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Will Smith klotzt intergalaktisch

Will Smith feiert sein fulminantes Comeback und hat die "Men in Black" mitgebracht. Die Premiere des dritten Teils der SciFi-Actionsause hat in Berlin auch gleich noch einen Weltrekord hingelegt.

Von Sophie Albers

Bei "Men in Black" kam es schon immer auf die Größe an - egal ob Alien, Waffe oder die Klappe von <lin kadr="http://www.stern.de/kultur/film/will-smith-90354276t.html">Will Smith. Nach vier Jahren Leinwand-Absenz ist der weltbeste Actionkomiker zurück. Und für die Deutschlandpremiere von "Men in Black 3" in Berlin hat sich wirklich niemand lumpen lassen: Rund 7000 Fans in der O2-World haben am Montagabend einen Weltrekord hingelegt: die größte 3D-Filmpremiere aller Zeiten. So groß und dreidimensional habe er seine Ohren noch nie gesehen, befand dann auch Will Smith, der sehr klein und mit einem immer wiederkehrenden "WOW!" von unten die extra angefertigten 362 Quadratmeter Leinwand bestaunte.

Die Frau an seiner Premieren-Seite im sommerlichen Abendlicht war Pussycat-Doll Nicole Scherzinger in knallengem Lila. Auch wenn der Gang über den roten Teppich deutlich länger dauerte als ihr Auftritt im ganzen Film, sorgte sie für ein bisschen Jennifer-Lopez-Glamour. Regisseur Barry Sonnenfeld ("Schnappt Shorty", "Men in Black") war bester Laune und versprach, nie wieder einen Film ohne Will Smith zu machen. Für die im Film wie auch im wahren Leben wortkarge Kinolegende des coolen Hundes Tommy Lee Jones gab es mit Josh Brolin einen wahrhaft würdigen Vertreter. Brolin ("No Country for old Men", "True Grit") spielt - neben dem echten Jones - den jungen Agenten K und das mit erschreckend präziser Tommy-Lee-Jonesigkeit. "Wäre Agent K ein echter Mensch, würde Josh für dieses Porträt den Oscar kriegen", freute sich Smith.

Monumental aberwitzig

Grund für die Verjüngungskur von Hollywoods berühmtester Gesichtslandschaft ist die Tatsache, dass Alien-Agent J in die Vergangenheit reisen muss, um seinem Partner K das Leben zu retten. Die Inszenierung der Geschichte von einer Regierungsorganisation, die die Aliens in Schach hält, die schon immer unter den Menschen auf der Erde weilen, während die auf den Angriff von oben warten, ist wie immer monumental aberwitzig, brachial laut, gespickt mit den seltsamsten Lebensformen und einfach irre komisch. "Men in Black 3" hält alle Versprechen, die dieses Erfolgs-Franchise (Teil eins und zwei haben gut eine Milliarde Dollar eingespielt) je gegeben hat. Besser geht Popcornkino einfach nicht.

15 Jahre ist es her, dass Will Smith mit "Men in Black" seinen Hollywoodstatus als lustiger Actionheld besiegelt hat. Ausgewählt wurde er übrigens von Regisseur Barry Sonnenfelds Frau. Die soll der Legende nach mit ihrem Mann im Bett das Drehbuch besprochen und am Ende Smith vorgeschlagen haben. Die Rolle des großklappig-smarten Agenten J war für den "Prinzen von Bel-Air" karrierebegründend und -bestimmend. Was folgte, ist Filmstargeschichte: von "Independence Day" bis "Hancock".

Und Smith sah gut aus an diesem Abend in Berlin. Das konnte man vor vier Jahren, als er zuletzt als Schauspieler in die Hauptstadt kam, um das Drama "Sieben Leben" vorzustellen, nicht sagen. Aber nun sei er wieder fit, so Smith, der zwischenzeitlich als Produzent ("Karate Kid") seine megalomanen Brötchen verdient hat. Derzeit arbeitet er an einem neuen Album und einem M.-Night-Shyamalan-Film mit Sohnemann Jaden. "Ich verspreche Ihnen, ich werde so lange die Welt retten, wie meine Knie durchhalten", erklärte der ewig dröhnend laut gut gelaunte 1,90-Meter-Mann.

Kalkofes Fazit

Das schönste Zitat des Abends kam trotzdem von Comedian Oliver Kalkofe: "Wenn man aus dem Kino kommt, macht für kurze Zeit alles plötzlich Sinn." Das sei das Großartige an solchen Filmen. Also: rein ins Kino und endlich verstehen, dass die ganzen Irren um einen herum es einfach nicht besser wissen können, weil sie eben von einem anderen Planeten kommen.

"Men in Black 3" kommt am 24. Mai in die deutschen Kinos.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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