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Falscher Film: Selbst die Stars waren komplett verwirrt

In 88 Jahren wurde in den wichtigen Kategorien noch nie ein falscher Gewinner ausgerufen - jetzt ist es passiert: Faye Dunaway und Warren Beatty kürten den falschen Film zum Oscar-Sieger. Alles zur größten Panne in der Geschichte der Verleihung.

Oscar Falscher Gewinner

Das Team von "La La Land", dachte, es habe gewonnen

Da standen sie auf der Bühne, die Macher von "La La Land" und hielten den Oscar für den besten Film in den Händen. Es ist traditionell die letzte und wichtigste Kategorie, die vergeben wird. Der Produzent Jordan Horowitz hatte gerade seine Dankesrede beendet, als hinter ihm Unruhe ausbrach. Emma Stone sprach verwirrt mit ihrem Nebenmann, plötzlich kamen immer mehr Leute auf die Bühne. Horowitz drehte sich um, merkte, was los war und sagte nur: "'Moonlight' hat gewonnen". Bitte was?

Es war der größte Fauxpas in der Geschichte der Oscar-Verleihung. Noch nie wurde in so einer wichtigen Kategorie der falsche Sieger genannt. Aber genau das ist passiert: Statt Damien Chazelles Musical, ist Drama "Moonlight" der eigentliche Sieger. 

Verwirrung auf allen Seiten: Wie kam es zur der Verwechslung?

Kurz dachte man, Horowitz wolle den Preis nicht annehmen und stattdessen die häufige Nicht-Würdigung schwarzer Künstler anprangern  - ähnlich wie Adele es kürzlich bei den Grammys zugunsten von Béyonce getan hat. Doch es handelte sich schlicht um eine . "Das ist kein Witz", sagte Horowitz und hielt die Karte mit dem richtigen Gewinner in die Kamera. 

, der gemeinsam mit Faye Dunaway den falschen Sieger verkündet hatte, versuchte, die Situation zu erklären. "Auf dem Zettel stand 'Emma Stone/La La Land' - deshalb habe ich so lange gezögert. Ich wollte gar nicht lustig sein", sagter er. Der Preis für die beste Schauspielerin war wenige Minuten zuvor verliehen worden. Beatty und Dunway hatten dann das Verkünden hinausgezögert, was für Lacher im Publikum sorgte. Dunaway nahm schließlich den Zettel und las nur den Filmtitel vor. 

Emma Stone weiß nicht, wovon Warren Beatty spricht

"Ich weiß nicht, was passiert ist, ich hatte meinen 'Beste Schauspielerin'-Zettel die ganze Zeit in der Hand", sagte Emma Stone hinterher im Pressezentrum laut amerikanischen Medien. Gab es wirklich zwei Umschläge?

Laut "USA Today" habe der Sachverständige von PriceWaterhouseCoopers backstage gerufen, dass Beatty den falschen Umschlag mitgenommen habe. Auch "Moonlight" Regisseur Barry Jenkins spricht von mehreren Zetteln. "Sowas passiert. Ich hab aber zwei Zettel gesehen", sagte er nach der Verleihung. Und freute sich trotzdem - obwohl er und sein Team durch die Panne gar nicht richtig aufgerufen wurden. "Es ist schade, dass es so passiert ist. Aber wir haben verdammt nochmal für den besten Film gewonnen", sagte er.

Und auch Verliererin Emma Stone fand etwas Gutes an der unglücklichen Situation: "War das der verrückteste Oscar-Moment aller Zeiten? Cool", kommentierte die frisch-gebackene Oscar-Gewinnerin. 


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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo