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"Moonlight"-Stars posieren für Calvin Klein

Mahershala Ali und drei seiner Kollegen aus dem Drama "Moonlight" drüfen sich über einen lukrativen Werbevertrag freuen. Sie sind die neuen Testimonials für Calvin Klein Underwear. Und machen dabei eine gute Figur.

Mahershala Ali

Einen Monat vor seinem Oscar-Triumph posierte Schauspieler Mahershala Ali in Los Angeles vor der Kamera von Willy Vanderperre. Der belgische Fotograf lichtete den Star aus dem Drama "Moonlight" für die neue Kampagne von Calvin Klein Underwear ab.

Die Unterwäsche mit den berühmt gewordenen Initialen "CK" gibt es schon seit 35 Jahren. Und stets schaffen es die Macher von Calvin Klein die angesagtesten Persönlichkeiten in ihrer Unterwäsche posieren zu lassen. In den Neunzigern waren es Rapper Marky Mark und Topmodels wie Kate Moss oder Christy Turlington, später dann Fußballer Freddie Ljungberg oder Schauspielerin Eva Mendes. Auch Justin Bieber und Kendall Jenner räkelten sich bereits in Unterwäsche vor der Kamera. Auch in diesem Jahr hat Calvin Klein ein perfektes Timing bewiesen: Die neuen Werbeträger für die Unterwäschelinie sind die Darsteller aus dem oscarprämierten Film "Moonlight". Das Drama von Regisseur Barry Jenkins holte bei der diesjährigen Verleihung drei goldene Statuen, darunter für das beste adaptierte Drehbuch und den besten Film.



Warum die "Moonlight"-Panne nicht der einzige Fauxpas war

Keine Frage, die fälschliche Ehrung des Musical-Films "La La Land" ist an Peinlichkeit nicht zu übertreffen. Was angesichts der Aufregung aber völlig unterging: Die Panne war nicht der einzige Fauxpas bei den diesjährigen Academy Awards in Los Angeles. So wurde in einem Gedenkvideo an die im vergangenen Jahr verstorbenen Menschen aus dem Filmbusiness US-Medienberichten zufolge ein Foto einer lebenden Frau verwendet. Gedacht werden sollte der australischen Kostümdesignerin Janet Patterson, die viermal für einen Oscar nominiert und im vergangenen Oktober gestorben war. Das Bild neben ihrem Namen zeigte aber die Produzentin Jan Chapman, die häufig mit Patterson zusammengearbeitet hat - und lebt. Die Verwechslung habe sie "erschüttert", sagte Chapman dem Branchenmagazin "Variety". "Ich lebe und mir geht es gut und ich bin immer noch aktive Produzentin."

Oscars 2017 - Panne - Moonlight - La La Land

Da war der Oscar futsch: "La La Land"-Produzent Jordan Horowitz (Mitte) stoppt die Show per Handzeichen, nachdem der Fauxpas in der Kategorie "Bester Film" bekannt wurde


Trump will Grund für Oscar-Fauxpas kennen

Wenn nicht er es nicht weiß, wer dann: US-Präsident Donald Trump ist sich sicher, dass die peinliche Verwechslung in der Kategorie "Bester Film" nur passiert ist, weil man sich zu sehr auf die derzeitige US-Politik gestürzt habe. "Ich denke, sie waren so stark auf die Politik fokussiert, dass sie am Ende nicht mehr die Kurve gekriegt haben. Es war ein bisschen traurig", sagte Trump dem rechten US-Portal Breitbart News. Die Verkündung des falschen Siegers habe den Glanz der Oscars geschmälert, fügte Trump hinzu. Er sei selbst mal bei der Verleihung des wichtigsten Filmpreises dabei gewesen. Die Gala am Sonntag habe sich aber nicht glamourös angefühlt: "Etwas ganz Besonderes hat gefehlt, und dann so zu enden, war traurig."

So lustig verarbeitet US-Comedian James Corden die Oscar-Panne

Dass bei den Academy Awards fälschlicherweise zunächst der Musical-Film "La La Land" als "bester Film" ausgezeichnet wurde, obwohl eigentlich "Moonlight" gewonnen hatte, hat TV-Comedian James Corden dazu animiert, den Patzer in seiner US-Sendung "The Late Late Show" musikalisch zu verarbeiten. Das Ergebnis gibt es hier:


Warum Matt Damon die Oscar-Panne freuen dürfte

Auch einen Tag nach den Oscars ist die Verwechslung in der Kategorie "Bester Film" noch immer das bestimmende Thema, wenn es um das wichtigste Event der Filmbranche geht. Für US-Schauspieler Matt Damon hatte der peinliche Fauxpas im Dolby Theatre allerdings etwas Gutes, wie Oscar-Moderator Jimmy Kimmel am Montag in seiner Talkshow "Jimmy Kimmel Live!" verriet. Was es mit seiner Aussage auf sich hat, erfahren Sie hier:

Oscar-Gala lockte weniger Zuschauer vor den TV-Bildschirm

So wenige Menschen wie seit fast zehn Jahren nicht mehr haben die diesjährige Oscar-Gala in den USA live im Fernsehen verfolgt. Rund 32,9 Millionen Menschen sahen sich die vom TV-Sender ABC übertragene Veranstaltung an, berichteten US-Medien unter Berufung auf die Datenerhebungsfirma Nielsen. Weniger Zuschauer habe es zuletzt 2008 gegeben, als 32 Millionen die Gala verfolgten - die niedrigste Zuschauerzahl seit Beginn der Erhebungen 1974. 2016 hatten 34,2 Millionen Menschen zugeschaut. 

Auch in Deutschland bildete sich das Interesse am wichtigsten Filmpreis der Welt gemessen an den Einschaltquoten zurück. Wohnten der Gala im Jahr 2016 nachts noch 550.000 Zuschauer auf ProSieben bei, waren es dieses Jahr während der Live-Übertragung im TV nach Senderangaben 380.000. Nicht eingerechnet ist die immer größer werdende Zahl derer, die die Show nicht im klassischen TV, sondern über mobile Geräte verfolgt haben.


Nach "Moonlight"-Panne: Verantwortliche Firma entschuldigt sich

Die Panne um die Verwechslung des besten Films war der Aufreger der Oscar-Verleihung. Das für die Umschläge verantwortliche Unternehmen PricewaterhouseCoopers hat sich nun für den Fauxpas entschuldigt. Den Laudatoren seien versehentlich die Umschläge für die falsche Kategorie überreicht worden, heißt es in einem Statement der Wirtschaftsprüfer, die seit Jahrzehnten auch für die geheime Zählung und Auswertung der Stimmen bei der Oscar-Abstimmung zuständig sind. "Wir untersuchen derzeit, wie das passieren konnte, und bedauern zutiefst, dass das vorgefallen ist." 

Bei der Kategorie bester Film hatten die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway zunächst "La La Land" als Sieger verkündet, mussten sich dann aber korrigieren. Gewonnen hat der Film "Moonlight".

Diese Stars knöpften sich Donald Trump vor

Anders als im Vorfeld vermutet, kam der umstrittene US-Präsident Donald Trump, was Kritik an seiner Person oder Politik betrifft, bei den diesjährigen Oscars relativ glimpflich davon. Doch nicht jeder der Anwesenden wollte oder konnte sich eine Spitze verkneifen. Inwieweit die Preisverleihung eine politische Komponente hatte, erfahren Sie in folgendem Artikel:


Die wichtigsten Zitate des Abends

"Ich wusste, ich würde diese Show vermasseln."

"Ich gebe mir selbst die Schuld (...) Ich verspreche, ich komme nie wieder"

(Moderator Jimmy Kimmel nach der Verwirrung um die falsche Verkündung des Oscar-Preisträgers in der Kategorie bester Film)

"Ich will auch Präsident Trump danken. Denn erinnert ihr euch noch an letztes Jahr, als alle meinten, die Oscars seien rassistisch?"

"Diese Übertragung wird von Millionen Amerikanern geschaut und in mehr als 225 Ländern - die uns nun alle hassen."

"Was für ein großartiges Jahr für Filme: Schwarze Menschen retteten die NASA und weiße Menschen retteten den Jazz. Das nennt man wohl Fortschritt."

(Jimmy Kimmel zum umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump)

"Wenn du schon Mahershala heißt, wie nennst Du dann dein Kind? Du kannst es ja nicht einfach Amy nennen."

(Jimmy Kimmel zum Gewinner in der Kategorie bester Nebendarsteller, Mahershala Ali)

"Es tut mir leid, dass ich heute Nacht nicht bei Ihnen bin. Meine Abwesenheit geschieht aus Respekt vor den Einwohnern meines Landes und den sechs anderen Ländern, denen durch den unmenschlichen Einreisestopp in die USA Verachtung entgegengebracht wird."

"Wer die Welt in Kategorien von "Wir" und "unsere Feinde" einteilt, schafft Angst."

"Filmemacher können mit ihren Kameras gemeinsame menschliche Qualitäten einfangen und Stereotype über verschiedene Nationalitäten und Religionen aufbrechen. Sie erzeugen Empathie zwischen uns und anderen. Eine Empathie, die wir heute mehr brauchen denn je."

(Statement des Regisseurs Asghar Farhadi, in dem er sein Fernbleiben von der Verleihung begründet)

"Das ist für alle Kinder, die im Regen singen, und für alle Mütter, die sie lassen."

(Komponist Justin Hurwitz nach dem Sieg in der Kategorie bester Song) 

Die Oscars 2017 im Schnell-Check

Sie haben die Oscar-Verleihung verpasst oder hatten schlichtweg keine Lust, sich die Nacht um die Ohren zu hauen? Kein Problem. stern-Redakteurin Sarah Stendel hat die wichtigsten Infos zu den 89. Academy Awards kompakt für Sie zusammengefasst:

Wie es zur "Moonlight"-Panne kam

So eine schwere Panne hat es bei einer Oscar-Verleihung in 89 Jahren wohl noch nicht gegeben: Das Musical "La La Land" wird als bester Film ausgerufen. Doch dann die Korrektur: Das Drama "Moonlight" hat gewonnen. Was da los war, erfahren Sie hier:


Alle Gewinner der 89. Oscar-Verleihung im Überblick

Die 89. Oscar-Verleihung ist Geschichte. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden die begehrten Goldjungen an die Gewinner in insgesamt 24 Kategorien verteilt. Diese Stars, Filme und Co. durften sich in Los Angeles freuen:

