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Kleine Biester

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Nachrichten-Ticker
Beuteltierplage heizt Neuseelands Pelzindustrie an

In Neuseeland machen Jäger Jagd auf den Fuchskusu, ein landesweit verhasstes Beuteltier - sehr zur Freude der Pelzindustrie.

»MONSTER AG«
»MONSTER AG«
Kleine Biester

Die Trick-Komödie »Monster AG« zeigt Ungeheuer in heller Angst vor Menschenkindern - die davon hell entzückt sind. Das neue Werk der »Toy Story«-Macher

50 Kilo to go
Blog "50 Kilo to go"
Gefühle sind aber auch hinterhältige kleine Biester!

Sind eine Weile lang zutreffend und -verlässig, nur um dann, wenn man ihnen traut, heimtückisch zuzuschlagen. Gestern schrieb ich noch, dass ich so das Gefühl hätte, nichts abgenommen zu haben. Heute machte die Waage einen Nelson (Ha-Ha!) und präsentierte mir 119,0 kg. Das sind 0,8 kg weniger als letzte Woche und 0,8 kg liegen selbst für mich in einem Bereich von dem ich denke, dass er nicht nur durch Wassereinlagerungen (oder eben fehlende ebensolche) oder günstige Umstände zustande gekommen sein dürfte. Da guck einer an. Na gut, ich bin eine der Letzten, die sich beschweren wird. :-D Nutzen wir also die Gelegenheit und unterhalten uns ein wenig über MB. Ich habe das Programm zwar verlinkt, aber die Kommentare in Richtung "iss weniger Kohlenhydrate" zeigen mir doch, dass es nicht gelesen wurde. Nochmal: die einzigen Kohlenhydrate (Gemüse und Obst mal außen vor), die ich esse, sind täglich drei kleine Scheiben Roggenvollkornbrot. Die esse ich auch, denn dann freut sich der Darm, dass er ein wenig Peristaltik üben kann. Ist ja auch wichtig. Nudeln, Reis, Kartoffeln und der ganze übrige Krams sind seit fast einem Jahr aus meiner Küche völlig verschwunden. Zucker ist bei MB so gut wie völlig verpönt, also nehme ich ihn nicht. Wenn ich nach Plan lebe, natürlich. ;-) Ah, der Plan. Wie sieht der überhaupt aus? Ich habe nach der Blutabnahme und der Auswertung der Daten eine Mappe zugeschickt bekommen. Darin viele Blätter mit vielen Regeln, Anweisungen, Ausnahmen und dem Plan. Eigentlich sind es zwei Pläne: der eine mit dem Grundgerüst meiner Mahlzeiten, der andere mit der Liste der mir erlaubten Lebensmittel. Nach 6 Monaten hat mir mein Betreuer erlaubt, so langsam wieder andere Lebensmittel in meinen Speiseplan einzubauen, sodass ich mittlerweile bis auf Bananen und Trauben wieder alles drin habe. Durch den Plan wurde meine Experimentierfreudigkeit und mein Repertoire allerdings deutlich erweitert. Das Grundgerüst der Mahlzeiten sieht bei mir so aus: Frühstück Vorschlag 1 2 St. Ei(er) 110 g Gemüse Vorschlag 2 10 TL Körnermischung 110 g Gemüse Vorschlag 3 100 g Puten-/Hähnchenbrust 110 g Gemüse 5 Stunden Pause Mittag Vorschlag 1 90 g Tofu od Käse 140 g Gemüse Vorschlag 2 135 g Geflügel 140 g Gemüse Vorschlag 3 135 g Fisch 140 g Gemüse 5 Stunden Pause Abend Vorschlag 1 145 g Fisch 150 g Gemüse Vorschlag 2 100 g Tofu od Bohnen 150 g Gemüse Vorschlag 3 145 g Fleisch 150 g Gemüse Ende spätestens 21.00 Uhr Ich weise darauf hin, dass dieser Plan für mich aufgrund meiner Blutwerte gilt und nicht übernommen werden sollte! Dazu kommt zweimal Obst am Tag und die drei Roggenvollkornbrotscheiben, die ich verteilen kann, wie ich will. Die ersten beiden Wochen wird auch auf Fett völlig verzichtet, danach sind 3 EL gesundes Pflanzenöl täglich Pflicht. Die Regeln: Regel 1: Sie nehmen täglich drei Mahlzeiten zu sich (auch die bisherigen Frühstücksmuffel!) Bei Ausfall einer Mahlzeit bleibt Ihr Stoffwechsel inaktiv, es kommt weder zur beabsichtigten Balance, noch zum Gewichtsverlust. Regel 2: Sie essen nicht mehr, nicht weniger und nichts anderes … als Ihnen Ihr persönlicher Plan vorgibt. Regel 3: Sie beginnen jede Mahlzeit mit dem angegebenen Eiweißanteil. D.h. ein Bissen vom Eiweiß und dann kann die Mahlzeit gemischt werden. Regel 4: Zwischen den Mahlzeiten gilt die 5 - Stundenpause. Vom Ende einer Mahlzeit bis zu Beginn der nächsten berechnen Sie mindestens 5 Stunden, in denen Sie nur Wasser trinken, aber keine Nahrung zu sich nehmen. Ihr Körper braucht diese Pausen insbesondere zur Eiweiß- und Fettverdauung. Jede Nahrungsaufnahme während der Pausen stört den Stoffwechselprozess. Regel 5: Die letzte Mahlzeit sollte spätestens um 21 Uhr beendet sein. In der nächtlichen Ruhepause wird das meiste Fett verbrannt. Berechnen Sie Ihre täglichen Essenszeiten mit den Pausen entsprechend. Regel 6: Jede Mahlzeit sollte nicht länger als 60 Minuten dauern. Zeitlich überdehnte Mahlzeiten stoppen die Fettverbrennung. Regel 7: Für die Zubereitung verwenden Sie kein Öl oder Fett Sie garen Ihre gesamten Mahlzeiten in Gemüsebrühe. Eine besonders wohlschmeckende und gut verträgliche empfiehlt Ihnen Ihr Betreuer. (Das wird obsolet nach den ersten zwei Wochen. Da ist Öl nicht nur erlaubt sondern explizit erwünscht.) Regel 8: Sie essen das für Sie ausgewählte Obst immer am Ende der Mahlzeit. Der Glukosespiegel soll möglichst gering bleiben. Sollten Sie dennoch Heißhunger in Ihrer 5-Stundenpause bekommen, sprechen Sie Ihren Betreuer an. Regel 9: Trinken Sie mindestens die für Sie errechnete Menge Wasser am Tag. Die Menge richtet sich nach Ihrem derzeitigen Gewicht und ist als Lösungsmittel für Abbauprodukte und zur Gewichtsreduktion absolut notwendig. Zusätzlich dürfen Sie 3 Tassen Tee (schwarz, grün, weiß, Roibusch) und 3 Tassen Kaffee ohne Milch, Zucker oder Süßstoff zu den Mahlzeiten trinken. Absolut verboten bei MB sind Farbstoffe, Süßstoffe, Konservierungsstoffe und überhaupt alles, was die Industrie an Chemie mittlerweile in Lebensmittel pumpt. Wir sollen nur das reine Lebensmittel zu uns nehmen, selbst zubereitet und so wenig verarbeitet wie möglich, sprich, wenn man ein Gemüse roh essen kann und es auch verträgt, dann soll man das ruhig tun. Darüber hinaus sind Low-Fat und Light-Produkte nicht erwünscht. Man soll das natürliche Lebensmittel zu sich nehmen und nicht eines, mit dem industriell rumgemauschelt wurde. Deswegen sind auch recht gehaltvolle Lebensmittel wie zum Beispiel Lachs erlaubt, da die Prämisse zugrunde liegt, dass natürliche Fette nicht halb so schlimm sind, wie immer getan wird, sondern im Gegenteil oft noch gesund. Seit ich mit MB angefangen habe, verbesserten sich viele Beschwerden und Krankheiten, die ich teilweise seit Jahren hatte, und das so schnell, dass es nicht lapidar mit "Gewichtsverlust" erklärt werden kann. ;-) Allergien, der lästige Dauerschnupfen, Bluthochdruck, Insulinresistenz ... ach, da fällt mir ein, ich sollte mal wieder die Uniklinik anrufen und einen Termin ausmachen. Hm, ob ich noch vor November/Dezember, wenn ich wieder auf Fortbildung fort bin, einen bekomme? Wahrscheinlich nicht. Hm. Das ist nun also das Grundgerüst, nach dem ich esse. 3 Mahlzeiten täglich mit mindestens 5 Stunden Pause dazwischen. Selbst in meiner Schwankungsphase, die ja nun nicht zwangsläufig zu Ende sein muss, ne, da muss ich schon noch aufpassen, habe ich mich größtenteils an diese Regeln gehalten. Gut, Abends gab es immer diese unschönen Ausrutscher, aber den Rest des Tages hat mein Plan wirklich als eine Art kleine Stütze fungiert und – vielleicht – Schlimmeres aufgeschoben. Hoffen wir mal, dass es ab jetzt wieder bergauf geht. ... bergauf ist schließlich auch in Hinsicht auf den Trainingseffekt besser, nicht? ;-)

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