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Konsequenz aus Oscar-Panne: Handy-Verbot bei künftigen Verleihungen

Nach dem Patzer mit vertauschten Umschlägen bei der diesjährigen Oscar-Verleihung hat die Filmakademie einige Änderungen beschlossen. So sollen unter anderem Handys im Backstage-Bereich verboten werden.

Laudator Warren Beatty bei der Oscarverleihung 2017

Laudator Warren Beatty bei der Oscarverleihung 2017. Dort war zunächst "La La Land" statt "Moonlight" zum besten Film gekürt worden.

Die Oscar-Akademie hat Konsequenzen aus der Panne bei der diesjährigen Preisverleihung gezogen: Zwar darf die Wirtschaftsprüfungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) weiterhin die Abstimmung über die Preise auswerten und die Gewinner-Umschläge aushändigen - neue Regeln wie ein Handy-Verbot hinter der Bühne sollen aber eine erneute Verwechslung der Preisträger verhindern.

Nach gründlicher Überprüfung habe der Vorstand beschlossen, die Zusammenarbeit mit PwC fortzusetzen, erklärte Akademie-Präsidentin Cheryl Boone Isaacs in einem Schreiben, das unter anderem die "Los Angeles Times" veröffentlichte. Boone Isaacs kündigte zugleich eine Reihe neuer Vorschriften an: Demnach soll ein dritter Mitarbeiter, der die Gewinner kennt, bei der Preisverleihung dabei sein.

Handys im Backstage-Bereich werden verboten

Zudem sollen elektronische Geräte wie Handys im Backstage-Bereich verboten werden. Denn in diesem Jahr hatte einer der beiden zuständigen PwC-Mitarbeiter, Brian Cullinan, ein Foto mit Preisträgerin Emma Stone getwittert, bevor er den Laudatoren den falschen Umschlag übergeben und damit das Debakel ausgelöst hatte. Außerdem solle es "Verbesserungen bei der Überprüfung der Umschlag-Kategorien auf der Bühne" geben.

Bei der Oscar-Verleihung im Februar wurde wegen des vertauschten Umschlags fälschlicherweise "La La Land" als bester Film ausgerufen, obwohl der Preis für "Moonlight" bestimmt war. Die Panne fiel erst auf, als die "La La Land"-Macher bereits auf der Bühne ihre Dankesreden hielten. zählt seit 83 Jahren die Stimmen der Mitglieder der Oscar-Akademie aus, die über die Preisvergabe entscheiden.

Cullinan und Ruiz dürfen nicht mehr zu den Oscars

Cullinan und seine Kollegin Martha Ruiz wurden persönlich für die Panne verantwortlich gemacht und von weiteren Oscar-Verleihungen ausgeschlossen. Boone erklärte, die Akademie bleibe bei ihrer Einschätzung, dass das Verhalten der PwC-Mitarbeiter "inakzeptabel" gewesen sei.

Die mit den Gewinner-Namen gibt es in zweifacher Ausführung, weshalb es möglich war, dass die Laudatoren den Zweit-Umschlag mit dem Namen der besten Schauspielerin Emma Stone in die Hand bekamen. Stone war kurz zuvor für ihre Rolle in "La La Land" geehrt worden.

Warren Beatty, der gemeinsam mit Faye Dunawaye die Laudatio für den besten Film hielt, guckte nach der Öffnung des Umschlags verwirrt, zögerte einige Sekunden und übergab die Karte dann trotzdem an Dunaway. Diese rief "La La Land" als besten Film aus.

jum/AFP

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