  • Bester Film: "Moonlight" (Regie: Barry Jenkins)
  • Regie: Damien Chazelle für "La La Land"
  • Hauptdarsteller: Casey Affleck für "Manchester by the Sea"
  • Hauptdarstellerin: Emma Stone für "La La Land"
  • Nebendarstellerin: Viola Davis für "Fences"
  • Nebendarsteller: Mahershala Ali für "Moonlight"
  • Nicht-englischsprachiger Film: "The Salesman" (Regie: Asghar
  • Kamera: Linus Sandgren für "La La Land"
  • Original-Drehbuch: Kenneth Lonergan für "Manchester by the Sea"
  • Adaptiertes Drehbuch: Barry Jenkins für "Moonlight" nach einer Geschichte von Tarell Alvin McCraney
  • Schnitt: John Gilbert für "Hacksaw Ridge"
  • Filmmusik: "La La Land" von Justin Hurwitz
  • Filmsong: "City of Stars" aus dem Film "La La Land" von Justin Hurwitz, Benj Pasek und Justin Paul
  • Produktionsdesign: David Wasco und Sandy Reynolds-Wasco für "La La Land"
  • Tonschnitt: Sylvain Bellemare für "Arrival"
  • Tonmischung: Kevin O'Connell, Andy Wright, Robert Mackenzie und Peter Grace für "Hacksaw Ridge"
  • Spezialeffekte: Robert Legato, Adam Valdez, Andrew R. Jones und Dan Lemmon für "The Jungle Boo
  • Animationsfilm: "Zoomania" von Byron Howard, Rich Moore und Clark Spencer
  • Animations-Kurzfilm: "Piper" von Alan Barillaro und Marc Sondheimer
  • Dokumentarfilm: "O.J.: Made in America" von Ezra Edelman und Caroline Waterlow
  • Dokumentar-Kurzfilm: "The White Helmets" von Orlando von Einsiedel und Joanna Natasegar
  • Make-up/Frisur: Alessandro Bertolazzi, Giorgio Gregorini und Christopher Nelson für "Suicide Squad"
  • Kostümdesign: Colleen Atwood für "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind"
  • Kurzfilm: "Sing" von Kristof Deák und Anna Udvardy
89. Academy Awards: Oscars 2017: Die besten Bilder und ein gewaltiger Fauxpas
Faye Dunaway und Warren Beatty

Faye Dunaway und Warren Beatty verkünden die wichtigste Kategorie, den besten Film und nennen "La La Land" von Damien Chazelle. Eine riesige Panne wie sich kurz darauf herausstellt! Denn nicht "La La Land" sondern das Drama "Moonlight" wurde von der Academy als bester Film geehrt. Warren Beatty begründete den Fauxpas damit, dass ihm der falsche Umschlug gegeben wurde.

 

Oscar-Mode: Die Tops und Flops vom roten Teppich
Jessica Biel

Nein, Jessica Biel ist auf dem Weg zur Oscar-Verleihung nicht in einen Rasenmäher geraten. Ihr goldenes Löcherkleid ist ein Designerstück von KaufmanFranco.


Kimmel beschert Touristen Auftritt vor Hollywood-Stars

Dieser Hollywood-Besuch dürfte rund einem Dutzend Touristen noch lange in Erinnerung bleiben: Unverhofft und völlig überrascht stand die kleine Gruppe von Besuchern in der Nacht zum Montag mitten im Saal der Oscar-Verleihung im Dolby Theatre und vor der dort versammelten Hollywood-Prominenz

Die 89. Oscar-Verleihung im Live-Blog

In der Nacht von Sonntag auf Montag werden in Los Angeles zum 89. Mal die Oscars verliehen. Der stern hält Sie über alle Ereignisse des Events im Live-Blog auf dem Laufenden:


Diese Oscar-Anwärter liegen bei Google ganz vorn

Am Sonntag werden die Nominierten endlich erfahren, ob sie in diesem Jahr einen Oscar ergattern konnten. Google hat vorab einen tiefen Blick in seine Datenbanken geworfen und analysiert, welche Nominierten bei den Google-Nutzern die Nase vorn haben und am meisten gesucht wurden.

An diesen nominierten Hauptdarstellern herrschte in der jüngeren Vergangenheit das größte Suchinteresse: 

  1. Emma Stone (La La Land)
  2. Meryl Streep (Florence Foster Jenkins)
  3. Ruth Negga (Loving)
  4. Isabelle Huppert (Elle)
  5. Natalie Portman (Jackie)


Bei den männlichen Hauptdarstellern sah es so aus:

  1. Ryan Gosling (La La Land)
  2. Casey Affleck (Manchester by the Sea)
  3. Viggo Mortensen (Captain Fantastic)
  4. Andrew Garfield (Hacksaw Ridge)
  5. Denzel Washington (Fences)

 

Die untenstehende Grafik zeigt den Verlauf des Suchinteresses bei den nominierten Filmen seit Juli 2016:
Google Top Searched

Diese Oscar-prämierten Filme sind bei Google die meistgesuchten aller Zeiten


Die Oscar-Gewinner stehen fest

Rien ne va plus - nichts geht mehr: Theoretisch stehen die Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung seit Dienstagabend fest. Dann nämlich endete die Frist zur Abgabe der Stimmzettel, die entweder online oder per Post eingereicht werden durften. Für wen sich die rund 6700 Juroren entscheiden haben, bleibt aber natürlich noch bis zur Preisverleihung geheim.

Mitarbeiter der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers werden nun die Stimmen auszählen. Am Ende kennen nur zwei Mitarbeiter vorab den Ausgang der Wahl. Die streng gehüteten Ergebnisse in 24 Kategorien werden am Sonntag in verschlossenen Umschlägen direkt zur Preis-Gala gebracht. 

Frauen und Minderheiten weiterhin unterpräsentiert

Ein Jahr nach den Protesten gegen die von weißen Männern dominierten Oscars hat eine Studie eine leichte Verbesserung für Frauen und Minderheiten in der US-Filmbranche festgestellt. Für den am Dienstag veröffentlichten "2017 Hollywood Diversity Report" hatte das Ralph J. Bunche Zentrum für Afroamerikanische Studien an der Universität von Kalifornien in Los Angeles 200 im Jahr 2015 veröffentlichte Top-Filme sowie 1206 Fernsehshows von 2014/2015 untersucht.

"Die gute Nachricht seit dem letzten Bericht ist, dass Minderheiten und Frauen einige Fortschritte erreicht haben, vor allem im Fernsehen", heißt es in dem Bericht. Trotz dieser Verbesserungen seien Minderheiten und Frauen aber immer noch unterrepräsentiert. Während Minderheiten 40 Prozent der US-Bevölkerung stellten, seien nur 13,6 Prozent von ihnen Hauptdarsteller in Filmen und 10,1 Prozent Regisseure in Hollywood.

"Weiße Männer sind noch immer dominant, während Frauen und Minderheiten um ihre Erfolgsmöglichkeiten kämpfen müssen", sagte der Hauptautor der Studie, der Soziologe Darnell Hunt.

"Moonlight" gewinnt Preis für bestes Drehbuch

Eigentlich gilt "La La Land" als großer Favorit auf den Oscar. Das Musical von Regisseur Damien Chazelle ist für 14 Trophäen nominiert. Dafür bekam der 32-Jährige bereits den US-Regiepreis für den besten Film des Jahres. Den Preis für das beste Originaldrehbuch sackte jetzt jedoch ein anderer ein. Das Filmdrama "Moonlight" gewann den Preis des US-Autorenverbandes für das beste Originaldrehbuch. Der Verband Writers Guild of America (WGA) ehrte den Regisseur und Drehbuchautoren Barry Jenkins in der Nacht zum Montag in Beverly Hills. Jenkins' Script setzte sich unter anderem gegen die Vorlage für "La La Land" und "Manchester by the Sea" durch. "Moonlight" ist die Geschichte eines schwarzen Jungen, der unter Junkies in Miami aufwächst und später selbst in den Drogensog gerät. Der Film ist für acht Oscars nominiert.

"Moonlight"-Regisseur Barry Jenkins

Der Film "Moonlight" von Barry Jenkins geht mit acht Nominierungen ins Oscar-Rennen


Akademie gibt weitere Oscar-Helfer bekannt

Das Star-Aufgebot für Hollywoods große Nacht wächst: Nachdem Leonardo DiCaprio, Brie Larson, Mark Rylance und Alicia Vikander schon etwas länger als sogenannte "Presenter" feststehen, hat die Oscar-Akademie nun weitere Stars benannt, die beim Verteilen der Trophäen mithelfen sollen. 

Zu den insgesamt elf bekannt gebenen Schauspielern zählen unter anderem der spanische Oscar-Preisträger Javier Bardem ("No Country for Old Men"), Dwayne Johnson ("San Andreas"), Amy Adams ("American Hustle"), Charlize Theron ("Monster") und Emma Stone, die in diesem Jahr für "La La Land" als beste Hauptdarstellerin nominiert ist.

Wird bei den Oscars 2017 ebenfalls einen Goldjungen verteilen: Schauspieler Dwayne Johnson

Wird bei den Oscars 2017 ebenfalls einen Goldjungen verteilen: Schauspieler Dwayne Johnson


Albert Hammond: "Ich bewerte die Filme nach den Dialogen"

Hollywood-Filme machen heutzutage häufig mehr durch Special Effects denn durch gute Drehbücher auf sich aufmerksam. Einer, der sich davon jedoch nicht beeindrucken lässt, ist Albert Hammond. Der 72-Jährige ist einer von 7000 Mitgliedern der Filmakademie, die über die Oscar-Gewinner entscheiden. In der Jury sitzt er schon seit 30 Jahren.

In einem Interview verriet der britische Musiker jetzt, dass er bei seiner Wahl eigener Aussage eher traditionell entscheidet. "Die Filme sind heute bizarrer mit all der Technik, die möglich ist. Es gibt weniger Dialoge, mehr Action und verrückte Dinge. Aber das blende ich aus", sagte Hammond der Deutschen Presse-Agentur. "Ich bin der altmodische Typ und bewerte die Filme nach den Dialogen."

Der Sänger und Musikproduzent von Welthits wie "It Never Rains in Southern California", "One Moment in Time" oder "The Air That I Breathe" war 1987 selbst für einen Oscar nominiert - für den Starship-Song "Nothing's Gonna Stop Us Now". Seitdem gehört er zu den rund 7000 Mitgliedern der Filmakademie, die über die Oscar-Gewinner entscheiden.

"Es ist manchmal schwer, so viele Filme in so kurzer Zeit zu gucken. Dann übersiehst du schonmal Dinge, das ist ja nur menschlich. Aber ich würde sagen, dass ich in 75 Prozent der Fälle auf den späteren Gewinner setze", erklärte Hammond, der in Los Angeles lebt und im April und Mai für mehr als 20 Konzerte nach Deutschland kommt.

Albert Hammond sitzt in der Jury für die Oscars

Der britische Musiker Albert Hammond sitzt in der Jury für die Oscars


Das steckt in den Geschenke-Tüten der Oscar-Nominierten

Die begehrte Statue dürfen am Ende des Abends nur einige mit nach Hause nehmen, einen mehr als netten Trostpreis bekommen dagegen alle Oscar-Nominierten: Eine Goodie-Bag mit Geschenken im Wert von 188.000 Euro. 

Drin stecken unter anderem wertvolle Gutscheine für Urlaube auf Hawaii, Italien oder einer Luxus-Ranch in Kalifornien. Darüber hinaus bekommen die Kandidaten laut gala.de ein Jahr lang das Pflegeprodukt "Oxygenetics" - allein dieses Creme-Abo ist 45.000 Euro wert. Darüber hinaus stecken noch etliche Gadgets, Pflegeprodukte und weitere nützliche, originelle und vor allem kostspielige Geschenke in der Taasche. Einen Grund für ein dauerhaft langes Gesicht hat also niemand - auch wenn die Oscar-Krönung am Ende fehlen sollte.

Justin Timberlake rockt die Oscars

Justin Timberlake wird bei den diesjährigen Oscars performen. Der 36-Jährige ist mit seinem Song "Can't Stop the Feeling!" für den Film "Trolls" nominiert. Neben ihm treten auch die Musiker Lin-Manuel Miranda und Sting bei der Verleihung der Filmpreise am 26. Februar auf. Zudem werde John Legend, der 2014 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, zwei Titel aus dem 14-fach nominierten Film "La La Land" spielen, teilte die Akademie mit. Miranda soll seinen nominierten Song "How Far I'll Go" für den Zeichentrickfilm "Moana" singen. Sting soll mit seinem nominierten Song "The Empty Chair" für die Dokumentation "Jim: The James Foley Story" auftreten.

Performt bei den Oscars 2017: Justin Timberlake

Justin Timberlake tritt bei den Oscars 2017 auf


Münchener Firma bekommt Technik-Oscar

Ein Müncher Unternehmen sorgt in Hollywood für die perfekte Kameratechnik. Die Firma Arri stellt seit Jahrzehnten Filmprodukte her und wurde nun für eine Kamera mit einem sogenannten Technik-Oscar ausgezeichnet, wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences mitteilte. Bei der Verleihung in der Nacht zum Sonntag wurden insgesamt 18 Preise für wissenschaftlich-technische Errungenschaften an fünf Unternehmen sowie 34 Ingenieure und Erfinder vergeben. Das Gala-Dinner in Los Angeles moderierten die Schauspieler John Cho und Leslie Mann. 

Arri bekam den Preis für die Entwicklung der Alexa-Digitalkameras. Sie zählten zu den ersten Digitalkameras, die in Spielfilmproduktionen verwendet wurden. Der Mexikaner Emmanuel Lubezki hatte mit der Kamera aus München das bildgewaltige Abenteuerepos "The Revenant - Der Rückkehrer" gedreht und damit im vorigen Jahr den Oscar für die beste Kameraarbeit gewonnen. Mit Kameras, Lichttechnik und anderen Produkten hat die traditionsreiche Münchner Firma Arnold & Richter Cine Technik (Arri) seit 1967 schon 18 Technik-Oscars erhalten.

Oscar-Favorit "La La Land" räumt bei Bafta-Awards ab

Am Sonntag wurden in London die Britschen Filmpreise, genannt Baftas, verliehen. Die US-Musical-Romanze "La La Land" erhielt fünf der begehrten Auszeichnungen, unter anderem in der wichtigsten Kategorie bester Film. Hauptdarstellerin Emma Stone setzte sich sogar gegen Alt-Star Meryl Streep ("Florence Foster Jenkins") durch und wurde als beste Schauspielerin geehrt. 

Die Preisverleihung der Baftas in der Royal Albert Hall ist nicht nur die glamouröseste Veranstaltung der britischen Filmindustrie, die Auszeichnungen gelten auch als Indikator für die bevorstehenden Oscar-Verleihungen. 

Wichtige Hollywood-Agentur sagt Oscar-Party ab

Die United Talent Agency (UTA), eine der größten und wichtigsten Künstleragenturen Hollywoods, will in diesem Jahr auf seine traditionelle Oscar-Party verzichten - aus Protest gegen das Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump. Normalerweise richtet die Agentur, die Stars wie die Regie-Brüder Ethan und Joel Cohen, den Schauspieler Harrison Ford und die Sängerin Mariah Carey unter Vertrag hat, jedes Jahr eine Gala in der Luxusvilla ihres Chefs Jim Berkus aus.

Dieses Jahr wird UTA stattdessen zwei Tage vor der Preisverleihung am 26. Februar eine Protestveranstaltung gegen Trump in ihrem Büro in Beverly Hills organisieren, wie mehrere Medien berichteten. Ferner werde die Agentur 250.000 Dollar (rund 234.000 Euro) an die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU und die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) spenden.

"Dies ist eine Zeit, in der unsere Großzügigkeit gebraucht wird, unsere Aufmerksamkeit und unsere Ungeduld", erklärte der Generaldirektor von UTA, Jeremy Zimmer, laut dem "Hollywood Reporter" in einer Botschaft an seine hunderten Mitarbeiter. Die Welt sei besser "dank der Interaktionen zwischen Künstlern, des Ideenaustauschs und des kreativen Ausdrucks". "Wenn unsere Nation aufhört, ein Ort zu sein, an dem sich die Künstler frei ausdrücken können, werden wir meiner Meinung nach nicht mehr Amerika sein", warnte Zimmer.

Jack Nicholson soll als "Toni Erdmann" zurückkehren

Gerade noch wurde das Original für eine Oscar nominiert, da soll auch schon die Neuverfilmung kommen: Medienberichten zufolge plant die Produktionsfirma Paramount Pictures ein Remake des erfolgreichen deutschen Films "Toni Erdmann" in den USA. Wie das Magazin "Variety" berichtet, sicherte sich das Unternehmen bereits die Rechte für das Projekt. In der Neuverfilmung der Tragikomödie über einen Vater und dessen entfremdete Tochter soll Jack Nicholson sein Comeback feiern, teilten anonyme Quellen der Zeitschrift mit. Der 79-jährige Schauspieler hat seit 2010 in keinem Film mehr mitgespielt. Schauspielerin Kristen Wiig ist für die Rolle der Tochter im Gespräch.

