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Stern Logo Acadamy Awards - Die Oscar-Verleihung

Berliner Regisseur bekommt Oscar

Ein Oscar geht nach Deutschland. Nicht "Der Baader Meinhof Komplex" hat das Rennen gemacht, sondern ein Kurzfilm. Für seine 14-minütige Produktion "Spielzeugland" wurde der Berliner Regisseur Jochen Alexander Freydank ausgezeichnet.

Die Oscar-Nominierung war schon mehr, als sich Jochen Alexander Freydank je erträumt hatte. Den Oscar selbst bezeichnete der Berliner Regisseur wenige Tage vor der Verleihung in Hollywood noch als das I-Tüpfelchen auf dem Sahnehäubchen. In der Nacht zum Montag erhielt sein Kurzfilm "Spielzeugland" nun dieses I- Tüpfelchen, den begehrtesten Filmpreis der Welt. Vier Jahre hatte er an der 14-minütigen Produktion gearbeitet.

Dabei war der am 15. September 1967 in Berlin geborene und in der DDR aufgewachsene Freydank mehrfach von Filmhochschulen abgelehnt worden. Beirren ließ er sich davon nicht. Er begann seine Karriere als Cutter, arbeitete jahrelang als Regieassistent für Film und Fernsehen. Er schrieb Drehbücher (zum Beispiel für den "Polizeiruf 110" oder "Dr. Sommerfeld - Neues vom Bülowbogen") und führte Regie bei Off-Theaterstücken sowie bei Werbe- und Kurzfilmen. 1999 gründete Freydank seine eigene Firma, um seine Projekte realisieren zu können. "Ich bin Regisseur", betont er, wenn er nach seinem Beruf gefragt wird.

2002/2003 drehte er eine kleine politische Satire mit dem Titel "Dienst" über einen Wachmann. "Eine schwarze Komödie, wie ich überhaupt zum schwarzen Humor neige", sagt Freydank. Jetzt plant er seinen ersten "richtigen" 90-Minuten-Kinofilm, über den er aber noch nicht sprechen will. Im Internet kündigt seine Firma den Spielfilm "Der Bau" an, nach einer Erzählung von Franz Kafka.

Die Lüge einer Mutter im Dritten Reich

In "Spielzeugland" geht es um eine Mutter, die ihrem Sohn während des Zweiten Weltkrieges verschweigt, dass die jüdischen Nachbarn in KZs deportiert werden. Stattdessen erzählt sie, dass die Familien in eine Art Freizeitpark reisen. Der Film hat nach Angaben der Berliner Lottmann PR-Agentur bereits 18 nationale und internationale Preise erhalten. Der Oscar sei nun der bisher größte Erfolg.

In einem Zeitungsinterview hatte Freydank erzählt, dass ihm die Idee zu "Spielzeugland" gekommen sei, als er selbst seinem kleinen Sohn mal wieder eine Notlüge aufgetischt hatte, um die grausamen Bilder aus den Nachrichten zu erklären.

DPA/DPA

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Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo