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Stern Logo Acadamy Awards - Die Oscar-Verleihung

Das süße Leben des deutschen Oscar-Anwärters

Filmemacher Patrick Vollrath geht morgen mit seinem Kurzfilm "Alles wird gut" ins Rennen um den wichtigsten Filmpreis der Welt. Die Oscar-Nominierung bescherte dem Deutschen jede Menge Sponsoren und das Gefühl, wie ein Hollywood-Star zu leben. 

Filmemacher Patrick Vollrath im Vorfeld der Oscar-Verleihung

Filmemacher Patrick Vollrath im Vorfeld der Oscar-Verleihung: Der 31-Jährige ist mit seinem Kurzfilm "Alles wird gut" für den wichtigsten Filmpreis der Welt nominiert

Der deutsche Filmemacher Patrick Vollrath, 31, fühlt sich derzeit ein bisschen wie ein Kind im Süßigkeitenladen. Reizüberflutung pur macht den Alltag des Niedersachsen aus, der seit gut eineinhalb Wochen in Los Angeles weilt und sich auf den bislang größten Moment seiner noch jungen Karriere vorbereitet: die Oscar-Verleihung. Es ist noch gar nicht so lange her, da lebte Vollrath ein sehr bescheidenes Leben als Filmstudent in Wien. Doch seit er von der "Academy" für seinen Film "Alles wird gut" in der Sparte "Live-Action-Kurzfilm" als Anwärter auf den begehrtesten Filmpreis der Welt ins Rennen geschickt wurde, erlebt Vollrath hautnah, wie luxuriös sich das Leben als Oscar nominierter Filmemacher anfühlen kann hier in Hollywood.

Patrick Vollrath wird an allen Ecken und Enden hofiert. Ein deutscher Ferienhaus-Anbieter stellte dem Nachwuchsfilmer und dessen Crew während des Abenteuers "Oscars" für zwei Wochen eine millionenschwere Luxusvilla in den Hollywood Hills kostenlos zur Verfügung. Das als futuristisch beschriebene Anwesen mit fünf Schlafzimmern und vier Bädern wird auf der Webseite des Portals für 2.566 Euro pro Nacht angeboten – komplett mit Pool und Luxusküche. Vollrath bewohnt die Villa mit "Star-Feeling", wie sie auf der Seite des Anbieters beschrieben wird, gemeinsam mit seiner fünfköpfigen Filmcrew, die mit ihm nach L.A. gereist ist. "Filmemachen bedeutet immer Teamwork und an "Alles wird gut" hat ein tolles Team gearbeitet. Umso mehr freue ich mich, dass wir diese aufregende Zeit gemeinsam erleben, miteinander feiern, in den Pool springen und unvergessliche Erinnerungen an die Oscar-Nacht schaffen werden."

Patrick Vollrath hat noch keine Dankesrede verfasst

Auch um sein Outfit für die große Oscar-Nacht musste sich Vollrath keinen großen Kopf machen. Hamburger Designer schneiderten dem Deutschen einen passenden Maßanzug auf den Körper – inklusive eines eingestickten Schriftzugs mit dem Titel seines für den Oscar nominierten Films "Alles wird gut". Rund 500 Euro kostet ein solches Kleidungsstück laut Webseite der Designer. Eine anderer Kleidungsfabrikant stattete Vollrath für alle Veranstaltungen im Vorfeld der Verleihung aus, darunter der Empfang der deutschen Delegation in der Villa Aurora und dem "Luncheon" aller Oscar-Nominierten. Dort konnte der Filmemacher schon mal mit den ganz großen Hollywood-Stars wie Leonardo DiCaprio oder Sylvester Stallone auf Tuchfühlung gehen. "Ich finde den Star-Kult weniger spannend und habe daher auch keinen dieser Schauspieler angesprochen", sagt Vollrath.

Trotz aller Coolness, die der Niedersache ausstrahlt: Kurz vor der Preisverleihung steigt auch bei dem kühlen Norddeutschen so langsam die Spannung. "Wir sind alle im positiven Sinne aufgeregt. Es ist ja wahrscheinlich das einzige Mal, dass man diese Veranstaltung so hautnah erleben kann, daher sauge ich einfach alles auf was passiert". Seine Siegchancen schätzt Vollrath allerdings als eher gering ein, "man muss das realistisch sehen, ich denke nicht, dass wir gewinnen. Aber allein dabei sein zu dürfen und nominiert zu sein, fühlt sich für uns schon an wie ein Sieg". Eine Dankesrede hat der Regisseur daher auch noch nicht geschrieben, "wenn ich tatsächlich gewinnen sollte, muss ich das spontan hinkriegen". 

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