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Ein Weißer spielt Michael Jackson - ist das okay?

Der britische Schauspieler Joseph Fiennes soll in einem Fernsehfilm die verstorbene Popikone Michael Jackson spielen. Das können viele nicht glauben. Fiennes verteidigt sich - seine und Jacksons Hautfarbe seien schließlich sehr ähnlich.

Schauspieler Joseph Fiennes soll Michael Jackson spielen

Schauspieler Joseph Fiennes (r.) soll in einem Fernsehfilm den verstorbenen "King of Pop" Michael Jackson spielen

Als die Academy vor knapp zwei Wochen die Oscar-Nominierungen verkündete, gab es einen Aufschrei: Wie schon im vergangenen Jahr wurden ausschließlich weiße Schauspieler für den begehrten Filmpreis nominiert.#OscarsSoWhite, hieß es erneut. Jada Pinkett Smith kündigte an, die Veranstaltung zu boykottieren, so wütend und enttäuscht war sie. Und nun das: Der verstorbene "King of Pop" Michael Jackson wird in einem Fernsehfilm von dem britischen Schauspieler Joseph Fiennes gespielt. Anders gesagt: Ein Weißer spielt einen Schwarzen. Ist das okay?

Im sozialen Netz lautet die Antwort eindeutig: Nein. Viele können nicht glauben, dass ein Afro-Amerikaner von einem weißen Schauspieler verkörpert werden soll. "Joseph Fiennes kann also Michael Jackson spielen, aber Idris Elba nicht James Bond? Ihr seid doch alle verrückt", schrieb eine Nutzerin auf Twitter.

Michael Jackson im Auto mit Elizabeth Taylor

Der Film, um den es geht, heißt "Elizabeth, Michael und Marlon" und wird vom britischen Sender Sky Arts ausgestrahlt. In der Geschichte geht es darum, dass Elizabeth Taylor, Michael Jackson und Marlon Brando am 11. September 2001 gemeinsam in einem Auto New York verlassen, weil es nach den Terrorangriffen keine Flüge mehr gibt.

Ob es diesen Road Trip wirklich gegeben hat, ist nicht klar. Es handelt sich hierbei um eine Legende, die das Magazin "Vanity Fair" in die Welt gesetzt hat. Auch wann der Film ausgestrahlt werden soll, ist nicht bekannt.

Joseph Fiennes versteht den Unmut der Fans

Schauspieler Fiennes kann die Bedenken der Michael-Jackson-Fans verstehen. In der US-Sendung "Entertainment Tonight" versicherte der 45-Jährige: "Ich bin genauso geschockt, wie ihr es wahrscheinlich seid." 

Die Produktion beschrieb Fiennes als "leichte Komödie, in keiner Weise bösartig, sondern eher liebenswert.""Das Zusammenspiel der drei ist lustig und voller Pathos", sagte er.

Er rechne mit Kritik, sagte er, gleichzeitig denke er aber, dass seine Hautfarbe keine Rolle spielen sollte. Außerdem sei die Hautfarbe des 2009 verstorbenen Musikers durch dessen Pigmentstörung seiner eigenen ähnlich.

Dem entgegnete eine Twitter-Nutzern: "Ralph Fiennes sollte es wirklich besser wissen. Michael Jackson war Afro-Amerikaner TROTZ seiner Hautfarbe."


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