Vielleicht wird diese Frau nie ein Star. Und doch hat man das Gefühl, eine wie Monica Bellucci - jetzt als Kleopatra im Kino - ist wie geboren für große Szenen.

Monica Bellucci als Kleopatra
Von Oliver Link
Sie sagt sie wieder und wieder, diese Sätze, seit Jahren schon. Wie etwa den über ihre Schönheit, die ihr doch im besten Fall höchstens fünf Minuten weiterhelfe. Und dass sie mehr sei als bloß eine schöne Hülle. Und dann ihre tapfere Aussage, sie sei keine Diva, nein, nein!, sie wolle nur versuchen, ihre Arbeit als Schauspielerin gut zu machen. Und egal, in welchem Film Monica Bellucci dann endlich ihren Körper in Großaufnahme zeigt, sie entdeckt in ihrer Rolle zuverlässig intellektuelle Tiefe. So auch diesmal, erstaunlich genug, in Kleopatra, die sie in der französischen Klamotte »Asterix & Obelix: Mission Kleopatra« spielt.
Diese Person, erklärt die seit Jahren in Paris lebende Italienerin dann in akzentfreiem Französisch und fährt sich dabei ein ums andere Mal durchs schwarze lange Haar, diese Person also repräsentiere für sie weibliche Macht, Feminität, Schönheit, Intelligenz; wenn man die Menschheitsgeschichte betrachte, finde man nicht sehr viele Frauen in derart mächtigen Positionen. Doch, sie redet so. Genau so.
Ob sie tatsächlich vom selben Film spricht? Diesem monumentalen »Schuh des Manitu« auf Französisch, der sich aber dadurch unterscheidet, dass er schlechtere Gags, aber das Vielfache gekostet hat? Monica Bellucci sagt, sie müsse verschiedene Genres ausprobieren, diesmal eben eine Komödie. Gerade hat sie in einem Historien-Thriller mitgespielt, »Pakt der Wölfe«, davor im Drama »Malèna«. Na also, das seien doch alles verschiedene Rollen gewesen ...