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Bruce Willis ist härter, älter, besser

Als John McClane in den "Stirb langsam"-Filmen wurde er zum Symbol der Männlichkeit. In seinem neuen Film "R.E.D." setzt sich Bruce Willis herrlich selbstironisch mit seinem Image auseinander. Sehenswert!

Knallharte Actionszenen, eine spannende Geschichte und eine großartige Riege alternder Hollywood-Stars: Das ist das Erfolgsrezept des Films "R.E.D - Härter, älter, besser". Action- Superstar Bruce Willis spielt darin die Hauptrolle eines alternden CIA-Agenten und setzt sich - großartig selbstironisch - mit seinem Image als Symbol der Männlichkeit auseinander. An seiner Seite: Morgan Freeman, eine zauberhafte Helen Mirren und ein fantastisch komischer John Malkovich.

Die Geschichte von "R.E.D" ist schnell erzählt: Frank Moses (Willis) ist in Rente. In einem Einfamilienhaus in der Vorstadt hat er sich ein unspektakuläres Leben eingerichtet und bemüht sich, seinen Nachbarn nicht unangenehm aufzufallen. Er versucht sich an einer netten Weihnachtsbeleuchtung, boxt in seinem Keller - und langweilt sich im Wesentlichen zu Tode. Einziger Lichtblick sind die regelmäßigen Telefonate mit dem Callcenter seiner Bank. Denn er hat sich in Telefonistin Sarah (Mary-Louise Parker) verliebt.

Doch dieses beschauliche Leben nimmt ein jähes Ende, als maskierte Männer eines Nachts in sein Haus einfallen, versuchen, ihn zu töten und daran spektakulär scheitern. Denn mit Frank Moses haben sie niemand geringeren vor sich als einen Ex-Topagenten der CIA. In Sekundenschnelle hat er seine Angreifer überwältigt, sein Haus in die Luft gejagt und seine spektakuläre Flucht begonnen.

Diese Flucht führt ihn in die Arme seiner angebeteten Telefonistin, die er kurzerhand entführt. Schnell ist klar, dass die beiden füreinander geschaffen sind, auch wenn sie das zunächst nicht wahrhaben will.

Moses aber hat zuerst Wichtigeres zu tun: Er will herausfinden, wer die Killer auf ihn angesetzt hat und macht sich dazu auf die Suche nach seinen ehemaligen Kollegen (Freeman, Malkovich und Mirren), die - wie alle schnell feststellen müssen - ebenfalls auf der Abschussliste stehen. Von ihrem alten Arbeitgeber wurden sie in die Kategorie "R.E.D" eingeordnet, was soviel bedeutet wie "Retired, extremely dangerous" (in Rente und extrem gefährlich).

In der Rolle alternder Helden zeigen sich nicht nur Willis, sondern auch seine Co-Stars von einer so wunderbar selbstironischen Seite, dass der Film neben der durchaus spannenden Geschichte vor allem mit Situationskomik und Wortwitz besticht. Die spektakulären, völlig überzogenen und dadurch wirklich witzigen Actionszenen sind die Sahnehaube auf dem Film vom deutschen Regisseur Robert Schwentke ("Flightplan").

"R.E.D." basiert auf der gleichnamigen Comic-Vorlage und hat sich stark daran orientiert. Wahnsinnig anspruchsvoll ist das nicht - aber es ist tolle Unterhaltung. In den USA bescherte der Film Willis sein bestes Premierenergebnis seit "Stirb langsam 4.0" vor drei Jahren und schaffte es auf Anhieb auf Platz zwei der Kinocharts in den USA und Kanada.

Britta Schultejans, DPA/DPA

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