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15. September 2004, 16:11 Uhr

Welche Filme gehören ins DVD-Heimkino?

Carsten Scheibe hat sich wieder die Nächte um die Ohren geschlagen und eine Hand voll neuer Filme gesichtet. Vielleicht ist ja auch für Sie das Richtige dabei...

Welcome to the Jungle

Dwayne Johnson alias "The Rock" gehört zur neuen Generation der Actionfilm-Darsteller. In "Welcome to the Jungle" profiliert er sich endgültig als Nachfolger von Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone und Bruce Willis. Richtig gute Actiondarsteller sind äußerst rar gesät. Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone und Bruce Willis haben lange Jahre über das Actionkino dominiert. Michael Dudikoff und Steven Seagal gehörten zur zweiten Garde der Actionstars, allerdings in der gleichen Generation. Doch was kam nach den Rambos, John McLanes und Casey Rybacks? Nichts. Die Lücke, die von den großen Stars hinterlassen wurde, konnte lange Zeit nicht gefüllt werden.

Vin Diesel verdiente sich in "Pitch Black" und "XxX" zwar erste Lorbeeren, verweigerte sich dann aber zu sehr dem reinen, klassischen Actionkino. Ganz anders sieht der Fall bei Dwayne Johnson alias "The Rock" aus. Der ehemalige Wrestling-Star machte in "Die Mumie kehrt zurück" eine äußerst gute Figur und konnte auch im Spin-off "Der Skorpionkönig" sehr viel Lob und Kinokassenumsätze auf seinen durchtrainierten Luxuskörper vereinen.

Dwayne Johnson ist in der Tat eine Offenbarung auf der Kinoleinwand. Er hat den durchtrainierten Body wahrer Actiondarsteller, strahlt aber zugleich Charisma und einen eisenharten Willen aus. Dabei hat er eine zugleich weiche und humane Note, die ihm etwas Menschlichkeit verleiht - auch bei den härtesten Actionszenen.

In seinem neuesten Film "Welcome to the Jungle" spielt "The Rock" den Kopfgeldjäger Beck. Der hat genug davon, Leute zu finden und ihnen die Seele aus dem Leib zu prügeln, um säumige Schulden einzutreiben. Doch einen letzten Auftrag muss er noch annehmen, bevor er sich zur Ruhe setzen und ein Restaurant eröffnen darf. Er muss den Sohn seines Chefs finden. Der ist dummerweise im südamerikanischen Urwald verschollen - auf der irren Suche nach einem uralten Schatz. Beck nimmt die ungemütliche Reise auf sich und trifft ziemlich schnell auf den renitenten Travis (Seann William Scott aus "American Pie"). Der denkt gar nicht daran, zu Papi nach Hause zu fahren und zwingt Beck lieber dazu, mit ihm auf Schatzsuche zu gehen. Schon bald haben die beiden den fiesen Minenbesitzer Hatcher (Christopher Walken) gegen sich aufgebracht, der die Eingeborenen vor Ort in den Goldminen ausbeutet und mit seiner Privatarmee die Jagd auf Travis und Beck eröffnet.

"Welcome to the Jungle" ist ein klassischer Actionfilm mit einer lauen Geschichte und vielen lockeren Sprüchen. Aber - er ist richtig gut. Dwayne Johnson und Seann William Scott sind ein perfektes Buddy-Paar, das immer wieder für coole Sprüche und ein paar gelungene Scherze gut ist. Hinzu kommen zahllose Actionszenen, die so dermaßen gut choreographiert sind, dass sich auch die verwöhntesten Schwarzenegger-Fans elektrisiert auf der Couch aufrichten: Regisseur Peter Berg zeigt in der Tat, dass es wirklich noch möglich ist, in diesem Bereich neue Akzente zu setzen.

Da bekommt der Cameo-Auftritt von Arnold Schwarzenegger, der Kopfgeldjäger Beck in einer Szene "Viel Spaß" wünscht, etwas Symbolisches. "The Rock" als Schwarzeneggers offizieller Nachfolger? Wir würden es uns wünschen: Lange sind wir im klassischen Actionkino nicht mehr so gut unterhalten worden. Verleih: Columbia Tristar Home Entertainment
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,35
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 100 Minuten
Preis: ca 20 Euro Tipp: *****

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