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Wenn es dauert, bis die Entscheidung endlich gefallen ist, wenn alles auf die Live-Berichterstattung ankommt, dann könnte dies die große Stunde des Fernsehens sein. Aber wie war es denn nun am Sonntag der Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen?
Bertolt Brecht gehört zu den bedeutendsten deutschen Dramatikern. Daneben war sein Leben von der Flucht ins Exil, seiner Begeisterung für den Kommunismus - und von zahlreichen Frauengeschichten geprägt.
Vor einem Jahr brach der Krieg zwischen Russland und Georgien aus. Nun klärt die EU, wer diese Eskalation verschuldete. Fest steht: Vielen Georgiern hat der Konflikt dauerhaftes Leid gebracht. Andreas Albes hat Menschen besucht, deren Bilder damals die Welt bewegten.
... (Mutter Courage) wird Gilberte Crovisier auch genannt. Denn seit 14 Jahren, seit dem grausamen Massaker an ihrer Tochter, ihrem Schwiegersohn und deren beiden Kindern, kämpft sie für Gerechtigkeit. Ein Feldzug, von dem sie uns jungen Journalisten vergangene Woche erzählt hat. "Am 23 September 1996 um 9.15 h (als die Polizei mit einem Bagger das Grundstück meines Schwiegersohns durchwühlt), trennt man den Körper meiner Enkelin Donattela in der Mitte durch", sagt Gilberte Crovisier, 57, mit bemerkenswert ruhiger Stimme. "Kurze Zeit später stoßen die Beamten auf meinen Enkel, der unter meiner Tochter vergraben ist. Beiden wurde zuvor der Schädel eingeschlagen. Daneben : mein Schwiegersohn mit durchgeschnittener Kehle." Dieses Ereignis ist der traurige Höhepunkt der verzweifelten Suche einer Mutter dreier Kinder, von denen eins, Stéphanie, mit 21 Jahren durch die Machete Edgar Boulais abgeschlachtet wurde. In der Nacht vom 16. auf den 17. September 1995 löschte dieser Freund der Familie und Patenonkel der kleinen Donattela die gesamte Familie aus. "Und das alles, um sich mit seiner Geliebten, der Ärztin B., in deren Haus einzurichten", so Crovisier. "Nach dem Massaker hat er uns dann zum Narren gehalten", sagt sie erhitzt über den Mörder ihrer Tochter- und findet sofort zurück zu dem sachlichen Tonfall eines Beamten : Um deren Verschwinden zu vertuschen, habe Boulai erst behauptet, dass die Familie wegen einer Drogen-Affäre untergetaucht sei, dann, dass Stéphanie sich mit ihrer kleinen Familie einer Sekte angeschlossen habe. "Aber man kennt doch seine Kinder !", meint Crovisier, die keine der Versionen Boulais geglaubt, sondern auf eigene Faust nach ihren Angehörigen gesucht hat. Denn ihre verzweifelten Appelle an die Polizei fruchteten erst nach neun Monaten, als die Beamten endlich mit den offiziellen Ermittlungen begannen. Heute, 14 Jahre später, erleben wir die U-Bahn-Angestellte als Rechts-Spezialistin, die sich zeitweise sogar selbst vor Gericht vertreten hat: Sie jongliert mit Worten wie "Schwurgericht" und "Disjunktion des Sachverhalts", kennt alle Details ihrer Akte auswendig. Und während sie diese vor uns darlegt, rutscht sie nur zeitweise aus ihrer sonst so sachlichen Präsentation – zum Beispiel, als sie von dem Tag erzählt, als ihr Sohn Christophe, ein Rugby-Spieler, dem Mörder seiner Schwester in einem Moment polizeilicher Unachtsamkeit seine Faust auf die Nase gehauen hat, mitten im Gerichtssaal. "Das hat ihm bestimmt gut getan – und mir auch !" stößt Crovisier mit einem Glucksen hervor. Boulai wurde im Juni 2000 zu lebenslänglich verurteilt, befindet sich hinter Gittern. Aber Crovisier überwacht ihn aus der Ferne : "Ich habe Augen und Ohren im Gefängnis", sagt sie geheimnisvoll. Und auch offiziell wird sie über seinen Aufenthaltsort informiert – einerseits durch die 1,5 Euro Entschädigung, die ihr jeden Monat aus seinem Gefängnis überwiesen werden ; andererseits durch Opferverbände, die sie auf dem Laufenden halten über den Zeitpunkt, an dem der Mörder ihrer Tochter wieder auf freien Fuß kommt. Dass Letzteres jedoch tatsächlich passiert, hält Crovisier für unwahrscheinlich : "Er hat die Tat nie gestanden, und das ist schließlich die Conditio sine qua non für seine Freilassung", sagt sie. Der jahrelange juristische Kampf hat Spuren hinterlassen bei Crovisier : Seit 14 Jahren nimmt sie Anti-Depressiva, um "nicht dauernd eine Tränen-Maschine zu sein". Ihre Zielstrebigkeit hat sie deswegen nicht verloren : Zusammen mit Freunden bereitet sie gerade ihre Klage vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vor. Die richtet sich gegen das Land Frankreich und lautet auf Fehler im Rechtssystem. L. Version française
Ferndiagnosen zum Liebesleid des Ehepaars Ferres wollen wir nicht anstellen. Aber auch die Wahl der Rollen sagt etwas aus über den Menschen Veronica Ferres. Ein Streifzug durch ihre Filmfiguren - von der ländlich-naiven Muse bis zum kuhäugigen Muttertier.
Mutter kann toll schauspielern, Tochter auch. Die Thalbachs sind in der Theaterszene fest verwurzelt. Im Interview sprechen Katharina und Anna Thalbach über Entfremdung, Wiederannäherung und ihre gegenseitige Bewunderung. Doch eine Mutter wäre keine Mutter, gäbe es da nicht doch etwas am Kind auszusetzen.
Für Eva Pflug war die Kult-Serie "Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion" Fluch und Segen zugleich. Millionen von Zuschauern fieberten mit ihr, wenn sie als attraktive, selbstbewusste Agentin durch die galaktischen Weiten düste. Am Mittwoch wurde die Schauspielerin tot in ihrer Münchner Wohnung gefunden.
Der sechste Tag der Berlinale: Pinkeln mit Panoramablick über Berlin, schlechte Musik auf Doris Dörries Premieren-Party und der unvermeidliche Jürgen Vogel. stern.de-Autor Matthias Schmidt schreibt sein Berlinale-Tagebuch über verpasste Vorstellungen und Kollegen mit Keuchhusten.
Isadora Duncan wurde die Kombination aus Stola und Automobil zum Verhängnis, Prinzessin Dianas tragisches Ende im Mercedes Benz ihres Liebhabers bewegte die Welt, und als James Dean seinen Porsche zerbröselte, weinten ganze Heerscharen. Wenn Promis crashen, hält die Welt den Atem an.
Ein großer Theaterregisseur und Autor ist tot: George Tabori starb nach kurzer Krankheit im Alter von 93 Jahren am Montag in Berlin. Er schrieb nicht nur Bühnenstücke, sondern auch Drehbücher für Alfred Hitchcock in Hollywood.
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