Jetzt feiert ihn die ARD: Zum 80. Geburtstag von Mario Adorf ist an diesem Freitag ab 20.15 Uhr der neue TV-Zweiteiler "Der letzte Patriarch" zu sehen - Mit der Nachrichtenagentur dpa sprach Adorf über seine Ähnlichkeit mit Maradona, seine Jungenhaftigkeit und die Enkel.
Adorf: "Diese kleine Kugel? Ich weiß nicht, ob das hätte sein müssen. Fußball ist sowieso nicht ganz mein Sport. Ich habe in meiner Jugend auch gekickt, aber damals, in der ersten Nachkriegszeit, war vor allem Boxen angesagt, als Mittel der Selbstverteidigung, um das wenige, was man so hatte, gegen andere zu schützen. Mein letzter Boxkampf fand übrigens am Tag meiner ersten Theaterpremiere statt, ich habe im Rückwärtsgang geboxt und den Kampf natürlich verloren, denn ich durfte ja keinen Treffer riskieren."
Adorf: "Bin ich das denn? Das weiß ich nicht. Aber die Jungenhaftigkeit muss wohl zu mir gehören, jedenfalls sagen mir das viele nach. Wenn ich jetzt im ARD-Doppelteiler am 10. September "Der letzte Patriarch" bin, so ist das auch nicht nur der autoritäre Sturkopf, sondern er hat durchaus seine verspielten, weichen, jungenhaften Züge."
Adorf: "Indem man auf die Jungen zugeht und sich nicht, wie manche Kollegen, gegen sie abgrenzt. Ich wusste damals in den 60ern: Die Alten sind am Ende, jetzt sind die Jungen dran. Und ich bin auf sie zugegangen, auf Schlöndorff, Hauff, Reitz, Fleischmann, Verhoeven, ich habe gern mit ihnen gearbeitet. Jetzt ist es übrigens genau wieder das gleiche. Jetzt sind die Enkel dran. Die geben sich vorerst mir gegenüber noch etwas zögernd, aber das wird noch kommen."