennfahrerfilme mit dem irgendwie lebendigen VW-Käfer Herbie sind bereits seit Jahrzehnten Kult. Jetzt sorgt Disney für einen würdigen Nachfolger. Dieses Mal darf Teeny-Star Lindsay Lohan ins Cockpit steigen.

Maggie Peyton (Lindsay Lohan) entstammt einer Familie großer Rennfahrer - und auch sie hat reines Benzin in den Adern. Doch ihr Daddy (Michael Keaton) lässt sie nach einem gefährlichen Unfall keine Rennen mehr fahren. Er möchte nach der zu früh verstorbenen Mutter nicht auch noch die Tochter verlieren.

Immerhin drückt er ihr 50 Dollar in die Hand, damit sie sich auf dem Schrottplatz ein ganz normales Auto aussuchen kann, sodass er sie nicht immer fahren muss. Hier gammelt der VW-Käfer Herbie angerostet und verkommen vor sich hin. Als er Maggie sieht, nutzt er seine letzte Kraft, um sie auf sich aufmerksam zu machen.

"Herbie fully loaded" greift die Sage vom lustigen Käfer wieder auf, der ein Eigenleben führt und mit seinen ganz speziellen Auktionen so manches große Problem im Alleingang löst. Sehr kinderkompatibel erzählt der Film, wie Maggie den Wagen aus den Sechzigern zusammen mit einem Kumpel wieder aufmotzt und ihn für das neue Jahrtausend einsatzbereit macht. Da Herbie in den Tiefen ihres Motors ein echtes Rennauto ist, findet sich Maggie schon sehr bald auf der Rennstrecke wieder - im Wettkampf mit einem arroganten Schumi-Versatz (Matt Dillon), der den Renngeist auch in Maggie weckt.

"Herbie fully loaded" bietet wenig Neues. Alle großen Wendungen und Überraschungen sind bereits aus den Klassikerfilmen bekannt. Herbie bespuckt einmal mehr missliebige Leute mit Motoröl, flirtet mit einem modernen Käfer und ist beleidigt, wenn man sich ihm nicht ganz anvertraut. Der moderne Disney-Film lässt Herbie nur noch menschlicher erscheinen als je zuvor. Er grinst mit seiner breiten Stoßstange und klimpert mit den Scheinwerferaugen. Ein echter Hingucker ist natürlich auch die rothaarig feurige Lindsay Lohan, die zuletzt in einigen gnadenlos schlechten Teenager-Filmen zu sehen war und hier endlich einmal wieder in einem besseren Streifen brillieren kann.

Natürlich kommt es im Film, wie es kommen muss. Maggie lässt Herbie im Stich, rettet ihn dann aber doch wieder und startet mit ihm gemeinsam zum NASCAR-Rennen, obwohl ihr Vater das auf gar keinen Fall genehmigen möchte.

"Herbie fully loaded" ist vor allem ein Film für Kinder und junge Teenager. Sie haben viel Spaß an den Scherzen des quietschlebendigen Autos und halten Teeny-Star Lindsay Lohan die Treue.

Die DVD bietet eine ganze Menge Extras, darunter zusätzliche Szenen, eine alternative Startsequenz, Pannen vom Dreh, Stunts aus dem Film sowie das Musikvideo "First" mit Lindsay Lohan, die sich auch als Sängerin profilieren möchte. Dokumentationen zeigen, wie Herbie zum Leben erweckt wurde und wie ein typischer Tag auf der Rennstrecke aussieht. Verleih: Disney
Ton: DD 5.1
Bild: 1,85:1
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 97 Minuten
Preis: ca 15 Euro

Der Herr des Hauses

Filme für die ganze Familie sind schwer zu finden. Umso angenehmer ist es, dass "Der Herr des Hauses" gleich für alle etwas zu bieten hat. Ein wenig Action für den Papa, eine Liebesgeschichte für die Mama und jede Menge High-School-Trara für die Teenager. Raubein Tommy Lee Jones ist bestens besetzt für die Rolle des grantigen Texas-Rangers Roland Sharp. Der ist hinter einigen ganz üblen Bösewichtern her, die seine Partnerin angeschossen haben. Doch sein einziger Informant wird umgebracht. Zum Glück haben fünf junge Cheerleader die Tat beobachtet. Bis es zu ihrer Aussage kommt, soll der Ranger die Mädchen bewachen und beschützen.

Das ist leichter gesagt als getan, denn die schwatzlustigen Teenager haben Bedürfnisse. Und so muss der Texas Ranger schon bald bauchfreie Tops verbieten, die Jungs verjagen und im Supermarkt Binden einkaufen gehen. Sozusagen zum Dank verklickern die brünstigen Teens dem verschlossenen Beamten, wie man mit einer Frau anbändelt und sich mit der eigenen vernachlässigten Tochter aussöhnt. "Der Herr des Hauses" ist kein großes Kino. Der grobe Handlungsrahmen ist vorhersehbar und die Gags sind keine absoluten Brüller. Trotzdem lässt sich der Film wunderbar ansehen - er unterhält, ohne zu langweilen. Zudem verbreitet er einfach gute Laune. Neben Tommy Lee Jones sind es auch die jungen Teenager-Mädchen, die das Tempo im Film vorgeben. Ihre Marotten und Sprüche sind knackig und frisch. Christina Milian ist übrigens schon aus dem Film „Be Cool“ bekannt. Eine Gastrolle hat auch Cedric The Entertainer, der hier als zum Priester konvertierter Exknacki für gelungene Showeinlagen sorgt.

Regisseur Stephen Herek ("Mighty Ducks") hat es übrigens als erster geschafft, in der Universität von Texas drehen zu dürfen.

Verleih: Sony Pictures
Ton: DD 5.1
Bild: 2,40:1
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 96 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Clueless: "Was sonst!" Special Edition

Kaum ein anderer Film hat das elitäre Cliquen-Feeling einer ganzen High-School-Generation so sehr geprägt wie das Schickimicki-Drama "Clueless". Der zuckersüße Film hat es immerhin geschafft, Hauptdarstellerin Alicia Silverstone berühmt zu machen - auch wenn ihr Stern inzwischen schon wieder gesunken ist. Silverstone spielt den verzogenen, reichen Teenager Cher. Chers einzige Sorge ist es, gut auszusehen und trendy zu sein. Kein Wunder also, dass ihr Kleiderschrank das Angebot jeder Boutique in den Schatten stellt. Über das Handy mit den Freundinnen tratschen, chic ausgehen und stundenlang shoppen zu gehen - für weitere Dinge gibt es in Chers Leben keinen Platz.

Das ändert sich, als Chers ehemaliger Halbbruder Josh auftaucht und bei ihnen einzieht. Josh macht sich nichts aus Kleidung, coolen Sprüchen und dem übrigen Tamtam. Doch je mehr sich Cher mit Josh kabbelt, umso mehr verliebt sie sich gleichzeitig auch in ihn. Regisseurin Amy Heckerling ("Kuck mal, wer da spricht") hat mit "Clueless" einen echten Hit hingelegt, der bereits am Startwochenende 15 Millionen Dollar einspielen konnte. Inzwischen gilt der Film bereits als Klassiker, weil er mit als einziger das Lebensgefühl der reichen Bel-Air-Teenager der Neunziger einfangen konnte. Und zugleich als überaus scharfzüngige Kritik eben dieses Lebensstils gilt.

Paramount legt den Film in der "Was sonst!" Special Edition neu auf. In dieser Edition finden sich viele besondere Extras auf der DVD. In "Die Klasse von 95" werden die Darsteller von damals vorgestellt. Zugleich wird gezeigt, was heute aus ihnen geworden ist. Im Beitrag "Kreatives Schreiben" erklärt die Autorin und Regisseurin, wie sie die Clueless-Welt erfunden hat. Passend dazu gibt es auch ein Lexikon mit sagenhaften 411 Slang-Ausdrücken, die im Film zum Einsatz kommen. Weitere Specials u.a. über die Mode im Film runden die Sonderausgabe ab.

Verleih: Paramount
Ton: DD 2.0
Bild: 1,85:1
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 93 Minuten
Preis: ca 17 Euro

American Pie präsentiert: Die nächste Generation

Jedes Jahrzehnt bringt seine ganz eigene Schweinerei ins Kino. Nach "Porkys" und "Eis am Stil" waren zuletzt die "American-Pie"-Filme zu sehen. "Die nächste Generation" ist der Versuch, das letzte bisschen Saft aus dem bewährten Kassenerfolg herauszuquetschen.

Himmel, was hat der arme Jim (Jason Biggs) gelitten, bevor er endlich in die Arme seiner willigen Nymphomanin Michelle (Alyson Hannigan) sinken durfte. Er versenkte sein Geschlecht im namensgebenden Apfelkuchen (American Pie), verwechselte das zur Masturbation gedachte Gleitmittel mit Sekundenkleber und ließ auch sonst kein ultrapeinliches Fettnäpfchen aus. Im dritten und letzten "American-Pie"-Film durfte Jim endlich heiraten - und vorbei war es mit dem tierisch komischen Teenie-Sex.

Aber können die Verantwortlichen wirklich eine so ungeheuer erfolgreiche Kinoserie einfach sterben lassen? Nein, sie müssen auch noch den letzten Rest Saft aus der ausgelutschten Zitrone herauspressen. Da die alten Schauspieler keine Lust mehr hatten oder ganz einfach schon zu alt waren, holten die Macher ganz einfach Stiflers kleinen Bruder Matt (Tad Hilgenbrinck) aus der Versenkung.

Der darf im Film genau die gleichen nervtötenden Bewegungen machen und die gleichen üblen Machosprüche loslassen wie es sein großer Bruder Steve Stifler (Seann William Scott) das in den drei "American-Pie"-Filmen immer getan hat. Ganz besonders viel Groll hegt der Mini-Stifler gegen die Jungs und Mädels vom Schulorchester. Nachdem er ihre Blasinstrumente mit Pfefferspray veredelt hat, wird er von der Schulleitung dazu verdonnert, mit ins Sommerlager der Musikerfreunde zu fahren und hier Wiedergutmachung zu leisten.

Vor Ort hat der neue Stifmeister natürlich nur eins im Sinn: Die jungen Musiker werden im Rausch der Hormone zu so mancher sexuellen Verfehlung verleitet - die Matt ebenso sofort wie heimlich auf Video aufnimmt. Er plant, den ganz großen Schulorchester-Porno aufzunehmen. Doch dann kommt ihm die schöne Anführerin der Blaskappelle in die Quere - und Matt verliebt sich.

Naja, ganz klar: Der Film bietet nichts wirklich Neues und kehrt nur die Scherben zusammen, die von den ersten drei Filmen noch übrig geblieben sind. Die Scherze sind flach, die sexuellen Anspielungen dürftig und abgesehen von einigen gut gefüllten Bikinioberteilen gibt es auch keine wirklich nackte Haut zu sehen.

Ist "Die nächste Generation" am Anfang noch peinlich, platt und eine echte Zeitverschwendung, so gewinnt der Film zum Glück ab der Mitte deutlich an Fahrt, wenn er ernsthafter und romantischer wird. Am Ende ist der Zuschauer fast schon wieder versöhnt, auch wenn er sich ein paar mehr sexuelle Peinlichkeiten im bekannten "American-Pie"-Stil erwartet hätte. So gesehen ist "Die nächste Generation" nichts anderes als ein letzter Abschied von der "American-Pie"-Serie. Jetzt ist es dann auch gut, wenn doch so klar offensichtlich wird, dass den Verantwortlichen nichts Neues mehr einfällt.

Vertrieb: Universal
Bild: 4:3
Ton: Dolby Digital 5.1+DTS
Länge: 87 Minuten
Altersfreigabe: ab 16 Jahre
Preis: 17 Euro

Das Schwiegermonster

Die Tragik des Films "Das Schwiegermonster" ist, dass man extra für ihn Jane Fonda aus der Versenkung zurückbestellt hat. Nach 15 Jahren Auszeit von Hollywood ist dieser Film wahrlich kein Qualitätswerk, das einer Fonda würdig wäre. Ignoriert man diesen Fakt, kommt wenigstens noch ein vergnüglicher Film für die ganze Familie dabei heraus.

Jennifer Lopez spielt die chaotische Charlie, die ein lustiges Leben führt, das sie mit zahllosen Jobs finanziert. So arbeitet sie etwa als Hundesitterin und als Arzthelferin. Dabei lernt sie den Arzt Kevin (Michael Vartan) kennen und lieben. Die beiden ziehen schon bald zusammen und denken über eine baldige Hochzeit nach. Alles könnte so schön sein, wenn es da nicht "seine" Mutter geben würde. Viola (Jane Fonda) ist eine gealterte Starfernsehmoderatorin, die gerade ihren letzten Job verloren hat und sich nach einer gewissen Zeit in der Nervenheilanstalt dazu bereit fühlt, sich nur noch um ihren einzigen Sohn zu kümmern. Ganz in diesem Sinne ist sie alles andere als begeistert davon, dass der Herr Sohnemann heiraten möchte.

Ob Michael Vartan in diesem Film mitspielt oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle. "Das Schwiegermonster" entpuppt sich als Schlagabtausch zwischen Jane Fonda und Jennifer Lopez. Erst bekommt die Lopez ordentlich einen eingeschenkt, dann schlägt sie zurück und zeigt der Schwiegermutter in spe, wie man sich mit Geschick so richtig schön gegenseitig fertigmachen kann. Die Streiche der beiden Kontrahentinnen sind bemüht witzig und gehen manchmal auch über das Maß des Erlaubten hinaus. Aber mein Gott, "Das Schwiegermonster" ist eben eine Komödie und da darf es schon einmal ein wenig deftiger zugehen. Am Ende haben sich alle Zuschauer gut unterhalten. Zu den DVD-Extras zählen ein Audiokommentar, nicht verwendete und verpatzte Szenen, verschiedene Dokumentationen und "Ruby's Make-up Koffer".

Verleih: Warner
Ton: DD 5.1
Bild: 2,35:1
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 97 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Comfort & Joy

Kaum ein Studio veröffentlicht zurzeit so viele Filme auf DVD wie Paramount. Unglaublich alte Schinken sind dabei - und so manches aktuelles Highlight. Bei "Comfort & Joy" scheint es sich um eine amerikanische Fernsehproduktion zu handeln, die nun auf DVD zu neuen Ehren kommt. Dafür sprechen wenigstens das 4:3-Vollbild und der simple Stereosound.

Das ist aber nicht schlimm, denn "Comfort & Joy" kann den Zuschauer besser unterhalten als so mancher moderne Kinofilm. Für chronische Romantiker ist der Streifen auf jeden Fall der perfekte Zeitvertreib. Im Film lernen wir die gestresste Werbeleiterin Jane Berry (Nancy McKeon) kennen. Sie arbeitet von morgens bis nachts für ihre Firma, hetzt von einem Meeting zum anderen und hat keine Zeit für ihre getrennt lebenden Eltern. Ausgerechnet zu Weihnachten verliert Jane die Kontrolle über ihren Wagen - und fährt gegen einen Baum. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, hat sich auf wundersame Weise alles in ihrem Leben verändert. Jane ist auf einmal verheiratet, hat zwei Kinder - und ihre Eltern sind auch wieder zusammen. Zu dumm, dass sie sich an diese Fakten gar nicht mehr erinnern kann. Noch während Jane Nachforschungen anstellt und versucht, jemanden aus ihrer alten Firma zu treffen, bekommt sie mit, wie schön ein Leben mit einer richtigen Familie ist. Und so lässt sie sich auf das Abenteuer ein und lernt ihren Ehemann und die Kinder neu kennen.

Der 2003 produzierte Film schafft es auf charmante Weise, den abrupten Wechsel vom Karrieregirl zur bekennenden Hausfrau am Ende schlüssig zu erklären und es zugleich auch noch zu einem Happyend kommen zu lassen. So gesehen gibt es kaum einen besseren Film für alle Heimkinofreunde, die endlich einmal wieder einen rundherum schönen Liebesfilm schauen möchten. Bild und Ton der DVD sind Durchschnitt, Extras werden keine angeboten. Verleih: Paramount
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 85 Minuten
Preis: ca 15 Euro

King Kong Produktionstagebücher

Derzeit läuft "King Kong" in den Kinos. Die Neuverfilmung ist mit großer Spannung erwartet worden, schließlich handelt es sich dabei um das neue Großprojekt von Regisseur Peter Jackson, der zuvor den "Herrn der Ringe" verfilmt hat. Für "King Kong" sollen schätzungsweise 200 Millionen Dollar verbraucht worden sein - größtenteils für neue Trickeffekte, deren zugrunde liegende Techniken extra für den Film erfunden wurden.

Wer gerne als Fan hinter die Kulissen schauen möchte, kann sich nun die offiziellen Produktionstagebücher besorgen - auf zwei DVDs. Bei den Beiträgen, die auf den Scheiben zu finden sind, handelt es sich um Beiträge eines Videotagebuchs, das auch auf der Homepage zum Film veröffentlicht wurde. Tag für Tag ist der Zuschauer mit dabei. Er kann sehen, wie bestimmte Einstellungen gedreht wurden und erfährt, wie die Schauspieler darüber denken. Natürlich kann man auch den Machern hinter den Kulissen über die Schultern schauen.

Schade ist, dass es nur wenige Szenen aus dem fertigen Film zu sehen gibt. Die Produktionstagebücher zeigen dafür aber sehr gut, wie Filme gemacht werden. Sehr interessant ist etwa der Dreh einer Szene, bei der das Schiff der Forschungscrew fast von großen Brechern des Meeres umgeworfen wird. Die Wellen kommen bei der Produktion aus frei riesigen Tanks, die gleichzeitig geöffnet werden. Zugleich muss eine Mitarbeiterin mit dem Fernglas den Flughafen von Neuseeland im Blick behalten - damit nicht im entscheidenden Moment ein Flugzeug durchs Bild fliegt.

Interessant ist auch, wie die moderne Filmplanung funktioniert. Neben den klassischen Szenenzeichnungen auf Papier nutzt Jackson z.B. einen im Computer generierten Vorabfilm, der grob aufzeigt, wie das fertige Resultat aussehen soll. Verleih: Universal
Ton: DD 2.0
Bild: 1,85:1
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 237 Minuten
Preis: ca 14 Euro

Krieg der Welten SE

Ab und zu muss das Regie-Wunderkind Stephen Spielberg der Welt da draußen noch zeigen, dass er es weiterhin draufhat, einen spannungsgeladenen Popcorn-Bockbuster zu produzieren. In "Krieg der Welten" tat er sich mit Tom Cruise zusammen, um H.G. Wells' berühmten Roman vom Ende der Welt neu zu verfilmen. Klar, es wurde ja auch Zeit. In "Unheimliche Begegnung der dritten Art" und in "E.T." kamen ja nur liebe Aliens zum Zuge. Nun mussten auch einmal böse UFO-Jungs an den Start gehen.

Kurzum: "Krieg der Welten" überzeugt als Actionfilm, der eine gigantische Zerstörungsorgie inszeniert und einen Sound bietet, der seinesgleichen sucht. Der Vergleich zur spannungsgeladenen Achterbahnfahrt darf hier nicht fehlen. Schweißgebadet geht der Zuschauer aus diesem Film heraus. Das gilt umso mehr fürs Heimkino, da ein infernaler DTS-Sound die Grundmauern des eigenen Hauses zum Wackeln bringt. Denkt man aber über den Film nach, so steckt nicht viel Substanz dahinter. Man hätte ihn auch "Tom Cruise auf der Flucht" nennen können, denn genau darum geht es. Tom spielt einen verlotterten Vater, der zum ersten Mal Verantwortung für seine beiden Kinder übernehmen muss. Zu Land, zu Wasser und in der Luft unternimmt Tom alles, um den Todesmaschinen der Aliens zu entkommen.

Dass die Story des Films von Anfang an auf der Strecke bleibt, muss man sicherlich auch der Romanvorlage in die Schuhe schieben, die ja schließlich die Rahmenbedingungen vorgibt. Doch den ganzen Film über fragt sich der Zuschauer: Was soll das? Spielberg unternimmt nichts, um dem Film mehr Tiefe und innere Logik zu geben. Stattdessen verlässt er sich ganz allein auf die Macht der bunten Bilder.

Die Sonderausgabe auf zwei DVDs bietet passend zum Film viele Extras an. Mehrere Dokumentationen beschäftigen sich mit der Neuerschaffung der Invasion, mit dem Vermächtnis des H.G. Wells und mit Spielbergs Meinung über den ursprünglichen Film zum Buch. Eine Übersicht der Charaktere und mehrere Produktionstagebücher runden das Angebot ab. Verleih: Paramount
Ton: DD 5.1 + DTS
Bild: 1,85:1
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 112 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Kung Fu Hustle

Stephen Chow gilt als humorvoller "Erneuerer" des Hongkong-Kinos. Sein Spaßfilm "Shaolin Kicker" gilt in Fernost bereits als Kult und „Kung Fu Hustle war sogar der erfolgreichste Hongkong-Film des Jahres 2004.

Für "Kung Fu Hustle" hat sich Chow als Autor, Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller verdingt. Er erzählt eine krude Geschichte um die gefährlichen Mörder der Axtgang, die eine kleine Ansiedlung terrorisieren. Derart bedrängt müssen ein paar untergetauchte Karate-Giganten gegen ihren Willen einmal mehr beweisen, was in ihnen steckt. Es kommt zu furios inszenierten Kampfszenen, die von Yuen Wo Ping choreographiert wurden, der bereits für die akrobatischen Fights in den "Matrix"-Filmen verantwortlich zeichnete.

Die Crux ist, dass "Kung Fu Hustle" tolle Kämpfe, gestochen scharfe Bilder und einen echt umwerfenden Sound hat. Dumm ist nur, dass die Geschichte höchst fade ist und dass der Humor von Chow allerhöchstens die Kindergartenstufe erreicht. Verwöhnte europäische Kinobesucher, die es ein wenig feinhumoriger schätzen, können bei diesem Film nicht einmal kurz die Mundwinkel zum Zucken bringen. "Das meint der doch nicht ernst" ist der vorherrschende Gedanke angesichts des kindischen Geplappers und der harmlosen Scherze, die da wie ein hektisches Feuerwerk auf den Bildschirm abgebrannt werden. Wenn dann die Mörder auch noch zu tanzen beginnen wie in einem Musical, dann fühlt man sich endgültig wie im falschen Film.

"Kung Fu Hustle" präsentiert sich so als völlig misslungene Veräppelung des Martial-Arts-Kinos, der es zwar nicht an gutem Willen, dafür aber an der nötigen Intelligenz fehlt.

Wer sich trotz der schlechten Kritik zu Chow bekennt, findet auf der DVD Filmkommentare vom Cast und der Crew, entfallene Szenen, ein Interview mit Chow, Gags und Outtakes sowie einen Blick hinter die Kulissen vor, der auch als TV-Beitrag gesendet wurde. Verleih: Sony Pictures
Ton: DD 5.1
Bild: 2,40:1
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 95 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Layer Cake

Über "Layer Cake" müssen zunächst zwei Dinge gesagt werden. Nummer 1: Der Hauptdarsteller ist Daniel Craig. Das ist der Exfreund von Heike Makatsch und der neue James-Bond-Darsteller in Personalunion. Allein diese Tatsache macht den Film schon einmal interessant: Da kann man sich gleich an den Gedanken gewöhnen, dass der herbe Blonde demnächst Pierce Brosnan als Geheimagent ihrer Majestät beerbt. Nummer 2: Bei "Layer Cake" handelt es sich um eine britische Kriminalkomödie im Stil von "Snatch". Schade ist nur, dass beide Tatsachen nicht ausreichen, um den Film aus dem Mittelmaß zu heben.

Daniel Craig spielt hier einen gewitzten Koksdealer, der langsam genug Kohle gescheffelt hat und deswegen der Meinung ist, dass es an der Zeit ist, aus dem Business auszusteigen. Das lässt der grimmige Pate vor Ort aber nicht zu. Bevor er den Dealer aus seinen Diensten entlässt, soll er erst noch seine verschollene Tochter aufspüren und eine Ladung Exstasy-Pillen an den Mann bringen.

Es dauert nicht lange - und es hagelt Leichen. Alles geht schief, die Deals klappen nicht und zu allem Unglück taucht auch noch ein serbischer Profikiller auf, der wirklich Druck machen kann. In diesem Szenario kann es nur Verlierer geben - es sei denn, man ist ein klein wenig schlauer als der Rest der Kontrahenten. "Layer Cake" hat so seine Momente. Es gibt Szenen, die sind wirklich cool und haben das Zeug zum Kult. Auch so manche Dialoge sind erstklassig - verschroben, sinnig und einfach nur schräg. Doch diese Momente reichen am Ende doch nicht aus, um eine unspektakuläre Geschichte zusammenzuhalten, die streckenweise einfach nur langweilt.

So gesehen empfiehlt sich "Layer Cake" an alle Freunde britischer Gangsterkomödien, die nach "Snatch" einfach einen Hunger nach Mehr verspüren. Hinter dem Film steckt Matthew Vaughn, der zuvor Guy Ritchies "Bube, Dame, König, Gras" produziert hat und hier sein Regiedebut abliefert.

Verleih: Sony Pictures
Ton: DD 5.1
Bild: 2,40:1:1
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 101 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Per Anhalter durch die Galaxis

Au Backe. Douglas Adams hat mit seinem Epos "Per Anhalter durch die Galaxis" ein Kultwerk der humoristischen Science-Fiction geschrieben. Die Bücher sind so herrlich verschroben, durchgeknallt und irre komisch geschrieben, dass sie auch nach dem zehnten Lesen noch zahlreiche neue Szenen ausspucken, die der Leser im Kopf fast live nachstellen kann. Das immens starke Bild im Kopf der Leser ist dann auch das Argument, das gegen eine Verfilmung spricht. Ein Hollywood-Film kann da einfach nicht mithalten.

Das zeigt sich bei der durchaus teuren Produktion von "Per Anhalter durch die Galaxis" recht deutlich. Mit nichts ist der Fan zufrieden. Der Film stolpert durch ein löchriges Gerüst an Rahmenhandlung, das aus den Büchern eher schlecht als recht zusammengekratzt wurde. Erdling Arthur Dent wird abermals von seinem Freund Arthur Dent auf eine aberwitzige Tour durch das halbe Universum eingeladen - per Anhalter natürlich -, nachdem die Erde einer Weltraumumgehungsstraße weichen musste. Zahlreiche tolle Witze aus dem Buch gehen dabei verloren, sodass der Film nur mäßig lustig wirkt. Ein echter Brüller ist er jedenfalls nicht.

Dafür sieht man dem Film an, wo die Millionen stecken. Tolle Raumschiffe, irre Außerirdische und noch bessere Roboter: Das alles sieht chic aus, ist aber nicht authentisch. Der Zuschauer mag die Raumschiffe nicht, er kann die Aliens in diesem Outfit nicht leiden und hinzu kommt, dass der depressive Roboter Marvin so auf gar keinen Fall aussehen darf. Nach anderthalb Stunden steht jedenfalls fest: Der Funke ist nicht übergesprungen.

Wer sich den Film anschaut, freut sich über ein gestochen scharfes DVD-Bild und einen satten Sound, der gerne noch ein wenig Subwoofer-lastiger hätte ausfallen können. Zu den DVD-Extras zählen zusätzliche Szenen, ein Making of, zwei Audiokommentare und ein Lied zum Mitsingen. Verleih: Buena Vista
Ton: DD 5.1
Bild: 2,35:1
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 104 Minuten
Preis: ca 17 Euro

Mario Barth

Er kam, sah und siegte. Mario Barth gehört zu den neuen Shooting Stars der deutschen Standup-Comedian-Szene. Der ewig gut gelaunte Komiker hat auf ProSieben eine eigene Fernsehsendung und feiert mit seinem Langenscheidt-Buch "Deutsch-Frau, Frau-Deutsch" große Erfolge. Am besten ist er aber, wenn er live auf der Bühne steht. Das beweist er sehr eindrucksvoll auf seiner ersten Live-DVD passend zu seinem Bühnenprogramm "Männer sind Schweine, Frauen aber auch". Das Programm wurde am 24. und 25. Juni direkt im Berliner Tempodrom aufgezeichnet. Keine Frage: Der Mann weiß, wie man die Massen begeistert und mit lauten Schreien, übertriebenen Gesten und geschickt gesetzten Sprechpausen für Aufmerksamkeit sorgt.

Viele Auskoppelungen aus dem Programm kennt man bereits aus dem Fernsehen, schließlich war Mario Barth ja bereits des Öfteren bei Stefan Raab oder im Quatsch Commedy Club zu Gast. Das gute Bild der DVD und vor allem der satte DTS-Sound sorgen beim Zuschauer leicht für den Eindruck, live mit dabei zu sein.

Das Programm selbst behandelt das Zusammenleben zwischen Mann und Frau. Anspieltipps sind "Mütter und Väter", "Ich musste kacken" und "Subtext". Eine unveröffentlichte Zugabe und diverses Bonusmaterial runden die DVD ab.

Verleih: Sonny BMG
Ton: DD 5.1 + DTS
Bild: 4:3
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 120 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Raven blickt durch

Raven-Symone ist eine Darstellerin, die bereits vor vielen, vielen Jahren als kesses Kleinkind in der Bill-Cosby-Show positiv aufgefallen ist. Jetzt hat sie eine eigene Show, die in den USA "That's so Raven" heißt. Hier spielt sie eine überdrehte Schülerin, die ab und zu von plötzlichen Visionen geplagt wird und dann in die Zukunft schauen kann. In den einzelnen Folgen versucht Raven meist, eben diese Zukunft zu vermeiden oder sie mit aller Gewalt wahr werden zu lassen - mit den haarsträubendsten Ergebnissen.

Disney prüft nun, ob der Heimkinomarkt auch in Deutschland schon reif für Raven ist - und hat zwei DVDs mit jeweils drei Folgen auf den Markt geworfen. Volume 2 nennt sich "Meisterin der Verkleidung" und sammelt ebenfalls drei Folgen, und das, obwohl auf der DVD vier angekündigt werden.

In der ersten Folge bekommt Raven Probleme mit ihrer Freundin Chelsea. Die hat nämlich eine Tonstatue von Raven angefertigt - mit Rabenschnabel. Als Raven diese Figur aus Versehen zerbricht, muss sie selbst in die Rolle der Tonfigur schlüpfen und während einer Schulausstellung stillhalten. Wer Raven kennt, ahnt, dass das nicht gelingen kann.

Folge 2 und 3 zeigen Raven auf dem Land. Hier versucht sie, bei Verwandten nach einer Saucenschüssel zu suchen, dessen Verschwinden vor Jahren für einen immer noch anhaltenden Familienstreit gesorgt hat. Beeindruckend ist hier, dass Raven-Symone so gut wie alle Rollen der Verwandtschaft selbst spielt - sogar das Baby der Familie.

Keine Frage: Die Raven-Folgen sind sehr kurzweilig und spaßig anzuschauen. Da Raven-Symone eine echt talentierte Grimassenschneiderin ist, haben vor allem Kinder viel Spaß an der Serie. Umso bedauerlicher ist, dass Disney nicht gleich alle Folgen der ersten Staffel auf DVD im Schuber anbietet. So hätten sich die meist minderjährigen Fans alle Folgen deutlich preiswerter besorgen können.

Verleih: Disney
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 68 Minuten
Preis: ca 14 Euro

Deadwood - First Season

"A Hell of a place to make your fortune". Die HBO-Serie "Deadwood" läuft hierzulande nur bei Premiere. Das ist schade, aber kein Beinbruch. Paramount legt die erste Staffel der ultraharten Westernserie auf vier DVDs vor.

Wir schreiben das Jahr 1876. Zwei Wochen nach General Custers letzter Schlacht verschlägt es viele Menschen in die Indianergebiete der Black Hills von South Dakota. Hier wurde Deadwood in den Schlamm der Berge gestampft - eine echte Goldgräberstadt, in der die Bewohner ihr Glück jeden Tag aufs Neue auf die Probe stellen. Der ehemalige Marshall Seth Bullock (Timothy Olyphant) findet sich ebenso vor Ort ein wie der berühmte Schütze Wild Bill Hickok oder dessen aufbrausende Freundin Calamity Jane. Die Stadt Deadwood hat es übrigens in Wirklichkeit ebenso gegeben wie ihre berühmten Bewohner: So orientiert sich die TV-Serie eng an der Realität und gibt dem Western einen besonders authentischen Touch.

In den USA ist die Serie exklusiv für den Kabelsender HBO geschrieben und verfilmt worden. Genau, das ist der Sender, der auch für die Kultserien "Sex and the City", "The Sopranos" und "Six Feet Under" verantwortlich ist. Das ist inzwischen ein Versprechen, dass der Zuschauer mit extrem guten Drehbüchern rechnen darf - und mit Inhalten, die nicht vor der überzogenen Moral der Amerikaner Halt machen. „Deadwood“ ist eine der härtesten, dreckigsten und unmoralischten TV-Serien der letzten Jahrzehnte. Keine andere US-Serie geht so selbstverständlich mit harten Schimpfwörtern und extremen Grausamkeiten um. Das und die perfekten Kulissen und Kostüme sowie die atemberaubenden Bilder sorgen dafür, dass „Deadwood“ Geschichte atmet wie wohl keine andere Westernserie je zuvor. In Deadwood gibt es kein Gesetz - außer, man nimmt es selbst in die Hand. Sehr gut stellen die einzelnen Folgen einen ganzen Strauß verschiedener Charaktere vor, die raubeinig, abgefeimt, gemein, menschlich, naiv und durchtrieben sind - und die alle nur darauf aus sind, in Deadwood das eigene Glück zu machen und das mal auf die Kosten der anderen und mal durch ehrliche, eigene Arbeit. Besonders der gradlinige Ex-Marshall Seth Bullock und der wortkarge Pistolenmann Wild Bill Hickok wissen zu gefallen: Hier sind die Schauspieler einfach perfekt besetzt und auch die Rollen sehr gut geschrieben. Auch die übellaunige Trinkerin Calamity Jane hat das Herz eigentlich auf dem rechten Fleck - wenn man sie nur nicht unnötig reizt.

Mit offenem Mund staunt der Zuschauer darüber, wie schnell die Bewohner von Deadwood sich in Sachen Gold übers Ohr hauen lassen, wie schnell ein Leben verwirkt ist und wie viel Macht ein durchtriebener Barbesitzer hat, wenn er das einzige verkauft, was vor Ort wirklich zählt: Schnaps und leichte Mädchen. Übrigens: Alle anfallenden Leichen werden einfach an die Schweine verfüttert.

Bereits nach einer Folge hängt der Zuschauer am Haken und gibt bereitwillig zu, noch nie einen so harten und so guten Western gesehen zu haben. Paramount sammelt die ersten 12 Folgen auf vier DVDs. Schade ist allein, dass die deutschen Folgen nur in Stereo vorliegen, während die US-Versionen noch in Dolby Digital 5.1 abzurufen sind. Dafür hat Paramount der Serie endlich einmal eine wirklich noble Box verpasst, in der die DVD-Scheiben perfekt zur Geltung kommen. In den USA wird gerade die dritte "Deadwood"-Staffel gedreht. Wollen wir hoffen, dass auch sie ihren Weg nach Deutschland findet.

Vertrieb: Paramount
Bild: 4:3
Ton: Dolby Digital 2.0
Länge: 640 Minuten
Altersfreigabe: ab 16 Jahre
Preis: 37 Euro

Scrubs - 2. Staffel

Scrubs ist eine US-Serie, die hierzulande bei Pro-7 läuft - und die man entweder sehr gerne sieht oder aus dem tiefsten Grunde seines Herzens hasst. Dazwischen wird es wohl kaum etwas geben.

In der Ärzteserie geht es um den Jungmediziner J.D. und zwei seiner Freunde, die in einem örtlichen Krankenhaus anfangen und sich hier nicht nur mit launischen Kranken, sondern auch mit einem tyrannischen Chef und einem völlig abgebrühten und zynischen Oberarzt auseinandersetzen müssen. Die Serie schlägt einen merkwürdigen Flic-Flac und bringt Elemente aus "Emergency Room", "Ally McBeal" und vielleicht auch ein wenig "MASH" zusammen.

Die Kranken spielen nicht wirklich eine Rolle. Sie sind alleine die Stichwortgeber für zynische Sprüche, üble Scherze und jede Menge Schabernack, die Scrubs leicht in eine Ecke schieben, bei der der Humor ein klein wenig zu fies und zu gemein wirkt. Schwarz wie Teer ist er auf jeden Fall gefärbt. Zugleich geht die Serie aber auch sehr auf die Ängste der drei Jungmediziner ein, die ihre schlimmsten Panikvorstellungen immer wieder in exzessiven Tagträumen bestätigt sehen. Und immer dann, wenn der Zuschauer glaubt, dass Scrubs nur zwischen Zynismus und Paranoia hin und her oszilliert, kommt dann auf einmal wieder eine so menschliche Schwäche zum Vorschein, dass man als außenstehender Zuschauer fast ein Tränchen vergießen möchte.

Genau in diesen Momenten stellt man auch fest, dass der ganze schwarze Humor nur Fassade und Schutz vor der Tragik im Krankenhaus ist und dass hinter den Halbgöttern in Weiß doch nur Menschen stehen. Das sind dann auch die Momente, in denen die Serie an Tiefe gewinnt.

Der Schuber sammelt alle 22 Folgen der zweiten Staffel auf vier DVDs. Auf der letzten DVD finden sich auch diverse Extras, so etwa Audiokommentare, zusätzliche Szenen vom Dreh, Pannen, einen Blick hinter die Kulissen, ein Making of und ein Interview mit John C. McGinley. Verleih: Buena Vista
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 461 Minuten
Preis: ca 30 Euro

Hör mal, wer da hämmert - 2. Staffel

Sie ist inzwischen Kult, die Fernsehserie "Hör mal, wer da hämmert" mit einem begnadet guten Tim Allen in der Rolle des Fernsehmoderators Tim Taylor. Der kämpft in jeder Folge aufs Neue gegen die Tücken der Technik, gegen die ganz normalen Probleme einer Familie und gegen die Bürden des eigenen Egos. Tim moderiert im lokalen Fernsehen eine Heimwerkersendung, die immer wieder aus dem Ruder läuft, weil Tim versucht, alle Geräte so zu tunen, dass sie "mehr Power" haben. Am Ende explodiert dann doch alles, Tim landet im Krankenhaus und der bodenständig und eigentlich viel begabtere Assistent Al Borland (Richard Karn) muss retten, was zu retten ist.

Auch Zuhause richtet Tim gerne den einen oder anderen Flurschaden an, wenn es darum geht, seine drei Jungs zu erziehen oder sich gegen seine deutlich klügere Frau Jill (Patricia Richardson) durchzusetzen. Mit viel Humor, guten Sprüchen und einem soliden Satz Situationskomik meistert Familie Taylor aber alle Prüfungen, die ihnen das Leben immer wieder auferlegt.

Jede einzelne Folge ist ein neues Erlebnis. Ob Tim nun seinen zarten Sohn Mark dazu nötigt, Karate zu erlernen oder ob Jill Probleme damit hat, dass Tim immer wieder fremden Frauen nachschaut: Es gibt stets etwas zu lachen. Letztendlich landet der ratlose Tim doch immer wieder am Gartenzaun, um sich von dem ebenso verschrobenen wie weisen Nachbarn Wilson (Earl Hindmann, acht Jahre lang nie richtig im Bild zu sehen) einen klugen Spruch abzuholen, der dann von Tim nach Kräften fehlinterpretiert wird.

Die Box sammelt alle Folgen der zweiten Staffel auf mehreren DVDs. Wer sich auch nach 588 Minuten noch nicht sattgesehen hat: „Hör mal, wer da hämmert“ lief unglaubliche acht Jahre lang. Da steht uns also noch so einiges ins Haus. Verleih: Buena Vista
Ton: DD 2.0 Mono
Bild: 4:3
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 588 Minuten
Preis: ca 30 Euro

Gilmore Girls - 1. Staffel

Es gibt wenige TV-Serien, die den Zuschauer mit Charme, Intelligenz und wunderbaren Drehbüchern an den Bildschirm fesseln. Die 2000 gestartete Serie "Gilmore Girls" gehört auf jeden Fall dazu. Die erste Staffel der bei Vox ausgestrahlten Serie liegt nun auf sechs DVDs im Schuber vor.

Die 21 Folgen gehen nahtlos ineinander über und erzählen die Geschichte der quirligen 32-jährigen Lorelei (Lauren Graham) und ihrer 16-jährigen Tochter Rory (Alexis Bledel). Beide leben in der winzigen Stadt Stars Hollow in Connecticut. Lorelei leitet hier ein Hotel, Rory geht noch zur Schule.

Die Geschichte entwickelt sich, als Rory auf eine teure Privatschule gehen möchte und sich Lorelei das Geld von ihren ebenso reichen wie snobistischen Eltern borgen muss. Die haben ihre Tochter mehr oder weniger aus dem Haus gegrault, als sie mit 16 Jahren schwanger geworden war. Jetzt muss sich die Familie erst wieder ganz behutsam kennen lernen. Nebenbei bekommen es Lorelei mit neuen und Rory mit ersten Liebschaften zu tun: In Star Hollow ist immer etwas los.

Die "Gilmore Girls" leben von den beiden fantastischen Hauptdarstellerinnen, die sich wunderbar gegenseitig anspornen, den perfekt besetzten Nebenrollen und der wunderbar familienkompatiblen Rahmengeschichte. Klasse bekommt die Serie auch durch die hochintelligenten Dialoge zwischen Tochter und Mutter, die sich Filmzitate an den Kopf werfen, über Musikgruppen streiten und stets scharfzüngige und sehr witzige Scherze intonieren, denen ihre Umwelt oft nicht gewachsen ist. Dieser ganz eigene Humor, der zwei intelligente Frauen in den Vordergrund stellt, ist im TV nur selten zu finden.

Schade ist bei der DVD-Umsetzung, dass die Bildqualität nicht optimal ist - oft erreicht sie nur VHS-Klasse. Gerade bei einer hochwertigen Serie wie dieser hätten ein erstklassiges Bild und ein DD-5.1-Sound dem Schuber gut gestanden.

Verleih: Warner
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 874 Minuten
Preis: ca 26 Euro

Full House - 1. Staffel

In den Neunzigern startete im US-Fernsehen die äußerst beliebte Sitcom "Full House". Noch heute läuft sie mit starken Quoten auch bei uns im Fernsehen und zieht vor allem Teenager an den Bildschirm. Erzählt wird die Geschichte von Papa Dan Tanner (Bob Saget) und seinen drei Töchtern, die ihr Leben nach dem Unfalltod der Mutter ganz alleine meistern müssen. Zur Unterstützung des Vaters ziehen immerhin die beiden Kumpel Joey (David Coulier) und Jesse (John Stamos) mit in das große Haus in San Francisco ein. Joey möchte übrigens Standup-Comedian werden, während Elvis-Rocker Jesse eine Karriere als Musiker anstrebt. Alleine diese beiden Berufswünsche sorgen für viel Chaos im Haus.

In den einzelnen Folgen werden immer wieder kleinere Probleme aus der Familie oder dem Berufsleben der Patchwork-Familie aufgezeigt, die dann mit viel Verständnis und dem Zusammenhalt aller gemeistert werden. "Full House" bietet trotz der fehlenden Mutter Heile Welt pur - große Gefühle, viele Umarmungen und ein starker Zusammenhalt wirken im arg brutalen Fernsehen wie ein Anker der guten Laune. Kein Wunder, dass die einzelnen Folgen so gerne gesehen werden. Übrigens ist "Full House" auch die Wiege der beiden Star-Zwillingen Mary-Kate und Ashley Olsen, die hier abwechselnd das Nesthäkchen Michelle gespielt haben.

Die von Jeff Franklin für ABC entwickelte Serie lief acht Jahre lang. Die erste Staffel liegt nun auf fünf DVDs im Schuber vor. Sie erzählt, wie die frisch zusammengewürfelten drei Männer es schaffen, mit drei heranwachsenden Damen zurechtzukommen. Leider fehlt der auf der Verpackung angekündigte Pilotfilm zur Serie - er wurde den deutschen Produzenten anscheinend nicht mitgeliefert und soll nun auf der zweiten Staffel veröffentlicht werden, die Anfang 2006 in den Handel kommt. Verleih: Warner
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ohne Bschr.
Laufzeit: 545 Minuten
Preis: ca 25 Euro

Familie Feuerstein - 1. Staffel

1966 startete die Zeichentrickfilmserie "Familie Feuerstein" im amerikanischen Fernsehen. Das ist bereits knapp 40 Jahre her. In der Serie geht es aber sogar noch weiter zurück in die Vergangenheit. In der Steinzeit treffen wir auf den gemütlichen Dinosaurierkranführer Fred Feuerstein. Der lebt zusammen mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in Bedford. Zusammen mit seinem Kumpel und Nachbarn Barney Geröllheimer stellt sich Fred den ständigen Klagen der Frauen und den Tücken der Technik von damals.

Was heute niemand mehr weiß: Auch in der Vergangenheit waren die Menschen sehr erfindungsreich. Zahllose Dinosaurier in allen Größen und Formen helfen dabei, die Dusche zu ersetzen oder den Dosenöffner zu mimen. Autos, Zeitungen und Häuser - alles wird aus Stein errichtet. Sogar Autos gibt es in der Steinzeit. Nur müssen sie von den Insassen selbst mit viel Beinarbeit betrieben werden. Mit viel Fantasie und Witz haben die Verantwortlichen eine spannende TV-Serie geschaffen, die ganze Generationen begeistert hat. Fred Feuerstein operiert dabei in allen Episoden als ständiger Loser im Ausmaße eines Donald Ducks, der zwar immer wieder gegen die harte Steinwand des Alltags prallt, aber doch Manns genug ist, um aufzustehen und neuen Anlauf zu nehmen.

Die erste Staffel mit ihren 28 Folgen liegt nun auf fünf DVDs vor. Da noch nicht alle Folgen im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden, werden sie zum Teil in der ungekürzten US-Version mit deutschen Untertiteln veröffentlicht. Folgen wie "Der undankbare Nachbar", "Die Babysitter" oder "Das Dinosaurier-Rennen" sind Anspieltipps und lassen einmal mehr den steinzeitlichen Kampfruf "Yabba-dabba-doo!" ertönen. Kinder, die ohne Feuerstein aufgewachsen sind, können dank DVD doch noch am Kult teilnehmen. Verleih: Warner
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 710 Minuten
Preis: ca 25 Euro

King of Queens Season 4

Und schon ist er wieder da, der wohl lustigste und zugleich auch gemütlichste Paketauslieferer aller Zeiten. Kevin James spielt den dicken und immer hungrigen Doug, der zusammen mit seiner sehr schlagfertigen Frau Carrie (Leah Remini) in Queens wohnt - mehr oder weniger freiwillig mit Carries sonderbarem Vater Arthur (Jerry Stiller), der sich einfach nicht mehr aus dem Haus vertreiben lässt.

Die Folgen der humorigen Sitcom "King of Queens" behandeln ein ums andere Mal das verquere Zusammenleben der Drei. Alle weiteren Nebenfiguren geraten dabei zur Staffage. Das Beeindruckende ist, dass sich Kevin James, Leah Remini und Jerry Stiller absolut gleichwertig gegenüber stehen - sie spielen ihre Rollen perfekt und zugleich so besonders, dass man sie als Zuschauer nur zu gerne immer wieder neu besucht. Hinzu kommt, dass die Drehbücher nicht schlechter werden. Auch die 1998 produzierte vierte Staffel bietet wieder viele spannende Folgen.

So planen Carrie und Doug, endlich am eigenen Nachwuchs zu arbeiten. Damit das irgendwie gelingt, muss aber der viel zu neugierige Arthur aus dem Haus. Prompt bezahlen sie eine Hundesitterin, damit sie auch Arthur ausführt. Als der dahinter kommt, dass er sozusagen als "Hund" behandelt wird, rastet er nicht völlig aus - er hat sich inzwischen mit seinem Babysitter angefreundet. Das ist ein gutes Beispiel für die besondere Qualität der Serie. Ein Anspieltipp ist auch die Folge "Die Fressaffäre". Der verfressene Doug verfällt hier rein mental einer Frau, die ihm immer wieder die allerleckersten Sachen kocht. Da kann es natürlich nicht lange dauern, bis Carrie eifersüchtig wird. Koch präsentiert die vierte Staffel auf vier DVDs. 550 Minuten beste Unterhaltung sind die perfekte Investition für alle, die vielleicht die eine oder andere Folge im Fernsehen verpasst haben.

Verleih: Koch Media
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 550 Minuten
Preis: ca 33 Euro

Jackass the box set

Kann das Fernsehen eigentlich noch schlimmer werden? Es kann. Auf MTV zeigten die Jungs von Jackass, wie es problemlos möglich ist, alle verbleibenden Grenzen des guten Geschmacks zu sprengen. Die Clique um Johnny Knoxville, Steve-O, Bam Margera, Chris Pontius, Ryann Dun und diversen anderen Chaoten probierte Stunts aus, die nicht von dieser Welt sind. Zum Glück haben sie all die verrückten Sachen wenigstens an sich selbst angewendet - und nicht an "Unschuldigen"

Ein gewisser Voyeurismus steckt in allen von uns. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass die Jackass-Folgen bei MTV in einer Art Endlos-Rotation laufen. Nun liegen alle Folgen auch auf vier DVDs vor. Die schnellen kurzen Clips zeigen noch einmal, wie sich die verrückten Jungs bestens zusammen amüsieren. Sie haben sich etwa den Po mit einem Piercing zusammengetackert, Raketen aus dem eigenen Po gestartet oder sich über eine Windmaschine mit Fischinnereien beschmaddern lassen. Johnny Knoxville ist sogar in ein Dixie-Klo geklettert, das dann von einem Kran auf den Kopf gestellt wurde.

Jeder Rest guter Sitten wird von den Jackass-lern mit Füßen getreten. Trotz allen Übelkeit erregenden Widerlichkeiten: Das irre Treiben fesselt einen letztendlich doch an den Bildschirm. Umso mehr macht es für alle Jackass-Fans Sinn, sich das Boxset zuzulegen. Endlich hat man alle Folgen komplett. Und ein kleines beiliegendes Buch erklärt sogar ganz genau, wie Jackass überhaupt entstanden ist und wie die einzelnen Teilnehmer der Stuntcrew zusammengefunden haben.

Auf der vierten DVD gibt es dann sogar noch einige Extras. Dazu zählt etwa das Jackass-Gumball-Rallye-Special, das einige Jackass-Jungs bei einem 3000 Meilen langen Autorennen quer durch Europa zeigt. Gut auch das Feature, das zeigt, was die Jackass-Darsteller heute so treiben.

Verleih: Paramount
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ab 18 Jahren
Laufzeit: 356 Minuten
Preis: ca 30 Euro

Verrückte Weihnachten

John Grisham hat das Buch "Das Fest" geschrieben. Christoph Columbus hat daraus ein Drehbuch gemacht und Joe Roth hat es wirklich genial verfilmt. Passend zum Weihnachtsfest gehört dieser wunderbar verschrobene Film in jeden DVD-Player. Er stellt uns das Ehepaar Krank (Tim Allen und Jamie Lee Curtis) vor, das seit jeher dem Weihnachtsfest verfallen ist. Die Kranks schmücken ihr Haus schöner als die anderen. Sie stellen wie alle einen leuchtenden Plastikschneemann namens Frosty auf das eigene Dach. Und sie feiern die beste Party.

Als die gemeinsame Tochter das erste Mal Weihnachten nicht zu Hause feiert, beschließen die Kranks, das Fest komplett zu boykottieren und stattdessen lieber auf eine Kreuzfahrt zu gehen. Das sehen die Nachbarn aber gar nicht gerne. Schon bald versuchen sie mit allen nur erdenklichen subtilen und groben Tricks, die Kranks doch noch mit weihnachtlichem Geist zu erfüllen. Doch die Kranks halten an ihrer Kreuzfahrt fest - und verderben es sich mit allen, auch mit der Polizei und den Pfadfindern.

Gerade, als es sich die Kranks nach Kräften mit allen Nachbarn verscherzt haben, ruft die Tochter an. Sie kommt Weihnachten doch nach Hause - und bringt auch gleich ihren zukünftigen Mann aus Peru mit, der noch nie Weihnachten gefeiert hat und sehr neugierig ist. Sofort versuchen die Kranks die Kreuzfahrt abzusagen und ganz auf die Schnelle ein idyllisches Fest zu organisieren.

Tim Allen und Jamie Lee Curtis müssen zum Vergnügen der Zuschauer durch ein Wechselbad der Gefühle tappsen, bis am Ende doch alles gut ausgeht. Immer verrücktere Katastrophen und Slapstick-Attacken sorgen bei Eltern und auch bei den Kindern für ein ungetrübtes Heimkino-Vergnügen, bei dem es viel zu lachen gibt.

Verleih: Sony Pictures
Ton: DD 5.1
Bild: 2,40:1
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 95 Minuten
Preis: ca 17 Euro

Sarah & Marc in Love

Für viele tausend Teenager war es DAS Kreischevent des Jahres. Sarah Connor und ihr hyperaktiver Lover Marc Terenzi bereiteten sich auf ihre kirchliche Hochzeit vor - und ProSieben war neun Folgen lang live mit dabei. Die Celebrity-Doku-Soap fuhr gerade bei den Frauen allerbeste Quoten ein, auch wenn sie nicht das wahre Leben der beiden Popstars, sondern stattdessen jede Menge inszenierter Momente zeigte. Trotz aller Professionalität beim Dreh blieb aber in der Tat nicht alles den Promotion-Teams überlassen. Sarah gibt sich in den einzelnen Folgen wunderbar zickig und Marc hat keine Scheu, ganz deutlich zu machen, dass er im Grunde seines Herzens nur ein zu groß geratener kleiner Junge ist - ein perfekter Spielfreund für seinen Sohn Tyler.

Die DVD passend zur TV-Serie sammelt alle neun Folgen auf drei DVDs. Alle Fans der beiden Popstars können nun noch einmal miterleben, wie Marc sich beim Balgen mit Sarahs Bruder die Hand aufschlitzt, wie eine harmlose Ringelnatter fast die Katze frisst und wie Sarah versucht, das Kochen zu erlernen, während Marc sich den Forderungen eines Benimmlehrers unterwirft. Nach vielen Aufregungen, Pleiten und Pannen und einem Zerwürfnis in der Connor-Sippe geht am Ende doch noch alles gut aus und es kommt zu einer Traumhochzeit.

Zusätzlich zu den neun bekannten Folgen der TV-Soap gibt es jede Menge Bonusmaterial. Dabei handelt es sich im Grund um 14 entfallene Szenen. Sie zeigen Sarah und Marc beim Warten auf den Umzugswagen, beim Baden, beim Workout am Boxsack, bei Entspannungsübungen und bei der After-Show-Party zur eigenen Hochzeit.

Das alles ist natürlich nur etwas für bekennende Fans, die jeden noch so kleinen Infofetzen aus dem Leben der angeschwärmten Stars ergattern möchten. Für die ist das DVD-Set sicherlich ein Muss, da sie nun endlich alles verfügbare Filmmaterial zum Thema Sarah und Marc gebündelt in den Händen halten.

Verleih: Sony BMG
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 400 Minuten
Preis: ca 25 Euro

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