3. April 2012, 16:25 Uhr

Es hat sich ausgeschüttelt

Nach dem Aston Martin und der Rolex ereilt wohl nun auch James Bonds liebsten Drink das kapitalistische Ende. 007 trinkt jetzt Bier. Des Geldes wegen.

Lukrative Verträge sind schuld. Denn seien wir mal ehrlich: Natürlich sind "James Bond"-Filme vor allem eine unfassbar coole Werbefläche. So wurde in all den Jahren aus dem legendären Agentenauto Aston Martin ein BMW. Und aus der Rolex eine Omega. Und nun ist also der Wodka Martini dran - "geschüttelt, nicht gerührt". James Bond trinkt jetzt nämlich Bier.

Wie die französische Zeitung "Libération" berichtet, hat die holländische Brauerei Heineken genug Geld geboten, um den einst geschniegelten Dandy von Welt noch ein bisschen weiter zum harten Knochen werden zu lassen. Laut dem Vertrag mit der EON-Produktion, die die Rechte an "James Bond" hält, wird Daniel Craig in seiner Rolle als 007 demnächst in einem Heineken-Werbespot zu sehen sein. Den drehe zudem auch noch "Skyfall"-Regisseur Sam Mendes. Bonds Konterfei soll auf Heineken-Etiketten prangen, und der Agent im Dienste Ihrer Majestät werde im Film eben gut gekühltes Bier trinken.

Kein Bedauern

Bond sei "ein perfekter Marktzugang", freut sich US-Heineken-Sprecherin Lesya Lysyj. Auch von Seiten der Produktion gibt es offenbar kein Bedauern über den Verlust eines weiteren Markenzeichens: "Die Art unserer Zusammenarbeit mit Heineken hat es bisher so nicht gegeben. Wir sind begeistert", werden Michael G. Wilson und Barbara Broccoli zitiert.

Mit "Skyfall" kommt am 1. November der 23. Bond-Film in die deutschen Kinos - mit oder ohne Martini.

sal
 
 
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