An "Twilight" beißen sich alle die Zähne aus

10. Dezember 2012, 13:22 Uhr

Seit drei Wochen beißen Bella und Edward in den deutschen Kinocharts alle weg. Nur James Bond ist hart genug. Und natürlich Randale-Ralph.

0 Bewertungen

Platz 1 (1) "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht, Teil 2"

Regie: Bill Condon
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner

Einmal müssen wir da noch durch, dann ist er vorbei, der "Twilight"-Hype. "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht" ist der letzte Teil der wortwörtlich überlebensgroßen Liebesgeschichte aus dem Kuschelvampir-Universum. Bella (Kristen Stewart) ist endlich auch eine Untote. "Jetzt haben wir die gleiche Körpertemperatur", formuliert es Edward (Robert Pattinson) ganz romantisch. Und auch Werwolf Jacob (Taylor Lautner) ist mittlerweile ganz zahm, weil er ja auf das Mensch-Vampir-Baby aufpassen muss. Probleme bereiten diesmal die Volturi, der alte Beißer-Clan aus Italien, der die Moderne einfach nicht erträgt. Sie halten Edwards und Bellas schnellwachsendes Kind Renesmee für ein Monster, das vernichtet werden muss. Die Cullens rüsten auf. Aber Bella darf noch kurz lernen, wie man das Leben nach dem Tod genießt.

Lesen Sie hier die ausführliche Kritik

.
Platz 2 (2) "Skyfall"

Regie: Sam Mendes
Darsteller: Daniel Craig, Judi Dench, Javier Bardem

Ist der erfolgreichste Bond auch der beste Bond aller Zeiten? Jedenfalls war Daniel Craig noch nie so überzeugend wie in "Skyfall". Der MI6 wird angegriffen, genauer gesagt M (Judi Dench) persönlich, und 007 bietet wirklich alles auf, um für England da zu sein. Dieser Bond darf endlich auch mal lächeln, und das tut ihm verdammt gut.

Die ausführliche Kritik zu "Skyfall" lesen Sie hier.

.
Platz 3 (-) "Ralph reicht's"

Wen Sie kennen sollten: die Stimmen von Christian Ulmen und Anna Fischer

Die Geschichte in einem Satz: Randale-Ralph arbeitet seit 30 Jahren als Bösewicht im 8-Bit-Computerspiel "Fix-it Felix Jr.", hat genug davon und zieht aus, um nicht nur seine eigene, sondern andere Computerspielwelten gleich mit zu retten.

Geschwister im Kinoversum: "Prince of Persia" (2010)

Warum Sie den Film sehen sollten: Weil Disneys 52. Animationsabenteuer eine große Computerspiel-Nostalgie-Party ist, auf der Kinder sich über lustig-knuffige Charaktere freuen und Ältere in Erinnerungen schwelgen können - von Sonic the Hedgehog bis Super-Mario. Und weil man merkt, dass Regisseur Rich Moore auch schon bei "Die Simpsons" und "Futurama" die Finger im Spiel hatte.

.
Platz 4 (4) "Die Hüter des Lichts"

Regie: Peter Ramsey
Mit den Stimmen von: Florian David Fitz, Hannah Herzsprung, Matze Knop

Die Macher von "Drachenzähmen leicht gemacht" haben sich unsere Kinderkuschelhelden Sandmann, Osterhase, Zahnfee und Weihnachtsmann geschnappt und mit ein paar Killer-Attributen versehen: Santa ist ein wild tätowierter Russe und Osterhase ein halbstarker Australier. Herausgekommen ist eine ultramoderne Superhelden-Nummer, in der Jack Frost als Harry-Potter-Stellvertreter antritt, die Voldemort-Angst zu bezwingen. Ein bisschen "Unendliche Geschichte" ist auch mit dabei. Weihnachts-Jahresende-Wohlfühl-Animation mit tollen Effekten!

.
Platz 5 (3) "Cloud Atlas"

Regie: Tom Tykwer, Andy Wachowski, Lana Wachowski
Darsteller: Tom Hanks, Halle Berry, Hugh Grant

Wann hat Sie ein Film das letzte Mal so richtig umgehauen - Den Rest der Welt ausgeschaltet? - Ihr Hirn in die Leinwandrealität entführt? - Das Popcorn kalt werden lassen und die Cola warm? Wann sind Sie das letzte Mal vor glücklicher Erschöpfung sitzengeblieben, als der Abspann lief? "Cloud Atlas" ist das größte Kino seit langer, langer Zeit. Punkt. Und das liegt nicht nur an einer Mammut-Story von knapp drei Stunden Länge (die man aber nicht merkt), sondern vor allem daran, dass das Regie-Trio aus Tom Tykwer ("Lola rennt") und den Wachowski-Geschwistern Lana und Andy (Die "Matrix"-Trilogie) auf alle Konventionen gepfiffen hat, nach denen das Kino der vergangenen Jahre uns seine Geschichten erzählt. Ohne zuviel zu verraten (Sie werden sowieso noch lange angeregt darüber grübeln, was das alles zu bedeuten hat): Sechs Geschichten, die eigentlich eine sind und zwischen den Jahren 1849 und 2346 spielen, verweben staunenmachend das Schicksal von Menschen, die denkbar unterschiedlich sind, doch sich in ihrem Streben nach Freiheit so sehr ähneln, dass "einfach" die gleichen Darsteller in diese Rollen schlüpfen. Und ich versichere Ihnen, so haben Sie weder Tom Hanks, noch Halle Berry und erst recht nicht Hugh Grant je gesehen.

.

  zurück
1 2
 
 
MEHR ZUM THEMA
stern TV-Programm
Kostenlos downloaden: stern TV-Programm für iPhone, iPad und Android-Smartphones und -Tablets Mehr Infos über die App
 
Humor
Tetsche, Haderer, Mette und Co. Tetsche, Haderer, Mette und Co.
 
TV-Tipps des Tages
Empfehlungen aus der Redaktion Empfehlungen aus der Redaktion
 
Wissenstests
Sind Sie ein Kultur-Kenner? Sind Sie ein Kultur-Kenner? Ob zu TV, Kino, Literatur oder Musik ... Testen Sie Ihr Wissen rund um die Kultur. Zu den Wissenstests
 
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity


 
 
stern - jetzt im Handel
stern (18/2014)
Die vegane Versuchung