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Stern Logo Acadamy Awards - Die Oscar-Verleihung

Deutscher Triumph bei den Oscars

Der deutsche Film "Das Leben der Anderen" hat den Oscar für den besten nicht-englischsprachiger Film erhalten. Als beste Hauptdarsteller wurden Helen Mirren und Forest Whitaker geehrt. Auch Martin Scorsese kam zu seinem ersten Oscar. Sein Film "The Departed" wurde zudem als bester Film ausgezeichnet.

Martin Scorsese ist der große Oscar-Gewinner. Sein fünf Mal nominiertes Gangsterdrama "Departed - Unter Feinden" gewann bei der 79. Verleihung in Los Angeles vier Oscars, vor allem in den Hauptkategorien "Bester Film" und "Beste Regie". Auch die deutschen Hoffnungen haben sich erfüllt: Florian Henckel von Donnersmarck nahm für das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" den Oscar für den besten fremdsprachigen Film entgegen. Als letzter deutscher Film hatte 2003 "Nirgendwo in Afrika" von Caroline Link den Oscar gewonnen.

Scorsese war der hohe Favorit und hat 26 Jahre auf seinen ersten Oscar warten müssen. 1981 wurde der Regisseur aus New York zum ersten Mal für das Boxerdrama "Raging Bull" nominiert - es folgten sieben weitere Nominierungen. Als Sieger erhielt der 64-Jährige jetzt begeisterte Standing Ovations vom Publikum im Kodak Theater. "Departed - Unter Feinden" schlug den als Favoriten gehandelten Film "Babel", Clint Eastwoods Antikriegsfilm "Letters From Iwo Jima", "Die Queen" und die Komödie "Little Miss Sunshine".

2005 gewann Eastwood das Duell

2005 hatten Scorsese und Eastwood ebenfalls in den Hauptkategorien "Bester Film" und "Beste Regie" konkurriert. Damals hatte jeweils Clint Eastwood mit "Million Dollar Baby" Scorseses Howard-Hughes-Biografie "The Aviator" überrundet. Eastwoods auf Japanisch gedrehter Film "Letters From Iwo Jima" konnte nur den Oscar für den besten Tonschnitt verbuchen. An "Departed - Unter Feinden" gingen auch die Oscars für das beste adaptierte Drehbuch (Autor William Monahan) und für den besten Schnitt (Cutterin Thelma Schoonmaker).

Den Oscar als bester Schauspieler erhielt der 45-jährige Amerikaner Forest Whitaker für die Darstellung des ugandischen Diktators Idi Amin in "Der letzte König von Schottland". Seine Konkurrenten waren Leonardo DiCaprio aus "Blood Diamond", Ryan Gosling aus "Half Nelson", "Will Smith" aus "The Pursuit of Happyness" und Peter O’Toole aus "Venus". Den Oscar für die beste Schauspielerin gewann wie allgemein erwartet die Britin Helen Mirren für ihre Darstellung von Königin Elizabeth II. in "Die Queen". Im Rennen waren auch Meryl Streep mit ihrer 14. Nominierug für "Der Teufel trägt Prada", Penélope Cruz ("Volver"), Judi Dench ("Tagebuch eines Skandals") und Kate Winslet ("Little Children"). Auch der Oscar für die beste Nebendarstellerin Jennifer Hudson im Musical "Dreamgirls" war keine Überraschung. Als bester Schauspieler in einer Nebenrolle gewann der 72-jährige Amerikaner Alan Arkin in der Komödie "Little Miss Sunshine", die außerdem für das beste Original-Drehbuch (Michael Arndt) ausgezeichnet wurde.

"Dreamgirls" enttäuscht

"Dreamgirls" war mit den meisten, nämlich acht Nominierungen ins Rennen gegangen, gleich drei Mal für den besten Filmsong. In dieser Kategorie entschieden sich die Mitglieder der amerikanischen Filmakademie jedoch für "I Need to Wake Up" von Melissa Etheridge aus dem Film "Eine unbequeme Wahrheit". "Dreamgirls" hatte wegen der Auszeichnung mit drei Golden Globes als ein Favorit gegolten, konnte aber nur noch in der Kategorie "Beste Tonmischung" einen weiteren Oscar verbuchen.

Für den deutschen Autor und Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck ging ein Traum in Erfüllung. Schauspielerin Cate Blanchett überreichte ihm den Oscar für seinen ersten Spielfilm überhaupt. "Das Leben der Anderen" wurde bereits mit dem Europäischen und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Mit dem 33-jährigen Donnersmarck freuten sich bei der Oscar-Verleihung seine Ehefrau sowie die Hauptdarsteller Sebastian Koch und Ulrich Mühe. Martina Gedeck hatte in letzter Minute noch eine Karte zur Verleihung bekommen, war aber nicht dabei.

Als schärfster Konkurrent für den deutschen Film "Das Leben der Anderen" galt der mexikanische Horror-Märchen-Film "Pans Labyrinth". Dieser wurde mit drei Oscars ausgezeichnet, für die beste Kamera (Guillermo Navarro), beste Ausstattung und beste Maske. Die Trophäe für den besten Animationsfilm ging an die tanzenden Pinguine in "Happy Feet", die "Cars" und "Monster House" schlugen. Der zweite Oscar für den Dokumentarfilm "An Inconvenient Truth" ("Eine unbequeme Wahrheit") über die Klimagefahren ging an den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore - in der Kategorie "Bestes Dokumentar-Feature". In der Kategorie "Bester kurzer Realfilm" gewann der Beitrag "West Bank Story", und der Oscar für den besten kurzen Trickfilm ging an die Produktion "The Danish Poet". Den Oscar für die beste Filmmusik erhielt Gustavo Santaolalla für "The Good German" von Steven Soderbergh. Der italienische Komponist Ennio Morricone erhielt bei der Entgegennahme des Ehren-Oscars für sein Lebenswerk Standing Ovations.

Inge Treichel/AP

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