. .
Film, Kino, DVD
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
18. Januar 2010, 07:07 Uhr

Waltz triumphiert in Hollywood

Der Österreicher Christoph Waltz hat den Golden Globe als bester Nebendarsteller gewonnen. Jubel auch in Deutschland: "Das weiße Band" von Michael Haneke siegte ebenfalls. Und der beste Film? Na klar, "Avatar".

Film, Kino, das weiße Band, Avatar, Globe, Cameron

Strahlender Globe-Sieger: Christoph Waltz© Mark J. Terrill/AP

Große Erfolge für deutsche und österreichische Produktionen bei den 67. Golden Globes: Der Film "Das weiße Band" von Regisseur Michael Haneke erhielt am Sonntag in Beverly Hills als bester Fremdsprachiger Film eine Auszeichnung. Der Österreicher Christoph Waltz wurde als bester Nebendarsteller für seine Rolle in "Inglourious Basterds" geehrt.

"Das weiße Band" ist eine Gemeinschaftsproduktion von Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich. Die Handlung des Schwarz-Weiß-Films ist im Jahr vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Norddeutschland angesiedelt und schildert mysteriöse Vorfälle im fiktiven Dorf Eichwald. Dafür hat der Österreicher Haneke schon die Goldene Palme in Cannes und den Europäischen Filmpreis erhalten.

Waltz huldigt Tarantino

Waltz, der bei den Globes Konkurrenten wie Matt Damon, Woody Harrelson und Christopher Plummer ausstach, war für seine Darstellung des ebenso kultivierten wie skrupellosen SS-Standartenführers Hans Landa in Quentin Tarantinos Film ebenfalls bereits 2009 beim Filmfestival in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet worden. Auf der Bühne in Hollywood dankte er Regisseur Tarantino: "Er nahm meine bescheide kleine Welt, meinen Globus, und mit der Kraft seines Talents und seinen Worten und seiner Vision schleuderte er ihn in seinen Orbit, eine atemberaubende Erfahrung".

Insgesamt war "Inglorious Basterds" in vier Kategorien nominiert. Das Werk ist eine deutsch-amerikanische Produktion, die auch teilweise in Deutschland gedreht wurde.

Cameron triumphiert mit "Avatar" doppelt

In der Kategorie Bester Film siegte "Avatar", Regisseur James Cameron erhielt dafür zudem den Regiepreis, zwölf Jahre nach seinem Golden-Globe-Sieg mit "Titanic". Das Spezialeffekte-Spektakel hat weltweit schon über 1,6 Milliarden Dollar eingespielt.

Als beste Darsteller wurden Sandra Bullock in "The Blind Side" und Jeff Bridges in "Crazy Heart" ausgezeichnet. Bester Animierter Film war "Up". Meryl Streep wurde in Comedy/Musical für ihre Rolle in "Julie & Julia" als beste Schauspielerin ausgezeichnet, bester Schauspieler in dieser Rubrik war Robert Downey Jr. in "Sherlock Holmes". Mo'Nique erhielt einen Globe als beste Nebendarstellerin in "Precious". Für sein Lebenswerk wurde Regisseur Martin Scorsese geehrt.

"Oben" ganz oben

"Oben", der mitreißende 3D-Trickfilm über Alter und Sterblichkeit sowie die Erfüllung von Lebensträumen, gewann die goldene Weltkugel für den besten Animationsstreifen. Ein zweiter Preis wurde ihm für seine Musik von Michael Giacchino zugesprochen. "Oben" hatte schon zuvor für Aufsehen gesorgt: Er durfte als erster Animationsfilm das Filmfest in Cannes eröffnen.

Die Golden Globes werden vom Verein der Hollywood-Auslandspresse in 25 Kategorien für Film und Fernsehen vergeben. Sie sind eine der wichtigsten Preisverleihungen im Filmgeschäft und gelten auch als Barometer für die Oscar-Verleihung. Im vergangenen Jahr hatte das einfühlsame Gesellschaftsdrama "Slumdog Millionär" über einen bettelarmen indischen Waisenjungen den Königspreis für den besten Film gewonnen.

APN/DPA
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
MahindraX (18.01.2010, 17:51 Uhr)
jup
Chrostoph Waltz HAT an die Wand gespielt. GLÜCKWUNSCH!

DEXTER hat ZWEI Trophäen erbeutet! ENDLICH!

Doppelter Glückwunsch an die gesamte Crew, an Michael C. Hall ( gute Besserung!) und an den unvergleichlichen Lithgow!

s1m0n (18.01.2010, 12:16 Uhr)
Glückwunsch
an Christoph Waltz zum Golden Globe! Er hat tatsächlich alle an die Wand gespielt in diesem außergewöhnlich guten Tarantino Streifen.
tannebaum (18.01.2010, 10:18 Uhr)
glückwunsch...
ein nuschelnder österreicher hat den preis. ich gönne es ihm. auch wenn ich nicht verstehe, wie man solche blutorgien auszeichnen kann. die gewaltverherrlichung, unter dem deckmantel der dunklen zeit des drittes reiches, gespickt mit massiver geschichtsfälschung = golden globe!

so gesehen könnte man das werk von mutter theresa mit kettensäge oder gandhi als attentäter sicher auch noch mal gut verfilmen.

für mich ist das trivialkunst. dumm & blutig.
mister-mister (18.01.2010, 09:00 Uhr)
"Nebendarsteller"......?!
Ich finde er hat in diesem Film das gesamte Ensemble an die Wand gespielt.
.
Glückwunsch zum Golden Globe. Er hat ihn mehr als verdient.
testsieger2006 (18.01.2010, 08:50 Uhr)
@kralli19
"ein typischer Tarantino"... ja Gott sei Dank! Aber stimmt schon. Waltz hat göttlich gespielt. Das wirklich Gruselige an dem Film war doch, dass die SS-Offiziere nicht wie sonst üblich als ungebildete, häßliche, uncharmante Halbidioten dargestellt wurden, sondern das genaue Gegenteil waren. "Hans Landa" nimmt darauf sogar in der ersten Szene Bezug und vergleicht sich mit Heydrich.
mupfeline (18.01.2010, 08:05 Uhr)
Ich kann in solchen Filmen absolut keinen Sinn sehen
Der Film erinnert sehr an die dümmlichen Film-Produktionen in denen die USA den Vietnam-Krieg mit Bausch und Bogen gewonnen haben. Genau so ist es hier: Völlige Verklitterung der Geschichte. Die Geschichte war nicht so. Was gibt es für einen Regisseur für eine Befriedigung wenn er die Geschichte völlig verändert? Die Guten gegen die Bösen? Die Guten gewinnen natürlich ... also das übliche Strickmuste a la High noon oder Rocky 2 - sonst wo hin ...

Thema verfehlt Herr Tarantino, drehen Sie wenn Sie schon Filme über dieses Thema drehen wollen (wobei, gibt es nicht genug davon???) einen wie die Geschichte wirklich war!
allesklar (18.01.2010, 07:45 Uhr)
Ehrlich gesagt ..
Film hier in den USA gesehen....

Waltz war der beste. Selbst Brad Pit war nur Komparse!
kralli19 (18.01.2010, 07:42 Uhr)
Absolut Verdient !
Absolut Verdient, Herr Waltz, Gratulation.
Er ist DAS Highlight des Films, der ansonsten nur ein typischer Tarantino ist.
MEHR ZUM ARTIKEL
Interview Christoph Waltz "Der Film ist gar nicht fertig"

SS-Mann Hans Landa ist Christoph Waltz' erste Nazi-Rolle. Und der Schauspieler hat genaue Vorstellungen davon, wie man ihn nicht sehen sollte. Eine Gebrauchsanweisung zu "Inglourious Basterds". mehr...

Porträt Christoph Waltz Der Spätzünder

Sein Gesicht gehörte seit Jahrzehnten zur Standardausstattung der deutschen TV-Unterhaltung. Ein Star war Christoph Waltz trotzdem nicht. Das hat Regisseur Quentin Tarantino geändert. Porträt des Oscar-Preisträgers. mehr...

Michael Haneke Der Prinzipienreiter

Michael Hanekes Film "Das weiße Band" hat in Cannes die Goldene Palme gewonnen. Wer ist dieser Mann, auf der Suche nach dem Ursprung der Gewalt? mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft