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Stern Logo Acadamy Awards - Die Oscar-Verleihung

Showdown in Hollywood

Am Abend werden in Los Angeles zum 79. Mal die Oscars vergeben. Zu den Favoriten gehören unter anderem der Mafia-Thriller "Departed - Unter Feinden" und das Globalisierungs-Drama "Babel". Die deutschen Hoffnungen ruhen auf Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama "Das Leben der Anderen".

Heute Abend werden in Hollywood zum 79. Mal die Oscars vergeben. Nach dem Defilee der Stars auf dem Roten Teppich beginnt die Gala der amerikanischen Filmkunst-Akademie um 2.00 Uhr nachts mitteleuropäischer Zeit.

Zu den Favoriten für die Auszeichnung als beste Produktion des Jahres gehören unter anderem der Mafia-Thriller "Departed - Unter Feinden" von Martin Scorsese und das Globalisierungs-Drama "Babel" in der Regie des Mexikaners Alejandro Gonzàlez Iñàrritu. Scorsese, inzwischen 64 Jahre alt, könnte im sechsten Anlauf endlich erstmals einen Regie-Oscar gewinnen.

Rückenwind vor der Oscar-Verleihung

Die deutschen Hoffnungen ruhen in diesem Jahr auf Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck und seinem Stasi-Drama "Das Leben der Anderen", das bisher schon mit dem Deutschen und dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet worden ist. Einen Tag vor der Vergabe gab es nochmal Rückenwind für den 33-Jährigen und seinen Debütfilm: Bei der Vergabe der Independent Spirit Awards im kalifornischen Santa Monica wurde "Das Leben der Anderen" zum besten ausländischen Film gekürt. Damit setzte sich der 33 Jahre alte Regisseur unter anderem gegen den algerisch-französischen Film "Days of Glory" (Indigenes) durch, der auch um einen Oscar konkurriert.

Mit acht Nominierungen geht der Musikfilm "Dreamgirls" rein rechnerisch als Topp-Favorit ins Oscar-Rennen. "Dreamgirls" handelt, vom Aufstieg und Fall schwarzer Soulsängerinnen in den 60er Jahren. So können Jennifer Hudson, Eddie Murphy und drei Songschreiber unter anderem auf einen Oscar hoffen. In der "Königskategorie" bester Film wurde das Musical aber übergangen. "Babel" liegt mit sieben Nominierungen an zweiter Stelle der Oscar-Nominierungen.

Französischer Filmpreis für "Little Miss Sunshine"

Im Kampf um den Oscar für den besten Film sind auch dabei Clint Eastwoods Kriegsdrama "Letters from Iwo Jima", "The Queen" von Stephen Frears und der Independent-Hit "Little Miss Sunshine". Die US-Komödie sahnte bei den Independent Spirit Awards den Preis als bester Film ab und wurde am selben Tag in Paris mit dem französischen Filmpreis ausgezeichnet.

Im Oscar-Rennen als bester Hauptdarsteller konkurrieren Leonardo DiCaprio ("Blood Diamond"), Ryan Gosling ("Half Nelson"), Peter O’Toole ("Venus"), Will Smith ("Das Streben nach Glück") und Forest Whitaker ("Der letzte König von Schottland").

In der Kategorie beste Hauptdarstellerin fiebern Penelope Cruz ("Volver"), Judi Dench ("Tagebuch eines Skandals"), Helen Mirren ("The Queen"), Meryl Streep ("Der Teufel trägt Prada") und Kate Winslet ("Little Children") auf die begehrte Trophäe.

Die von der amerikanischen Entertainerin Ellen DeGeneres moderierte Oscar-Show wird weltweit live im Fernsehen übertragen und in Deutschland vom Sender Pro Sieben ausgestrahlt.

DPA/DPA

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo