Was Sie über die neuen Filme wissen müssen

13. Januar 2013, 05:59 Uhr

Gleich zwei Liebesgeschichten konkurrieren die Woche um die Gunst der Kinobesucher. Wem das zu seicht ist, der kann sich auf einen Film über eine große Denkerin freuen. Von Sophie Albers und Nicky Wong

"Schlussmacher"

Wen Sie kennen sollten: Darsteller und Regisseur Matthias Schweighöfer ("What a Man", "Keinohrhasen"), Milan Peschel ("Halt auf freier Strecke")

Die Geschichte in einem Satz: Paul (Schweighöfer) ist von Beruf Schlussmacher, er beendet Beziehungen, wenn andere nicht den Mut dazu haben - dann trifft er den sentimentalen Toto und wird selbst verlassen.

Geschwister im Kinoversum: das ganz offensichtliche Vorbild "Hitch - The Date Doctor"

Warum Sie den Film sehen sollten: Weil Matthias Schweighöfer und Milan Peschel einfach eine beeindruckende Kombination sind.

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"Der Geschmack von Rost und Knochen"

Wen Sie kennen sollten: Darstellerin Marion Cotillard ("Inception") und Regisseur Jacques Audiard ("Ein Prophet")

Die Geschichte in einem Satz: Ali ist so arm, dass er mit seinem Sohn in die Garage seiner Schwester zieht - dann lernt er nach einer Schlägerei die hübsche Stéphanie (Cotillard) kennen, die sich in ihn verliebt, doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen.

Geschwister im Kinoversum: "Kleine wahre Lügen", "Blue Valentine"

Warum Sie den Film sehen sollten: Weil Sie so eine krasse, bedingungslose, harte Liebesgeschichte lange nicht gesehen haben.

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"Hannah Arendt"

Wen Sie kennen sollten: Darstellerin Barbara Sukowa ("Homo Faber", "Europa"), Julia Jentsch ("Sophie Scholl") und Regisseurin Margarethe von Trotta

Die Geschichte in einem Satz: Hannah Arendt berichtet für US-Medien über den Eichmann-Prozess in Jerusalem, doch ihr scharfer, differenzierter Blick auf den SS-Obersturmbannführer und Organisator des Holocaust sorgt für einen Skandal, an dem ihr Leben zu zerbrechen droht.

Geschwister im Kinoversum: "Der Vorleser"

Warum Sie den Film sehen sollten: Jeder kennt das Buch "Eichmann in Jerusalem" und den Begriff der "Banalität des Bösen" als Beschreibung der gründlichen Spießigkeit des Mannes, der von seinem Schreibtisch aus die Vernichtung der europäischen Juden organisiert hat. Vergessen ist allerdings, welche Wirkung Arendts Schreiben damals hatte. Mit großartigen Schauspielern und intensiver Inszenierung ehrt dieser Film Arendts Denken.

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