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Stern Logo Acadamy Awards - Die Oscar-Verleihung

Warum Matt Damon der letzte Oscar-Gag erspart blieb

Die Verwirrung um den falschen Gewinner in der Kategorie Bester Film hinderte Oscar-Moderator Jimmy Kimmel daran, seinen letzten Gag des Abends zu machen. Wer involviert sein sollte: Kimmels Lieblingsfeind Matt Damon.

Oscar falscher Gewinner

Entsetzen beim Publikum: Noch nie war in der wohl wichtigsten Kategorie der Oscars - Best Picture - der falsche Sieger verkündet worden. Jimmy Kimmel, der in der zweiten Reihe neben seinem Lieblings-Erzfeind Matt Damon sitzt und sich auf seinen letzten Gag vorbereitete, musste schnell reagieren.

"Mein erster Gedanke war: 'Der Moderator sollte jetzt auf die Bühne gehen und einschreiten'", erinnert sich Oscar-Moderator in der gestrigen Folge seiner US-Talkshow "Jimmy Kimmel Live!" an den Moment, als Schauspielerin Faye Dunaway den Oscar für den besten Film an die falsche Produktion übergab. Kimmel saß zu diesem Zeitpunkt im Publikum und bereitete sich auf seinen Abschluss-Gag vor, als er hörte, wie ein Show-Verantwortlicher hektisch herumlief und davon sprach, dass nicht - wie angenommen - "La La Land" den Preis gewonnen habe, sondern der Film "Moonlight".

"Dann fiel mir ein - ich bin ja der Moderator. Ich muss irgendwas tun", erzählt Kimmel weiter. So schmiss er seinen letzten Joke kurzerhand über Bord, um das Fiasko auf der Bühne zu retten. Dass Kimmel für seinen letzten Gag im Publikum saß, war kein Zufall: Seit über zehn Jahren ist ein bestimmter Prominenter Kimmels Lieblingsopfer in Sachen Gags: Matt Damon.  

Jimmy Kimmel und Matt Damon: Chronik einer freundlichen Feindschaft

Seinen Ursprung findet der "Damon-Kimmel-Streit" im Jahr 2005, als Kimmel seine Talkshow spontan mit den Worten: "Ich möchte mich bei Matt Damon entschuldigen, wir haben jetzt leider keine Zeit mehr für seinen Auftritt. Wir holen ihn irgendwann nach", beendete. Damon war an diesem Abend nicht wirklich in der Sendung gewesen, Kimmel hatte sich den Gag spontan überlegt und Damon war zufällig der erste Superstar gewesen, der Kimmel eingefallen war. Der Witz kam jedoch so gut an, dass der Talkshow-Moderator ihn fortan am Ende jeder Folge machte: Die "Damon-Kimmel-Fehde" war geboren.  

 Als Matt Damon ein Jahr später tatsächlich zur Show eingeladen wurde, sagte Kimmel den Auftritt kurz vorher wieder spontan ab und die beiden prügelten sich auf der Bühne - und so ging das Spiel immer weiter. Der neueste Coup zwischen dem Schauspieler und dem Moderator ist ein Vaterschaftsstreit um das - tatsächliche - ungeborene Kind von Kimmels – tatsächlicher – Ehefrau Molly McNearney. Anfang des Monats zeigte Kimmel einen pseudo-dokumentarischen Film in seiner Sendung, in dem Matt Damon in die Untersuchung McNearneys beim Gynäkologen hereinplatzt, die er selbst, Kimmel, gerade aufnimmt. 

Kimmel stichelt auch während der Oscarverleihung gegen Damon

Auch während der gestrigen Oscar-Verleihung ließ es sich Jimmy Kimmel nicht nehmen, gegen seinen "Erzfeind" zu sticheln: Als Damon gemeinsam mit seinem Freund Ben Affleck für eine Laudatio auf die die Bühne kam, wurde Damon lediglich als Afflecks "Gast" angekündigt. Während der eigentlichen Laudatio versuchte Kimmel den Schauspieler dann außerdem mit lauter Musik zu übertönen. 

Am Ende der Show war schließlich noch ein Gag auf Kosten Matt Damons geplant, der dann jedoch aufgrund des "Envelopegates" ausfallen musste. Kimmel holte deshalb kurzerhand in seiner eigenen Show zum Nachschlag aus und erklärte seinen Zuschauern: "Ich weiß, dass es gestern viel Verwirrung darüber gab, wer nun den Preis für den besten Film gewonnen hat. Welcher Film das jetzt auch immer gewesen ist - die gute Nachricht ist: Matt Damon hat nichts gewonnen." 

lis

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo