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Neue DVDs im April

Viereckige Augen riskiert stern.de-Mitarbeiter Carsten Scheibe. Er hat sich neue Video-DVDs bis zum - mal bitteren und mal lustigen - Ende angesehen.

Bad Boys 2

Mit "Bad Boys" zeigten Will Smith und Martin Lawrence bereits im Jahre 1995, dass es sehr wohl noch möglich ist, nach "Lethal Weapon" oder "Die Hard" eine weitere Cop-Actionreihe aus dem Nichts zu erschaffen. Die Drogenfahnder Mike Lowrey (Smith) und Marcus Burnett (Lawrence) aus Florida gelten Actionfreunden als explosivste Mischung seit der Erfindung von Nitro und Glycerin. Da nimmt sich auch die Fortsetzung "Bad Boys 2" nicht aus, die von Erfolgsregisseur Michael Bay nach dem Motto "größer, lauter, witziger" abgedreht wurde.

Im neuen Blockbuster von 2003 sind die beiden chaotischen Cops einem Drogenschmuggler auf der Spur, der Exstasy-Pillen in den Körpern von Leichen schmuggelt. Doch die Story gilt auch hier nur als wackeliges Korsett für unglaublich viele Actionstunts, Explosionen und markige Sprüche. Das lupenreine DVD-Bild zeigt perfekt, wie Lowrey und Burnett eine Spur der Zerstörung durch Miami und später auch auf Kuba hinter sich her ziehen. Michael Bay geht bei den Stunts an die Grenzen des menschlich Machbaren. In der berühmtesten Szene des Films fahren die beiden Polizisten im Affenzahn hinter einem Autotransporter her, von dem aus ständig neue Wagen auf die Straße fallen, wo sie sich natürlich sofort überschlagen und zu einer tödlichen Gefahr für die Verfolger werden.

Zu einem richtig guten Actionfilm gehören natürlich auch kesse Sprüche. Die liefern Will Smith und Martin Lawrence am Fließband. Will Smith ist dabei die Rolle des hyperaktiven neureichen Charmeurs Mike Lowrey förmlich auf den durchtrainierten Leib geschrieben, während Martin Lawrence als biederer Familienvater brilliert, der gegen seine Aggressionen ankämpft und am liebsten den Job wechseln würde.

Ein lupenreines Top-Bild und ein die Grundmauern des Hauses erschütternder Sound lassen die DVD zum Muss-man-haben-Hit für alle Actionfreunde werden.

Verleih: Columbia Tristar
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,35
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 140 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Das Medaillon

Der Action-Darsteller Jackie Chan hat bereits in Hongkong eine Reihe erfolgreicher Filme abgekurbelt. Inzwischen gilt er auch in Hollywood als große Nummer - spätestens seit den Kassenknüllern "Shang-Hai Noon" und "Rush Hour" 1 und 2. Der von Gordon Chan inszenierte Film "Das Medaillon" konnte an den Kinokassen leider nicht besonders punkten, hat aber das Zeug dazu, zumindest auf DVD noch seine Fans zu finden.

Der Film beginnt wie so viele Jackie-Chan-Streifen mit einer etwas müden Geschichte, die wenig originelle Details aufweist. Chan spielt den Hongkong-Agenten Eddie Yang, der zusammen mit dem Interpol-Agenten Arthur (Komiker Lee Evans) auf der Fährte des Verbrechers Snakehead (Julian Sands) ist. Der wiederum ist hinter einem kleinen Jungen her, der ein magisches Amulett besitzt. Es soll dazu in der Lage sein, Tote wieder zum Leben zu erwecken und sie mit unglaublicher Macht auszustatten.

Der Plot bietet viele Gelegenheiten, um in Hongkong und später auch auf Irland für spannende Verfolgungsjagden und irrwitzige Kampfszenen zu sorgen. Jackie Chan beweist hier trotz seines Alters, dass er noch absolut top in Form ist und Stunts hinbekommt, deren Durchführung jeder normale Bürger dieses Planeten glatt verweigern würde. Bestechend ist bei den Kämpfen wieder einmal Jackie Chans ganz eigener Witz, der auch der größten Prügelei noch einen lustigen Spaß abverlangt.

Der weitere Verlauf des Films ist vorhersehbar: Eddie Yang stirbt und wird vom Medaillon wiederbelebt. Am Ende muss er gegen den ebenfalls verwandelten Bösewicht antreten. Das gibt Jackie Chan erstmals die Gelegenheit dazu, mit Spezialeffekten zu arbeiten und sich an Drähten durch die Luft wirbeln zu lassen. Viele Fans haben Chan diese Abkehr von den handgemachten Actionszenen übel genommen. Aber sei es drum: Es ist doch mal eine ganz neue Spielart in den sonst ewig gleichen Chan-Filmen.

Verleih: Columbia Tristar
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,35
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 85 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Der Soldat James Ryan

Im zweiten Weltkrieg landen die Amerikaner am D-Day an der französischen Küste: Die Invasion startet. Die Deutschen nehmen die Landungstruppen mit dem Maschinengewehr unter Beschuss. Die meisten Soldaten sterben bereits im Kugelhagel, noch bevor sie den ersten Schritt auf Europas Erde tun können.

Stephen Spielberg nutzt die ersten 20 Minuten seines preisgekrönten Films, um die sinnlose Brutalität des Krieges in allen Facetten und Details zu zeigen. Während der DTS-Sound den Krach des Krieges ultrarealistisch ins Wohnzimmer trägt, platzen Köpfe, werden Arme abgeschossen, färbt sich das Meer blutrot. Viel ist über Spielbergs Eröffnungsszene geschrieben worden. Und natürlich zeigt sie das Übel des Krieges so unverblümt und realistisch wie nie zuvor. Nur: Gehört dieser Übelkeit erregende Realismus in den reinen Hollywood-Kriegsfilm, der sich der Eröffnungsszene anschließt? Darüber darf diskutiert werden.

Zu den Landungstruppen zählt Captain Miller, der sehr überzeugend von Tom Hanks gespielt wird. Zusammen mit seiner Truppe überlebt Miller das Gemetzel am Strand und hilft dabei, den Widerstand der Deutschen zu brechen. Umso größer ist nach dem Kampf der Schock, als er eine neue Mission erhält. Millers Truppe soll im Hinterland nach dem verschollenen Soldaten Private Ryan suchen, um ihn heil wieder nach Amerika zu schaffen. Seine drei Brüder sind bereits im Krieg gefallen; mehr Opfer möchte man der Familie Ryan nicht zumuten. Aber ist es in Ordnung, acht Leben zu riskieren, um eins zu retten?

Spielberg inszeniert einen spannenden und bestens besetzten Kriegsfilm, in dem u.a. Tom Sizemore, Edward Burns, Vin Diesel und Matt Damon prägnante Charaktere spielen.

Verleih: Paramount
Ton: DD 5.1, DTS
Bild: 1:1,78
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 163 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Born 2 Die

Der schwarze Rapper DMX sorgte bereits im Actionstreifen "Exit Wounds" an der Seite der Kampfmaschine Steven Seagal für einen ersten Achtungserfolg. Mit "Born 2 Die" wird das Konzept noch einmal neu aufgelegt. Dieses Mal kämpft DMX an der Seite von Jet Li gegen die Bösewichter. Der elegante Meisterdieb Fait (DMX) nutzt ein erlesenes Hightech-Arsenal, um einen spektakulären Diamantenraub durchzuziehen. Dummerweise erwischt Faits Bande dabei auch besonders seltene schwarze Edelsteine. Hinter den Klunkern ist allerdings ein internationaler Waffenhändler her, der keine Skrupel kennt und eine Spur des Todes hinter sich herzieht. Er entführt Faits kleine Tochter, um den Dieb zur Herausgabe der Steine zu zwingen. Der ist schon bald auf die Hilfe des taiwanesischen Geheimdienstlers Su (Hongkong-Kampfkünstler Jet Li) angewiesen, um das Leben seiner Tochter zu retten.

Keine Frage: "Born 2 Die" ist nichts anderes als ein spektakulärer Actionfilm, der mit einem zu dünnen Drehbuch und viel zu vielen logischen Fehlern aufwartet. Die coolen Sprüche von DMX und die überragende Kampfkunst von Jet Li sorgen aber einmal mehr dafür, dass sich Actionfreunde trotzdem die Hände reiben und schon einmal das Popcorn herausholen. Vor allem Jet Li hat sich wieder einige besonders spektakuläre Kämpfe auf den hageren Leib schneidern lassen. Für den Spaß sorgt dieses Mal Tom Arnold, der einen schmierigen Möchtegern-Waffenhändler abgibt und in dieser Funktion Fait und Su als Sidekick zur Seite steht.

Die DVD bietet ein solides Bild und einen guten Sound, der es in den Actionszenen auch schon einmal laut krachen lässt. Zu den Extras der Scheibe gehören Profile der Martial-Arts-Kämpfer, eine Multi-Angle-Kampfsequenz, eine Dokumentation zum Film und das DMX-Video "X Gon' Give It To Ya" an. Verleih: Warner
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,40
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 97 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Tube

Der koreanische Actionfilm "Tube" wurde mit einem irrsinnigen Aufwand für ein Millionenpublikum abgekurbelt. Er wandelt auf den Pfaden der US-Vorbilder "Speed" und "Die Hard" und bietet in diesem Sinne ein fast zwei Stunden anhaltendes Action-Spektakel.

Der U-Bahn-Polizist Jay (Seok-Hun Kim) trauert noch immer seiner Geliebten nach, die von dem Terroristen T ermordet wurde. Seitdem lässt sich Jay immer wieder zu selbstmörderischen Aktionen hinreißen, die nur selten das Wohlwollen seiner Vorgesetzten finden. Doch Jays großer Tag kommt, als die Terroristen einen U-Bahn-Zug überfallen und ihn in eine rollende Bombe verwandeln. Mit Höchsttempo rollt der Zug durch das unterirdische Streckennetz Seouls. Mit an Bord sind 2.000 Fahrgäste und mehrere Bomben, die hochgehen werden, sobald der Zug bremst oder von der Polizei gestoppt wird.

Auf der vordergründigen Ebene bietet der Film Action pur. Während sich Jay, der sich mit im entführten Zug aufhält, langsam an die Terroristen anpirscht, kommt es immer wieder zu Bombenexplosionen, Schusswechseln mit der Polizei und anderen Actionszenen, die das Adrenalin im Zuschauer hochkochen lassen. Wie es aber Sitte im fernöstlichen Kino ist, funktioniert der Film auch noch auf anderen Ebenen. Da geht es etwa um eine zarte, fast abstrakte Liebesgeschichte zwischen Jay und einer Taschendiebin. Und Jays sonst so gehorsame Kollegen müssen sich derweil überlegen, ob sie sich den Befehlen der Vorgesetzten nicht widersetzen, um die irrsinnigen Anweisungen unterlaufen.

Am Ende kommt es zu einem Finale, das in dieser konsequenten Art in Hollywood undenkbar wäre. Es bleibt ein spannender Actionfilm, dem ein wenig die bekannten Gesichter und die richtig bombastischen Actionszenen fehlen. Dennoch weiß er auf passablem Niveau durchaus zu gefallen. Verleih: Splendid
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,35
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 112 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Bulletproof Monk

Seit 60 Jahren passt ein namensloser Mönch (Chow Yun-Fat) auf eine geheimnisvolle Schriftrolle auf. Wer sie liest, soll die ultimative Macht erhalten. Ein alter Nazi ist bereits seit Ewigkeiten hinter der Rolle her. Er stößt auf die Spur des Mönchs, als dieser ins amerikanische New York fährt, um nach einem würdigen Nachfolger zu suchen. Ausgerechnet der Taschendieb Kar (Sean William Scott) soll der Erwählte sein. Doch der Mönch hat nicht lange Zeit, sich um seinen Erben zu kümmern: Die Nazis greifen an.

Chow Yun-Fat gehört nicht erst seit "Tiger & Dragon" zu den bekanntesten Schauspielern des asiatischen Kinos. Unglaublich, dass sich der anspruchsvolle Mime zu diesem doch recht trivialen Actionspektakel herabgelassen hat: In "Bulletproof Monk" bleibt Yun-Fat chronisch unterfordert. Ganz im Gegensatz zu Sean William Scott, der ja seit "Road Trip" und "American Pie" ganz auf simple Komödien spezialisiert ist.

Dass "Bulletproof Monk" trotz seiner faden und schon tausendmal gesehenen Geschichte trotzdem zu überzeugen weiß, liegt am Zusammenspiel der so verschiedenen Charaktere. Der ach so geduldige und stets wissend lächelnde Mönch und der hektische Taschendieb mit der großen Klappe geben ein gutes Gespann ab, das sich witzige Sprüche im Sekundentakt um die Ohren haut. Trotzdem: Nach dem Ende fällt kaum auf, dass man eine neue Produktion von John Woo ("M:I-2") gesehen hat. "Der kugelsichere Mönch" bleibt auf der ganzen Strecke ein durchschnittliches Werk, das sich nie weit vom Mittelmaß entfernt. Tipp: einmal schauen und dann gleich wieder vergessen.

Immerhin bietet die DVD einen soliden DTS-Klang und etliche Extras an. Zu den Extras zählen ein Audiokommentar vom Regisseur und vom Produzenten, vier Featurettes, fünf gelöschte Szenen und ein alternatives Ende. Verleih: Concorde
Ton: DD 5.1, DTS
Bild: 1:2,35
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 100 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Hollywood Cops

Alter Cop, junger Cop: Kaum ein Genre wurde so oft ausgelotet wie dieses. Stets müssen sich zwei völlig unterschiedliche Polizisten zusammenraufen, um am Ende die Welt zu retten oder zumindest einen bösen Buben einzubuchten. Umso überraschender ist angesichts der gewaltigen Konkurrenz auf dem Filmsektor, dass der Streifen "Hollywood Cops" mit Harrison Ford und Josh Hartnett zwar zwei sehr populäre Schauspieler, aber nur ein höchst durchschnittliches Drehbuch zu bieten hat. Die "Action-Komödie" bietet dem Zuschauer zudem weder Action noch eine Komödie an.

Harrison Ford spielt Joe Cavilan, einen älteren Cop, der neben seinem Job als Polizist auch noch mit Immobilien makelt. Das kann dann bei einem Verhör mit einem Bösewicht schon dazu führen, dass Cavilan dem Mann anschließend noch ein neues Haus unterjubelt. Auch sein junger Kollege K. C. Calden (Hartnett) arbeitet nicht nur als Cop. Er unterrichtet nebenbei Yoga, was ihm immer wieder neue Betthasen in die Whirlwanne treibt. Zusammen müssen die Cops in der Rapperszene von Los Angeles ermitteln, um den Tod einer jungen Band aufzuklären, die in einem Tanzschuppen niedergemäht wurde.

Der Film plätschert auf allen Ebenen lustlos dahin. Ford und Hartnett werden komplett unterfordert und spielen wohl eher für die Kohle als für die Kunst. Der Fall, an dem die beiden Polizisten arbeiten, ist jedenfalls komplett langweilig und bietet keine spannenden Szenen oder auch nur ein bisschen Action. Auch die Heimkinoanlage bekommt kaum etwas zu tun. Da fragt man sich schon: Warum wurde dieser Film überhaupt gedreht?

Zu den DVD-Extras gehören ein Filmkommentar des Regisseurs, ein Making of, Filmografien der Darsteller und eine Dokumentation über die L.A.P.D. Verleih: Columbia Tristar
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,35
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 111 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

12 Monkeys

Terry Gilliam zeigt mit diesem 1996 produzierten Science-Fiction-Film, dass es sehr wohl noch möglich ist, den Zuschauer zu überraschen. Der bekommt zunächst einen Ausblick in die Zukunft der Menschheit verpasst. Im Jahre 2035 hat ein geheimnisvoller Virus die Menschen dahingerafft.

Die Überlebenden haben sich tief in die Erde zurückgezogen. Die Wissenschaftler wählen den Verbrecher James Cole (Bruce Willis) aus, der als "Freiwilliger" in die Vergangenheit reisen soll. Hier ist es seine Aufgabe, mehr über den Virus in Erfahrung bringen. Mit den gesammelten Informationen soll dann ein Gegenmittel entwickelt werden. Doch die Zeitreise misslingt und führt Cole ins Jahr 1996. Schnurstracks wird der Zeitreisende in die Irrenanstalt gesteckt. In der Psychiatrie begegnet Cole einem irren Umweltaktivisten (grandios: Brad Pitt), der vielleicht mehr über das Geheimnis der zwölf Affen weiß.

Für den Zuschauer tut sich bei "12 Monkeys" der Boden auf. Nie weiß er so genau, ob das Gesehene nun Realität ist oder ob James Cole vielleicht doch nur einen Knall hat. Indizien gibt es im Film für beide Auslegungen. Erst das überraschende Ende sorgt für mehr Klarheit.

Viele Zuschauer halten "12 Monkeys" für einen visionären Science-Fiction-Film, in dem Bruce Willis die beste Rolle seines Lebens spielt und für den Brad Pitt nicht umsonst eine Oscar-Nominierung erhalten hat. Ebenso viele Cineasten verurteilen "12 Monkeys" als ebenso wüstes wie verwirrendes Machwerk, das kaum verständlich ist und in dem Willis die schlechteste Leistung seiner Karriere abliefert. Darüber darf heftig gestritten werden.

Concorde legt den Klassiker nun in einer neu gemasterten Version mit 90 Minuten Extras, DTS-Sound und der englischen Originalspur auf. Die zuvor veröffentlichte Fassung konnte die Fans nicht überzeugen.

Verleih: Concorde
Ton: DD 5.1, DTS
Bild: 1:1,85
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 125 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Old School

Mitch (Luke Wilson), Frank (Will Ferrell) und Beanie (Vince Vaughn) sind bereits seit ihren seligen Schulzeiten unzertrennlich. Doch inzwischen sind die alten Kumpel alt geworden und dümpeln in ihren Dreißigern vor sich hin - mit halb bezahlten Häusern, langweiligen Jobs, nörgeligen Frauen und den ersten Kindern. Als Mitch seine nymphomane Frau (Juliette Lewis) bei der Organisation einer Porno-Swinger-Partie erwischt, schert er aus dem Erwachsenentrott aus. Er flüchtet in ein altehrwürdiges Haus mitten auf dem Campus. Schon bald muss er Frank aufnehmen, der Knatsch mit seiner frisch angetrauten Ehegattin hat. Auch Beanie findet sich immer wieder gerne im Campushaus ein. Zu dumm, dass die drei alte Feinde des Dekans sind. Der möchte die Männer nur zu gerne aus dem Haus werfen. Doch die finden eine Lücke in den Campus-Verordnungen und gründen einfach eine neue Studentenverbindung.

Regisseur Todd Phillips ist mit "Old School" eine unglaublich komische Campus-Komödie gelungen, die nicht nur von herrlichen Späßen lebt, sondern auch drei Schauspieler in bester Stimmung präsentiert. Denn nur zu schnell finden sich die drei Freunde wieder in ihre alten Rollen ein. Exzessive Biergelage, jede Menge scharfer Frauen und heiße Musik direkt von Partygast Snoop Dogg sorgen dafür, dass Hausbesitzer Mitch von allen in der Gegend nur noch "der Pate" genannt wird. Irre ist auch Will Ferrell als "Frank the Tank", der sich nach exzessiven Schluckorgien immer nackt auszieht, um dann durch die Straßen zu joggen - natürlich direkt in die Arme seiner Frau. Es ist irre, wie viele schräge und schrille Späße sich der Film gönnt. Gute Laune ist bei diesem Streifen auf jeden Fall garantiert.

Zu den Extras der DVD zählen unveröffentlichte Szenen, Impressionen vom Spaß im Studio, verpatzte Szenen und ein Audiokommentar. Verleih: Universal
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,35
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 89 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Dumm und dümmerer

Der Film "Dumm und Dümmer" von den Farelly-Brüdern senkte das Niveau im Kino unter jedes erträgliche Niveau - und machte Jim Carrey und Jeff Daniels trotzdem zu Stars, deren Trottelszenen noch heute auf vielen Parties nachgespielt werden. Zu einer regulären Fortsetzung mit den Stars kam es jedoch nie. Sehr zum Jammer des Filmstudios, das es sicherlich gerne gesehen hätte, die sicheren Moneten eines Sequels einzustreichen.

Mit "Dumm und dümmerer" liegt noch doch noch ein zweiter Teil vor. Der hat allerdings mit dem Original nur noch recht wenig zu tun. Regie führte der bekannte TV-Regisseur Troy Miller. Und in die Rollen von Harry und Lloyd schlüpften die beiden Schauspieler Eric Christian Olsen und Derek Richardson. Sie wurden weniger nach Talent ausgesucht, sondern vielmehr allein aus dem Grund gecastet, weil sie den Originalschauspielern so ähnlich sehen.

Die Fortsetzung ist in Wirklichkeit ein Prequal, spielt also noch vor "Dumm und dümmer". Die beiden Jungs lernen sich in ihrem ersten Jahr an der High School kennen. Beide Jungs kann man nur noch als grenzdebil bezeichnen. Und so wundert es nicht, dass der berechnende Rektor sie zusammen in eine Sonderklasse steckt, um Hilfsgelder für Schüler mit besonderen Bedürfnissen unterschlagen zu können.

"Dumm und dümmerer" macht seinem Namen alle Ehre und bietet flache Slapstick-Jokes, müde Sprüche, unterirdische Sexanspielungen und jede Menge unappetitliche Körperfehlfunktionen. Trotzdem fehlt dem Film die anarchistische Würze, die das Original dann doch noch zum Kult erhoben hat. "Dumm und dümmerer" hingegen bleibt einfach nur unterirdisch und dabei auch noch belanglos und uninspiriert.

Zu den DVD-Extras gehören neun neue Szenen, ein Originalkommentar des Regisseurs und seiner Schauspieler, ein Making of und ein Bericht vom Casting. Verleih: Warner
Ton: DD 5.1
Bild: 1:1,85
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 81 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Das sexte Semester

Dave, Adam und Doofer gehören zur Studentenverbindung Kappa Omicron Kappa. Hier gehört es zum guten Ton dazu, sich sinnlos zu besaufen, um dann die Mädels ins Bett zu zerren, die sich auf die haarsträubenden Parties der KOK verirrt haben. Die Zukunftsaussichten der Verbindungsstudenten sehen hervorragend auf, da die Ehemaligen schon dafür sorgen werden, dass alle einen guten Job bekommen.

Die drei Freunde, gespielt von Barry Watson, Michael Rosenbaum und Harland Williams, haben ein Problem: Sie sollten auf die Kasse der Verbindung aufpassen. Unter ihrer Aufsicht ist allerdings das ganze Geld abhanden gekommen. Schnell ist den drei Freunden klar, dass da eine Intrige abläuft. Sie müssen unbedingt an ein Videoüberwachungsband herankommen, das ihre Unschuld beweisen kann. Das ist gar nicht so einfach, da Dave, Adam und Doofer im Haus nicht mehr erwünscht sind. Nur als Frauen verkleidet haben sie noch eine Chance darauf, bei ihren alten Kumpels zu punkten.

Die drei Freunde verwandeln sich in die hässlichsten Transen des Campus und schlüpfen derart verkleidet doch tatsächlich in der Frauenverbindung unter. Hier lernen sie auf die harte Tour, wie man sich als Frau fühlt, die von den Männern entweder nur runtergeputzt oder als Sexobjekt angesehen wird. Die Jungs müssen sich die Beine rasieren, die Haare frisieren und sich alles über "Frauenhygiene" anhören. Der Umgang mit den Frauen macht aus den verkleideten Jungs bessere Männer - und schon haben sie einen Plan, wie sich doch noch alles zum Guten wenden kann.

"Das sexte Semester" ist eine durchschnittliche Teenie-Komödie mit schauderhaft als Frauen verkleideten Jungs. Trotzdem: Viele Gags zünden und machen den Film zumindest so unterhaltsam, dass man ihn sich wenigstens einmal gerne anschaut. Verleih: Buena Vista
Ton: DD 5.1
Bild: 1:1,85
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 90 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Hope Springs

Romantische Liebesfilme, die sich selbst ernst nehmen und sich zugleich auch ein wenig Komik gönnen, sind äußerst rar gesät. Zuletzt durften wir bei "Sweet Home Alabama" mit Reese Witherspoon und Josh Lucas mitfiebern, ob sich das Paar am Ende nun bekommt oder nicht. Bei "Hope Springs" geht das Daumendrücken munter weiter.

Der Engländer Colin Ware (Colin Firth) ist Künstler, äußerst sensibel und schwer verliebt in seine Verlobte Vera (Minnie Driver). Als die ihm aber eröffnet, dass sie einen anderen heiraten möchte, bricht für Colin eine Welt zusammen. Er flieht über den großen Teich nach Amerika und igelt sich hier im Provinzkaff Hope ein, das ihn ein wenig neue Hoffnung schenken soll. Vor Ort lernt der Maler die völlig natürliche und unbekümmerte Mandy (Heather Graham) kennen und schätzen. Mandy betrinkt sich beim ersten Date bis zur Besinnungslosigkeit, zieht sich nackt aus, wenn sie glücklich ist, und hat auch sonst einige äußerst merkwürdige Angewohnheiten. Trotzdem werden die beiden ein Paar. Doch eines Tages steht Vera wieder vor der Tür - und möchte ihren Colin wieder zurückhaben.

"Hope Springs" ist ein sehr ungewöhnlicher Film mit äußerst ungewöhnlichen Charakteren. Die Dreiergeschichte zwischen Colin, Vera und Mandy ist sehr gut und weitgehend klischeefrei inszeniert. Getragen wird die schrullige Geschichte auch vom Umfeld. Die Kulisse Neu Englands im Herbst zeigt atemberaubende Bilder, in denen die kauzigen Bewohner Hopes nur umso besser zur Geltung kommen. Nett ist vor allem, dass die tratschsüchtigen Bewohner stets wissen, was im Liebesleben der drei Hauptpersonen passiert ist. Und dass Vera auf Schritt und Tritt das Rauchen verboten wird, was der Engländerin sehr an die Nieren geht.

Als Extra bietet die DVD leider nur ein "Making of" an. Verleih: Buena Vista
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,35
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 88 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Haus über Kopf

Peter Sanderson (Steve Martin) ist ein erzkonservativer Anwalt, frisch getrennt und mit zwei verzogenen Gören gesegnet. Kein Wunder, dass Sanderson Entspannung in einem juristischen Chat sucht. Hier lernt er Charlene kennen, die anscheinend auch Anwältin ist - und noch dazu genau seine Kragenweite. Doch ein erstes Blind Date endet in der Katastrophe. Charlene (Queen Latifah) entpuppt sich als schwarze Knastschwester mit breitem Hinterteil, die aus dem Gefängnis geflohen ist, um sich von Sanderson vor Gericht vertreten zu lassen. Doch der Anwalt denkt gar nicht daran, sich um Charlene zu kümmern. Bis die Powerfrau bei ihm einzieht, seine Kinder umerzieht und auch Sandersons Leben komplett auf den Kopf stellt.

Steve Martin hat mit der Auswahl seiner Filme zuletzt nicht immer ein gutes Händchen bewiesen. "Haus über Kopf" ist aber endlich einmal wieder ein ebenso gelungener wie harmloser Spaß, der vor allem vom Kontrast der so grundverschiedenen Charaktere lebt. Vor allem die Sängerin Queen Latifah überrascht sehr positiv, da sie nicht nur singen kann, sondern auch ein Naturtalent beim Schauspielern ist. Wie sie die wortgewandte Gettobraut mit dem Herz am rechten Fleck spielt, hat schon etwas Anrührendes.

Jede Menge coole Sprüche und völlig verrückte Situationen sorgen dafür, dass sich der Zuschauer immer wieder vor Lachen schütteln muss. Wer auch nur ein wenig Englisch versteht, muss allerdings unbedingt zur originalen Tonspur wechseln. Nur so lassen sich der Wortwitz und vor allem der Straßenslang von Charlene ungetrübt genießen - die deutsche Synchronisation fällt da deutlich ab.

Zu den Extras der DVD zählen ein Making of, ein Audiokommentar des Regisseurs und des Drehbuchautors, sieben neue Szenen, Gagausschnitte und ein Video mit Queen Latifah: "Better than the Rest". Verleih: Buena Vista
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,35
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 101 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Findet Nemo

"Findet Nemo" stellt uns den Clownfish Marlin vor, der ein wahrlich traumatisches Erlebnis hat: Seine Frau und sein gesamter Nachwuchs werden von einem Seehecht verschlungen. Nur sein Sohn Nemo überlebt das große Fressen. Umso fürsorglicher und vor allem ängstlicher ist der Papa, damit seinem einzigen Nachkommen nur ja nichts passiert. Am ersten Schultag von Nemo kommt es trotzdem zur Katastrophe. Ein Taucher fängt Nemo ein und nimmt ihn mit nach Sidney, wo er im Aquarium einer Zahnarztpraxis landet. Doch Marlin mutiert zum Kämpfer. Zusammen mit dem an chronischem Gedächtnisschwund leidenden Blaufish Dorrie nimmt der besorgte Papa die Verfolgung auf. Auch wenn das bedeutet, dass er es unterwegs mit riesigen Haifischen, gefräßigen Tiefseemonstern, tödlichen Quallen und sogar einem Wal aufnehmen muss.

Pixar ("Monster AG") hat sich mit dem Animationsfilm "Findet Nemo" selbst übertroffen. Die Story ist packend vom tragischen Anfang bis zum lustigen Happyend. Absolut erstklassig sind auch sämtliche Charaktere im Film, vor allem die vergessliche, aber treuherzige Dorrie, die missionsmäßig immer wieder neu "auf Kurs" gebracht werden muss. Ein Genuss sind die allein im Computer gestalteten Bilder, die mit tausenden Details aufwarten und völlig neue Standards setzen. Der mal feine und mal brachiale Humor, die famosen Dialoge und vor allem die irrsinnigen Abenteuer von Nemo und seinem Papa machen den Film zum Kult, den man einfach im Original besitzen muss.

Die DVD wartet mit einem gestochen scharfen Bild und einem Referenzsound in DTS-ES auf. Zusätzlich gibt es so viele Extras, das es zwei DVDs braucht, um sie alle aufzunehmen. Hier freut sich der Zuschauer u.a. über ein virtuelles Aquarium für den Fernseher, über den Pixar-Kurzfilm "Knick Knack", über ein Fischlexikon und ein Making of. Verleih: Disney
Ton: DD 5.1, DTS ES
Bild: 1:1,78
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 96 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Tom und Jerry Classic 1

Kinder lieben Tom und Jerry über alles. Wenn der cholerische Kater Tom im Zeichentrickfilm wieder einmal hinter der pfiffigen Maus Jerry her ist, dann bleibt wirklich kein Auge trocken. Die Zeichner der einzelnen Episoden kennen jedenfalls kein Limit, wenn es darum geht, den Kindern zu zeigen, wie sich die beiden Erzfeinde gegenseitig massakrieren. Äußerst fantasievoll sorgt Jerry immer wieder dafür, dass Tom von einer schmerzhaften Falle in die andere tappt, um hier zerschnetzelt, übel zerschlagen, angebruzzelt, in die Luft gesprengt oder gehäutet zu werden.

Viele Eltern lehnen Tom und Jerry aufgrund dieser exzessiven Gewaltdarstellung grundlegend ab. Nicht umsonst sind die Filme ja auch erst ab sechs Jahren freigegeben. Trotzdem: Schon deutlich kleinere Kinder sind dazu in der Lage, die Gewalt völlig abstrakt zu sehen und sich über die wüsten Szenen köstlich und bis zum Einnässen zu amüsieren - wie bei einem Dick&Doof-Film.

Warner hat bereits einige Themensammlungen mit besonders guten Episoden auf DVD veröffentlicht. Anscheinend mit Erfolg, denn jetzt wagt sich Warner daran, die "Classic Collection" zu produzieren. Jede DVD dieser Reihe enthält etwa ein Dutzend Cartoons mit einer Gesamtspiellänge von anderthalb Stunden. Die erste Scheibe stellt mit "Jerry treibt's zu bunt" sogar die allererste Episode mit Kater und Maus, die damals tatsächlich für den Oscar nominiert wurde. Zu den elf weiteren Klassikern gehören u.a. "Tom treibt Gespensterkunde", "Tom spielt Feuerwerker" und "Tom als Wickelkind".

Alle Episoden sehen trotz ihres Alters noch absolut frisch aus und bieten neben einem irrwitzigen Spaß auch noch bunte Farben und gelungene Effekte. Die einzelnen Filme lassen sich aus einem Menü heraus auswählen und starten. Wer möchte, kann sie sich aber auch in einem Rutsch anschauen. Verleih: Warner
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 93 Minuten
Preis: ca. 15 Euro

George der aus dem Dschungel kam 2

Im ersten Teil von "George" haben die Kinder erfahren, wie die Geschichte mit dem Herrn des Dschungels damals wirklich über die Bühne ging. Brendan Fraser zeigte hier als moderner Tarzan George, dass es ganz und gar nicht einfach ist, sich an Lianen durch den Dschungel zu schwingen. Denn meistens ist doch irgendwo ein Baum im Weg, der Georges kühnen Schwung vehement stoppt.

Die Disney-Komödie sorgte anscheinend für ausreichend Umsatz in der Kinokasse, um auch noch einen zweiten Teil zu rechtfertigen. Da Brendan Fraser inzwischen zu teuer war, wurde einfach der jungenhafte Chris Showerman als "neuer" George verpflichtet.

Der zweite Teil setzt fünf Jahre nach dem ersten ein. George lebt mit seiner Ursula und dem gemeinsamen Sohn Junior zufrieden im Dschungelbaumhaus. Stress gibt es eigentlich nur, weil die Tiere und Ursula beiderseits Georges Zeit verplanen und mehr vom Dschungelkönig haben möchten. Hinzu kommt, dass Ursulas Mutter alles nur Erdenkliche versucht, um die Tochter wieder zurück in die Zivilisation zu locken. Ein Hypnotiseur macht Ursula weiß, dass sie mit dem arroganten Yuppie Lyle verheiratet ist.

Während Lyle bereits die Bagger losschickt, um den Dschungel plattzumachen, muss George eine Möglichkeit finden, um alle seine Probleme auf einmal zu lösen. "George 2" ist ein grandioser Spaß für kleine Kinder um die sechs Jahre. Schließlich gibt es wieder jede Menge Slapstick-Unfälle zu sehen, die bei den kleinen Zuschauern für laute Gröhler sorgen. Wenn dann auch noch ein Elefant auftritt, der sich für einen Hund hält, und die Bulldozer am Ende mit dampfenden Exkrementen beschossen werden, kocht die Stimmung über. Keine Frage: "George 2" ist ein anspruchsloser Gute-Laune-Film, der allerdings viele Gags aufweist, die beim Zielpublikum tatsächlich zünden. Verleih: Disney
Ton: DD 5.1
Bild: 1:1,78
FSK: ab 6. Jahren
Laufzeit: 83 Minuten
Preis: ca. 15 Euro

Winnie Puuh: Spaß im Frühling

Die Winnie-Puuh-Kinofilme wie "Ferkels großes Abenteuer" gehören zu den ganz großen Spaßaktivitäten kleiner Kinder. Endlich können sie sich einmal einen langen Film anschauen, ohne dabei ständig mit verstorbenen Elternteilen und garstigen Bösewichtern konfrontiert zu werden, wie das bei den klassischen Disney-Geschichten der Fall ist.

"Spaß im Frühling" ist ein weiterer Puuh-Film in Kinolänge, der es allerdings nicht auf die große Leinwand geschafft hat und stattdessen gleich auf DVD veröffentlicht wurde. Das liegt nicht etwa an der mangelnden Qualität des Films, sondern nur daran, dass sich der Film mit Ostern beschäftigt und somit eine kurze Verfallszeit hat. Im Heimkino ist es völlig wurscht, ob Ostern nun schon vorbei ist oder nicht: Der Film erzählt eine packende Geschichte - und das auch noch im 16:9-Kinoformat und in Dolby Digital 5.1.

Doch worum geht es? Im Hundertmorgenwald ist endlich auch der Frühling eingekehrt. Alle Bewohner bereiten sich auf Ostern vor. Vor allem Ruh ist ganz scharf darauf, Ostereier zu suchen. Zu dumm, dass ausgerechnet sein Freund Rabbit keine Zeit für das Känguru hat. Rabbit kümmert sich lieber um seinen Frühjahrsputz. Aber vielleicht gelingt es Ruh ja zusammen mit den Freunden, Rabbit doch noch davon zu überzeugen, dass es keinen besseren Osterhasen als ihn gibt. Denn wer soll ansonsten die ganzen Eier verstecken? Ohne Rabbit würde das Osterfest ins Wasser fallen.

Der Film ist mit einer Stunde Laufzeit nicht übertrieben lang und bietet so beste Unterhaltung für Knirpse von vier bis zehn Jahren. Eine sehr schöne Trickfilmgrafik, die spannende Geschichte und vor allem die liebenswerten Charaktere sorgen dafür, dass die Kinder viel Spaß mit dem DVD-Film haben.

Zu den DVD-Extras gehören die beiden Spiele "Rabbits Osterschmuck" und "Lausche dem Frühling". Verleih: Disney
Ton: DD 5.1
Bild: 1:1,78
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 63 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Winnie Puuh: Die kleinen Entdecker

Die DVD-Serie "Honigsüße Abenteuer" sammelt einzelne Trickfilmabenteuer von Winnie Puuh und seinen Freunden. Die in sich abgeschlossenen Geschichten sind jeweils eine Viertelstunde lang und eignen sich somit perfekt als Betthupferl für kleine Kinder. Vor allem die Gewaltlosigkeit und der Mangel an Bösewichtern sorgen für anschließend alptraumfreie Träume.

Die DVD beinhaltet vier neue Episoden. In "Der erste Geburtstag" feiert Tigger zum ersten Mal in seinem Leben Geburtstag. Doch die Freunde sind schnell genervt, denn Tiggers Wünsche kennen kein Ende. Außerdem hat er ganz eigene Vorstellungen davon, wie eine Party gefeiert werden soll. Zum Glück landen die Freunde im Wunschland: Hier bekommt Tigger alle seine Wünsche erfüllt. Doch ob ihn das auf Dauer glücklich macht?

In der Folge "Ein Babysitter hat's nicht leicht" muss Christopher Robbin auf Klein-Ruh aufpassen. Doch der einfache Job entpuppt sich schnell als harte Belastung. Unterstützung muss Her. Also werden auch noch Puuh, Ferkel und Tigger mit zur Beaufsichtigung herangezogen. Die Folge "Party-Time" stellt Rabbit ins Rampenlicht. Er möchte eine Party für kleine Hasen geben, muss aber feststellen, dass seine quirligen Gäste seine Planungen ganz schön durcheinander bringen.

Zum Abschluss bietet die DVD auch noch die Folge "Ferkel als Poet" an. Ferkel verfasst liebevolle Gedichte über die Natur. Tigger schafft es aber immer wieder, die Gedichte so abzuändern, dass sie eine völlig neue Bedeutung erfahren. Er macht aus ihnen Abenteuergeschichten, in denen die Freunde selbst die Hauptrolle spielen.

Wie immer bei Winnie Puuh geht es in allen Episoden letztlich immer wieder um den Wert der Freundschaft, um gegenseitige Hilfe und um Toleranz. Zu den "honigsüßen Extras" gehört übrigens das Spiel "Lach doch mal, I-Aah!" Verleih: Disney
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 70 Minuten
Preis: ca. 15 Euro

Bibi und Tina: Die Wildpferde

Die berühmten Figuren der Kiddinx Studios kennt jedes Kind. Neben dem freundlichen Elefanten Benjamin Blümchen kommt vor allem die stupsnasige Hexe Bibi Blocksberg besonders gut bei den Kleinen an. Bibi hext sich bereits auf unzähligen Hörspielkassetten, Videos und Computerspielen durch ihren aufregenden Alltag. Vor allem für ältere Mädchen ist die Ablegerserie "Bibi und Tina" gedacht. Hier geht es weniger ums Hexen als vielmehr um den Spaß, den junge Mädels auf einem Pferd haben können. Auch von "Bibi und Tina" gibt es bereits mehrere gezeichnete Trickfilmepisoden. Kiddinx ist dabei, sie nach und nach auf DVD zu veröffentlichen. Auch die neueste Silberscheibe speichert dabei wieder zwei neue Episoden, die jeweils 30 Minuten lang sind.

In "Die Wildpferde" fahren Bibi und Tina nach Ungarn, um vor Ort zwölf Pferde für das Gestüt von Graf Falko von Falkenstein abzuholen. Die beiden Mädchen finden nicht nur die weite Landschaft Ungarns und die rassigen Wildpferde spannend. Auch der junge Pferdehirte Mikosch hat es den Mädchen angetan. Bibi verliebt sich sogar in ihn. Aber was sollen sie machen: Mikosch eigenes Pferd soll auch mit nach Falkenstein. Mikosch mag sich aber nicht von seinem treuen Freund trennen. Und so reist er als blinder Passagier mit nach Deutschland.

Spannend geht es auch in der Episode "Der verhexte Sattel" zu. Bibi hat schon lange kein Wettreiten mehr gegen ihre Freundin Tina gewonnen. Der Grund ist schnell gefunden: Der alte Sattel ist kaputt, ein neuer muss her. Der Zufall will es, dass der Trödler Hannes einen neuen Sattel parat hat, der perfekt auf den Rücken von Bibis Pferd passt. Doch der Graf Falko von Falkenstein möchte den Sattel lieber für sich haben. In ihrer Wut fängt Bibi das Zaubern an, um den Sattel zurück zu bekommen. Mit fatalen Folgen. Verleih: Kiddinx
Ton: DD 5.0
Bild: 4:3
FSK: ohne Beschr.
Laufzeit: 60 Minuten
Preis: ca. 15 Euro

Carsten Scheibe

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