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"Filmrollen sind Therapie für mich"

"Midnight Special" ist ein Juwel der Berlinale. Dieser "E.T." für Erwachsene ist eine Achterbahn der Gefühle, voller Geheimnisse und einfach wunderschön. Auch für Kirsten Dunst war der Sci-Fi-Thriller eine besondere Erfahrung.

Von Sophie Albers Ben Chamo

"Midnight Special" ist nicht leicht zu haben. Die Geschichte über einen kleinen Jungen mit besonderen Fähigkeiten nimmt ihre Zuschauer wirklich mit, weil sie nicht alles auswalzt und erklärt, sondern vor und auf der Leinwand fast Gleichstand herrschen lässt. Die Atmosphäre dieses Sci-Fi-Thrillers wird Sie so schnell nicht loslassen. Versprochen.


Ein Vater flieht mit seinem kleinen Sohn vor einer irren Sekte und dem FBI. Sie können nur nachts reisen und schnell wird klar, dass das Wohlergehen des zunehmend schwächer werdenden Kindes Einfluss auf die ganze Welt haben könnte. Sie fahren zur Mutter und dann einem mysteriösen Ziel entgegen. Schließlich werden die Beschützer zu Beschützten. Mehr soll nicht verraten sein. Lassen Sie sich fallen, und "Midnight Special" wird Sie auffangen und mit einer fantastischen Geschichte belohnen.

Kirsten Dunst: Hollywoodvollblut

Kirsten , dieses waschechte Hollywoodgeschöpf ("Interview mit einem Vampir", "Virgin Suicides", "Spider-Man"), spielt die Mutter mit beeindruckender Zurückgenommenheit. Ihre Sarah war einst selbst Mitglied der Sekte und muss ein unvorstellbar großes Opfer bringen.

Jede Figur – ob ("Taking Shelter", "Man of Steel"), der den Vater spielt, Joel Edgerton ("The Gift", "The Great Gatsby") als dessen schlagkräftiger Helfer oder Jaeden Lieberher ("St. Vincent") als Kind – in diesem Film ist ein ganzes Universum, und Regisseur Jeff Nichols ("Take Shelter", "Mud") vollbringt das Wunder, dass alle Platz finden in den 112 Minuten.

Kirsten Dunst und Jaeden Lieberher in "Midnight Special"

Kirsten Dunst als Mutter eines ganz besonderen Kindes (Jaeden Lieberher) in Jeff Nichols' "Midnight Special"


Dunst, die zuletzt unter anderem mit Lars von Trier den großartigen "Melancholia" gedreht hat, verrät ein wenig über ihre Arbeit, persönliche Krisen und wie es ist, einem anderen Kinderstar bei der Arbeit zuzusehen.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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