Startseite

"In jedem von uns steckt eine Tiffany"

Nach "Die kommenden Tage" und "Der Baader Meinhof Komplex" ist Johanna Wokalek nun in der Komödie "Anleitung zum Unglücklichsein" zu sehen. Mit ihrer Figur Tiffany kann sie sich gut identifizieren.

  Schauspielerin Johanna Wokalek hat nicht nur vor dem Auftritt auf der Theaterbühne Lampenfieber - auch vor der Filmkamera bekommt sie Herzklopfen

Schauspielerin Johanna Wokalek hat nicht nur vor dem Auftritt auf der Theaterbühne Lampenfieber - auch vor der Filmkamera bekommt sie Herzklopfen

Der Film zum Kultbuch: Johanna Wokalek, 37, spielt die Hauptrolle in der Verfilmung von Paul Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklichsein". Sherry Hormann ("Wüstenblume") hat aus dem Stoff eine Komödie rund um die ebenso schüchterne wie schwärmerische Berliner Café-Besitzerin Tiffany (Wokalek) gemacht. Im Interview mit der DPA verriet Wokalek, was für sie persönlich das größte Glück ist - und warum sie bei sich selbst Ähnlichkeiten mit ihrer Filmfigur entdeckt hat. "Anleitung zum Unglücklichsein" startet am 29. November in den deutschen Kinos.

Was bedeutet Glück für Sie?

Wokalek: "Für mich ist das jetzt der kleine Sohn, der auf der Welt ist. Er ist jetzt drei Monate - und das ist Glück, das zu erleben."

Stand Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklichsein" bei Ihnen zu Hause im Bücherregal?

"Ich kannte das Buch nicht. Ich habe es jetzt erst kennengelernt - und zwar nachdem ich das Drehbuch von Sherry Hormann gelesen hatte."

Sherry Hormann hat aus dem Sachbuch ja eine Tragikomödie gemacht...

"Ich fand es spannend, wie Sherry das umgesetzt hat - dass sie das Wesen und die Gedanken von Watzlawick in die Figur von Tiffany, die ich spiele, hineinverlegt hat."

Warum sieht man Sie so selten in Komödien?

"Am Theater habe ich schon komödiantische Rollen gespielt. Nach den letzten Filmen wie "Die kommenden Tage", "Die Päpstin" und "Der Baader Meinhof Komplex" hatte ich richtig Lust, sowas auch mal im Film zu machen. In jedem von uns steckt eine Tiffany. Als ich das Drehbuch gelesen habe, hatte ich immer wieder Aha-Effekte, in denen ich dachte "Das kenne ich"."

In welchen Situationen entdecken Sie die "Tiffany" in sich?

"Wenn man sich zum Beispiel das erste Mal mit einem Mann zum Essen verabredet, dann fragt man sich natürlich: Was zieht man an? Dann kenne ich es schon auch, dass man vor dem Kleiderschrank steht und total verunsichert ist und dann erstmal das eine anzieht, sich vor den Spiegel stellt und sagt: Ne, darin fühle ich mich überhaupt nicht wohl. Dann ziehe ich mir lieber mal das Kleid an oder doch lieber die Hose? Und die Haare: Pferdeschwanz oder offen? Das sind so alltägliche Hürden, die wir alle bewältigen müssen. So kleine Stolpersteine, über die wir phasenweise nonstop stolpern oder wenn alles gut läuft, sie gut umrunden."

Watzlawick sagt, man soll nicht alles mit seiner Vergangenheit erklären, sondern nach vorne leben. Ist das ein Wahlspruch, dem Sie sich anschließen können?

"Ja, ich glaube es ist sehr hilfreich, wenn man das kann. Es ist auch sehr schön, wenn man sich immer dem öffnet, das kommt."

Gelingt Ihnen das im Alltag?

"Ja, ich finde das Leben ist deshalb so spannend und aufregend, weil wir eben doch nicht alles planen können - zum Glück."

Ihre Filmfigur Tiffany hat so eine Art Lampenfieber vor dem Leben. Haben Sie Lampenfieber vor Ihren Auftritten?

"Ja. Das gibt es nicht nur am Theater, ich habe auch Lampenfieber, wenn ich drehe."

Wie äußert sich Ihr Lampenfieber?

"Herzklopfen."

Und wie gehen Sie damit um?

"Ein richtiges Mittel dagegen habe ich nicht. Lampenfieber ist verhext, da muss man durch. Ich dachte, Lampenfieber wird immer weniger je mehr Erfahrung man hat. Aber wie ich von älteren Kollegen weiß, kann es auch immer schlimmer werden."

Watzlawicks Buch ist eine Art Parodie auf die Ratgeberliteratur - lesen Sie selbst auch Ratgeber?

"Nein, da bin ich nicht so die Zielgruppe."

Elke Vogel, DPA/DPA

Weitere Themen

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools