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Gut, besser, Walt Disney

Disneys "Zoomania" ist ein brillant-lustiger Augenschmaus mit höchst aktueller Botschaft. Die Aktualität gilt auch für die erste deutsche Verfilmung des Tagebuchs der Anne Frank. Lea van Acken werden sie nicht so schnell vergessen. 

Von Sophie "Judy" Albers Ben Chamo

"Zoomania": In der Zulassungsstelle sitzt natürlich ein Faultier

"Zoomania": In der Zulassungsstelle sitzt natürlich ein Faultier

Das Tagebuch der Anne Frank


Wen Sie kennen könnten: und die Darsteller Lea van Acken ("Kreuzweg"), Martina Gedeck ("Bella Martha") und Ulrich Noethen ("Der Untergang")

Die Geschichte in einem Satz: Die jüdische Familie Frank muss sich in vor den Nazis verstecken, und eine der Töchter schreibt ihre Gedanken und Träume in ein Tagebuch.

Geschwister im Kinoversum: "Das Tagebuch der Anne Frank" (1959)

Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil sich niemand so gut wie Anne Frank dazu eignet, junge Menschen verstehen zu lassen, was der Holocaust für den Einzelnen bedeutet hat. 

Zoomania


Wen Sie kennen könnten: 

Die Geschichte in einem Satz: In einer Welt, in der Raub- und Beute-Tiere friedlich zusammenleben, will Hasen-Mädchen Judy unbedingt Polizistin werden, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen, und sie kommt gegen alle Widerstände einem unfassbar grausamen Verbrechen auf die Spur.

Geschwister im Kinoversum: "Prinzessin Mononoke"

Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil Disney mit "Zoomania" eine geniale Punktlandung gelungen ist: Dieser Film ist eine bessere Lektion in Rassismus und Fremdenangst als so manche Dokumentation. Frau Petry, Lutz Bachmann und alle anderen "besorgten Bürger", gehen Sie doch mal wieder ins Kino! 

El Clan


Wen Sie kennen könnten: harmlose Menschen, hinter deren friedlicher Fassade eine Folterkammer liegt

Die Geschichte in einem Satz: Die Puccios sind eine normale, gutbürgerliche Familie im Buenos Aires der 80er, doch leben sie in Wahrheit vom Töten und Betrügen, was dem Sohn eines Tages zu viel wird.

Geschwister im Kinoversum: "Blue Velvet"

Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil Sie finden, dass Normalität und Barbarei sowieso nebeneinander wohnen.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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