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Whitney Houston und ein letzter Gänsehautmoment

Kurz vor ihrem Tod im Februar beendete Popdiva Whitney Houston die Dreharbeiten zu dem Drama "Sparkle". Das kommt nun in die Kinos - und weist traurige Parallelen zu Houstons Leben auf.

  Jordin Sparks und Whitney Houston im Drama "Sparkle"

Jordin Sparks und Whitney Houston im Drama "Sparkle"

Bis kurz vor ihrem tragischen Tod im Februar stand Popdiva Whitney Houston noch vor der Kamera. "Sparkle" hatte das Comeback der Sängerin werden sollen - doch kurz nach den Dreharbeiten war sie tot. Ertrunken in einer Badewanne in einem Hotel in Beverly Hills, mit gerade einmal 48 Jahren. Neun Monate nach dem tragischen Tod der Popdiva kommt "Sparkle" nun in die deutschen Kinos. Das Musik-Drama "Sparkle" handelt in trauriger Parallelität vom Drogen-Absturz einer begabten Sängerin.

Popdiva mit Lockenwicklern: In ihrer ersten Szene erscheint Whitney Houston mit Wicklern im Haar und Bademantel auf der Leinwand. Sie spielt eine gealterte Mutter dreier Töchter, streng-brave Kirchgängerin, rundlich, mit Falten und rötlich getöntem Haar. Houston ist in dem Film nicht mehr die verführerisch-unwiderstehliche Schönheit aus der Kino-Romanze "Bodyguard" - sie wirkt gereift und die Charakterrolle steht ihr.

Der Film über die steinige Musikkarriere dreier Schwestern in der US-Metropole Detroit in den späten 60er Jahren wird wohl für immer untrennbar mit dem Tod seiner Darstellerin und Produzentin verbunden sein. Wer weiß, ob er ohne sie und die tragischen Umstände überhaupt in die Kinos der Welt gekommen wäre, denn "Sparkle" ist nicht viel mehr als ein solider Fernsehfilm. Die große Leinwand braucht er nicht.

Houstons letzter großer Gesangsauftritt

Sparkle ("American Idol"-Gewinnerin Jordin Sparks), Sister (Carmen Ejogo) und Dolores (Tika Sumpter) sind drei romantisch-verträumte Schwestern, die unter ihrer strengen Mutter Emma (Whitney Houston) und ihrem langweiligen Alltagsleben leiden. Sparkle will Songs schreiben, Dolores groß rauskommen und Sister ist bei allem dabei, also singen sich die drei als "Sister and her Sisters" heimlich durch die Musikclubs von Detroit, der Heimatstadt des legendären Motown-Musiklabels.

Schließlich werden sie von einer Plattenfirma entdeckt, aber der Drogen-Absturz von Dolores, die einen gewalttätigen Mann geheiratet hat, verhindert die Karriere des Trios. Die Parallelen zu Houstons eigener Karriere, die von Drogen und Gewalt in der Ehe mit dem Sänger Bobby Brown immer wieder überschattet worden war, sind markant. Wenn sie als Mutter im Film ihre Töchter vor einer Karriere im harten Musik-Business warnt, wirkt das nach ihrem frühen Tod äußerst tragisch.

Sparkle aber gibt nicht auf. Sie versucht es solo und wartet tagelang vor dem Büro eines Musikproduzenten, bis sie eine zweite Chance bekommt. Die erst 22 Jahre alte TV-Talentshow-Gewinnerin Jordin Sparks überzeugt als Sparkle sowohl mit ihrer Stimme als auch mit ihrer Schauspielkunst.

Aber auch die legendäre Diva Whitney Houston, die die mütterliche Charakterrolle gut, aber unglamourös spielt, hat in ihrem letzten Film dann doch noch einen großen Gesangs-Auftritt. Im lilafarbenen Kleid schmettert sie vor der Kirchengemeinde das Gospel-Lied "His Eye is on the Sparrow", mit ihrer kraftvollen Stimme, die genauso klingt wie früher. Und da ist er wieder, der altvertraute Whitney-Houston-Gänsehaut-Moment. Nur stimmt er diesmal ein wenig traurig.

Von Christina Horsten, DPA/DPA

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