Nach siebenjähriger Pause könnte Jack Nicholson im Remake von "Toni Erdmann" auf die große Leinwand zurückkehren

Nach siebenjähriger Pause könnte Jack Nicholson im Remake von "Toni Erdmann" auf die große Leinwand zurückkehren


(Fast) alle Oscar-Nominierten auf einem Foto

Mehr als 160 Oscar-Anwärter haben sich vor der Verleihung des wichtigsten Preises der Filmbranche zum traditionellen Mittagessen in Beverly Hills versammelt. Mit dabei war unter anderem Emma Stone, die in der 14-fach nominierten Musical-Romanze "La La Land" neben Ryan Gosling die Hauptrolle spielt, wie der "Hollywood Reporter" berichtete. Zum Ende des Treffens versammelten sich die Stars zum Gruppenfoto um eine lebensgroße goldene Oscar-Trophäe.

Auch Nicole Kidman aus dem sechsfach nominierten "Lion" sowie Denzel Washington und Jeff Bridges aus den je vierfach nominierten Filmen "Fences" beziehungsweise "Hell or High Water" nahmen an dem Lunch teil. Kidman zeigte sich im Overall, Natalie Portman, die für ihre Rolle in "Jackie" als beste Schauspielerin im Rennen ist, trug dem Magazin "Variety" zufolge ein einfaches Kleid, das ihren Babybauch zeigte. Musiker Pharrell Williams, der für die Musik zu dem Drama "Hidden Figures" nominiert ist, erschien ganz locker mit grüner Baseballmütze und Pullover.

Die Stars hatten sichtlich Spaß dabei, sich auszutauschen und miteinander für Fotos zu posieren. Komponist und Schauspieler Lin-Manuel Miranda, der für seinen Song in dem Zeichentrickfilm "Vaiana" nominiert ist, veröffentlichte auf Twitter ein Foto von sich mit Matt Damon und Natalie Portman. "Du isst zu Mittag und sie tun dich auf ein riesiges Podest, um ein Abschlussball-Foto mit allen Nominierten zu machen", schrieb Miranda zu einem weiteren Bild.

Damien Chazelle gewinnt US-Regiepreis für "La La Land"

14 Nominierungen - soviel erhielt der Musicalfilm für den Oscar 2017 von Regisseur Damien Chazelle. Für seine Arbeit wurde der 32-Jährige jetzt auch mit dem Preis der US-Regisseursvereinigung DGA für den besten Film des Jahres ausgezeichnet. Damit festigte er die Chancen des Films auf einen Goldjungen weiter, nachdem "La La Land" bereits sieben Golden Globes gewonnen hatte - unter anderem für die Regie, als beste Komödie/Musical und für die Hauptdarsteller Ryan Gosling und Emma Stone. "Ich habe diesen Film vor sechs Jahren in einer sehr anderen Zeit geschrieben, die in der Welt hoffnungsvoller schien", sagte Chazelle bei der Verleihung am Samstag abseits der Bühne, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Ängste über US-Präsident Donald Trump seien inzwischen auch bei den Preisverleihungen Hollywoods angekommen. Er wünsche sich, dass sein Film "eine Art Hoffnung gibt".

"La La Land" von Damien Chazelle geht als Favorit für die Oscars 2017 ins Rennen.

"La La Land" von Damien Chazelle geht als Favorit für die Oscars 2017 ins Rennen. Für den Musicalfilm bekam er jetzt den Preis der US-Regisseursvereinigung DGA für den besten Film des Jahres.

17 der vergangenen 21 DGA-Gewinner haben anschließend auch den Oscar für die beste Regie und bis auf einen auch den Preis als bester Film gewonnen, berichtete die Website "The Wrap". "La La Land" ist für ganze 14 Oscars nominiert, darunter auch für die beste Regie. Die Oscars werden am 26. Februar vergeben.

Die Directors Guild of America (DGA) ist eine unabhängige Regisseursvereinigung, die mehr als 16.000 Regisseure aus Film, Fernsehen und der Werbebranche vertritt. Im vorigen Jahr hatte der mexikanische Filmemacher Alejandro González Iñárritu für das Überlebens-Drama "The Revenant - Der Rückkehrer" erst den DGA-Preis und später auch den Regie-Oscar gewonnen.

Diese Oscar-Preisträger kommen wieder

2016 wurden sie selbst mit einem Oscar ausgezeichnet, in wenigen Wochen dürfen sie die wichtigste Auszeichnung der Filmbranche den neuen Gewinnern übergeben: Vier Preisträger aus dem letzten Jahr wissen jetzt schon, dass sie am 26. Februar wieder auf der Oscar-Bühne stehen werden. Leonardo DiCaprio, 42, Brie Larson, 27, Mark Rylance, 57, und Alicia Vikander, 28, werden bei der Preisgala als sogenannte "Presenter" auftreten und dabei helfen, die Trophäen auszuhändigen, wie die Oscar-Akademie am Mittwoch mitteilte.

Alle hatten im vorigen Jahr ihren ersten Academy Award gewonnen:  DiCaprio und Larson holten die Hauptrollen-Oscars für "The Revenant" und "Raum", Rylance und Vikander die Nebenrollen-Trophäen für "Bridge of Spies" und "The Danish Girl".

Isabelle Huppert fühlt sich mit Gérard Depardieu verwandt

Für ihre Rolle im Vergewaltigungsdrama "Elle" ist die Schauspielerin Isabelle Huppert, 63, für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nomminiert. im Vorfeld der Verleihung schwärmte die Französin nun von ihrem fünf Jahre älteren Filmkollegen Gérard Depardieu. "Mit Gérard zu arbeiten ist so, als ob beim Sex das Bett unter einem zusammenkracht und man sich nicht mehr einkriegt vor Lachen", sagte Huppert der "Zeit". Schauspielerisch fühle sie sich mit Depardieu verwandt: "Gérard ist mein Zwillingsbruder."

Huppert und Depardieu waren im vergangenen Jahr in "Valley of Love" erstmals seit rund 35 Jahren wieder gemeinsam vor der Kamera zu sehen gewesen. Im Jahr 1980 hatten sie zusammen "Der Loulou" gedreht.

Leonardo DiCaprio produziert Mafia-Thriller

Hollywood-Star Leonardo DiCaprio musste ziemlich lange auf seine Auszeichnung warten. Vergangenes Jahr wurde er dann endlich mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller in seiner Rolle als "The Revenant - Der Rückkehrer" ausgezeichnet. Jetzt versucht sich der 42-Jährige zur Abwechslung mal in einer Doppelrolle. Als Produzent und Hauptdarsteller will er den  Film "The Black Hand" auf die Leinwand bringen, wie "Variety" berichtet.

Vorlage für den Streifen über die Anfänge der italienischen Mafia in New York um 1900 ist das gleichnamige Buch von Stephan Talty. Die Schwarze-Hand-Bande arbeitete mit Erpressung und Entführungen. Der gebürtige Italiener Joe Petrosino, der 1883 der New Yorker Polizei beitrat, schrieb sich die Bekämpfung des organisierten Verbrechens auf die Fahne. Später geriet er in Italien in eine Falle und wurde getötet. DiCaprio hatte 2007 den Mafia-Thriller "Departed - Unter Feinden" gedreht.

Iranischer Regisseur sagt Oscar-Verleihung ab

Das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern, darunter Syrien, Iran und Irak, betrifft - vier Wochen vor der Oscar-Gala - auch die ersten Filmschaffenden.

Der vielfach ausgezeichnete iranische Regisseur Asghar Farhadi will der Preisverleihung aus Protest fernbleiben, ebenso seine Hauptdarstellerin Taraneh Alidoosti. Ihr Film "The Salesman" ist - wie der deutsche Film "Toni Erdmann" - für den Auslands-Oscar nominiert.

Betroffen reagiert auch der deutsche Oscar-Anwärter Marcel Mettelsiefen. Sein Film "Watani: My Homeland" über die Flucht einer syrischen Familie nach Deutschland ist in der Sparte "Kurz-Doku" nominiert. Die vierfache Mutter Hala, deren Mann von der Terrormiliz IS entführt wurde, war kürzlich noch mit einem Visum zu einem Treffen bei den Vereinten Nationen nach New York gereist. Mitte Februar wollte Mettelsiefen die Syrerin nach Washington und dann nach Los Angeles bringen. "Jetzt sind alle Reisepläne auf Eis gelegt", sagte der Dokumentarfilmer der Deutschen Presse-Agentur.

Der international ausgezeichnete iranische Filmemacher Asghar Farhadi

Der iranische Filmemacher Asghar Farhadi hat seine Teilnahme an der Oscar-Verleihung offiziell abgesagt



Emma Stone über Erlass: "unverzeihbar und angsterregend"

Er selbst will an der Oscar-Zeremonie am 26. Februar teilnehmen.  "Ein Boykott wäre ein falsches Zeichen, gerade jetzt, angesichts der immer stärker werdenden Mobilisierung der Zivilgesellschaft", meint der 38-Jährige. Der Widerstand, der sich in Hollywood formiere, sei ermutigend. "Das wird eine politische Veranstaltung", sagt er über die bevorstehende Oscar-Show.

Oscar-Anwärterin Emma Stone ("La La Land") nannte die Entwicklung seit Trumps Erlass gegen Muslime "unverzeihbar und angsterregend". "Das Einreiseverbot ist ein Makel, und es ist unamerikanisch", wetterte die Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus am Wochenende bei der Verleihung der SAG-Schauspielpreise in Los Angeles.

Auch Trumps Parteifreund, der österreichisch-amerikanische Schauspieler und Ex-Politiker Arnold Schwarzenegger, übte Kritik. Das Weiße Haus habe völlig überstürzt gehandelt, sagte der Ex-Gouverneur Kaliforniens am Montag in der Sendung "Extra". Greencard-Besitzern die Einreise zu verweigern sei verrückt und blamabel, ereiferte sich Schwarzenegger.

Nominierungen ein "Schock" für "La la Land"-Regisseur

Wie bei einer echten Börse bestimmen bei der "Hollywood Stock Exchange" Angebot und Nachfrage darüber, welcher der Oscar-Kandidaten gerade den höchsten Kurs am Markt hat. Diese Stimme wird also von den Filmfans selbst bestimmt. Derzeit bei den Filmen ganz oben: "La la Land", gefolgt von "Moonlight" und "Manchester by the Sea". Bei den Hauptdarstellerinnen liegt derzeit Emma Stone ("La la Land") ganz vorn, bei den Männern Andrew Garfield für seine Leistung in "Hacksaw Ridge". 

Gleich 14 Oscar-Nominierungen hat der Musicalfilm "La la Land" abgestaubt - so viele wie in der Geschichte der Preisverleihung bislang nur  "Titanic" (1998) und "Alles über Eva" (1951) vorzuweisen haben. Regisseur Damien Chazelle konnte das zunächst kaum fassen, wie er nun gestand. Die Rekord-Zahl sei für ihn "ein kleiner Schock", aber auch "eine große Ehre" gewesen, sagte Chazelle nach der Japan-Premiere seines Films in Tokio. Die gute Nachricht habe ihn in einem Hotel erreicht, berichtete Chazelle. Er habe dann mit seinem Hauptdarsteller Ryan Gosling mit Champagner darauf angestoßen.

Die Liebesgeschichte zwischen einem von Gosling gespielten ehrgeizigen Jazzpianisten und einer aufstrebenden Schauspielerin, dargestellt von Emma Stone, wurde unter anderem in den Kategorien "bester Film", "beste Regie", "bester Schauspieler" und "beste Schauspielerin" nominiert. "La La Land" hatte Anfang Januar bereits sieben Golden Globes abgeräumt - und damit in allen Kategorien gewonnen, in denen der Film nominiert war.


"Lion"-Komponist Hauschka rechnet nicht mit Oscar-Gewinn

Der Düsseldorfer Komponist Hauschka, 50, rechnet sich wenig Chancen aus, den Oscar für die beste Filmmusik zu gewinnen. "Wenn "La La Land" nicht wäre, hätten wir, glaube ich, eine ganz große Chance", sagte Hauschka. Hauschka, der eigentlich Volker Bertelmann heißt, und sein Freund, der US-Musiker Dustin O'Halloran, sind für den Soundtrack zu dem Film "Lion" nominiert.

Protest gegen Trump: Schauspielerin Taraneh Alidoosti will Oscars boykottieren

Aus Protest gegen die Einwanderungspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump will die iranische Schauspielerin Taraneh Alidoosti die Oscar-Zeremonie boykottieren. "Das neue Gesetz, auch wenn es nur temporär sein sollte, ist diskriminierend und inakzeptabel", schrieb die 33-jährige Alidoosti auf ihrer Instagram Seite. Sie werde deshalb nicht in die USA reisen und dementsprechend auch nicht an der Oscar-Zeremonie teilnehmen, so die derzeit prominenteste Schauspielerin im Iran.

Ein von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagener Gesetzentwurf sieht vor, dass Bürger aus sieben mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern, unter anderem Iran, vorübergehend keine Visa für die USA erteilt bekommen. Angeblich sollen auch Iraner mit einem Visum nicht mehr in die USA einreisen dürfen.

Alidoosti spielt neben Shahab Hosseini die Hauptrolle in dem Film "The Salesman" von Asghar Farhadi. Der Film ist in der Kategorie bester ausländischer Film für den Oscar nominiert.

+++ Alle wichtigen Infos zu den Oscars 2017 +++

Das Oscar-Fieber steigt. Am 26. Februar 2017 strömt die Crème de la Crème von Hollywood ins Dolby Theatre in Los Angeles. Denn dort werden dann wieder die begehrten Trophäen verliehen. Als absoluter Favorit geht das Musical "La La Land" ins Rennen. Der Film mit Emma Stone und Ryan Gosling in den Hauptrollen wurde gleich mit 14 bedacht. So viele Gewinnchancen hatten bislang nur das Drama "Titanic" aus dem Jahr 1997 und der Klassiker "Alles über Eva" von 1950. Das nostalgische Werk erzählt von zwei Träumern im heutigen Los Angeles, einem Jazzpianisten und einer jungen Schauspielerin.

Ein Rekord ist auch die 20. Oscarnominierung für die Schauspielerin , 67, die für ihre Rolle im Film "Florence Foster Jenkins" nominiert wurde. Das hat vor ihr noch keiner geschafft. Die 67-Jährige regierte darauf ziemlich cool. Über die Filmproduktionsgesellschaft Paramount ließ die Schauspielerin ein Gif an die Medien verschicken. Es zeigt eine Tanzszene mit ihr aus dem Musikvideo Queenie Eye von Paul McCartney. Auch der deutsche Film "Toni Erdmann" von Maren Ade hat Oscar-Chancen. Der Film ist in der Kategorie "Bester Fremdsprachiger Film" nominiert.


Die wichtigsten Nominierungen im Überblick

Bester Hauptdarsteller (Actor in a Leading Role):

  • Casey Affleck für " by the Sea"
  •  für "Hacksaw Ridge"
  • Ryan Gosling für "La La Land"
  • Viggo Mortensen für "Captain Fantastic"
  • Denzel Washington für "Fences"

Bester Nebendarsteller (Actor in a Supporting Role):

  • Mahershala Ali für "Moonlight"
  • Jeff Bridges für "Hell or High Water"
  • Lucas Hedges für "Manchester by the Sea"
  • Dev Patel für "Lion"
  • Michael Shannon für "Nocturnal Animals"

Beste Hauptdarstellerin (Actress in a Leading Role):

  • Isabelle Huppert für "Elle"
  • Ruth Negga für "Loving"
  • Natalie Portman für "Jackie"
  • Emma Stone für "La La Land"
  • Meryl Streep für "Florence Foster Jenkins"

Beste Nebendarstellerin (Actress in a Supporting Role):

  • Viola Davis für "Fences"
  • Naomie Harris für "Moonlight"
  • Nicole Kidman für "Lion"
  • Octavia Spencer für "Hidden Figures"
  • Michele Williams für "Manchester by the Sea"

Bester Film (Best Picture):

  • "Arrival"
  • "Fences"
  • "Hacksaw Ridge"
  • "Hell or High Water"
  • "Hidden Figures"
  • "La La Land"
  • "Lion"
  • "Manchester by the Sea"
  • "Moonlight"

Beste Regie (Directing):

  • Denis Villeneuve für "Arrival"
  • Mel Gibson für "Hacksaw Ridge"
  •  Damien Chazelle für "La La Land"
  • Kenneth Lonergan für "Manchester by the Sea"
  • Barry Jenkins für "Moonlight"

Bester Fremdsprachiger Film (Foreign Language Film):

  • "Tanna" (Australien)
  • "Unter dem Sand - Das Versprechen der Freiheit" (Dänemark)
  •  "Toni Erdmann" (Deutschland)
  • "The Salesman" (Iran)
  •  "Ein Mann namens Ove" (Schweden)  

Der Moderator der Oscars 2017

In diesem Jahr wird Night-Talker Jimmy Kimmel die Oscar-Verleihung moderieren. Und dem 49-Jährigen geht schon mächtig die Düse. "Ich habe wahnsinnige Angst", verriet der Comedian dem Unterhaltungs-Portal "The Warp". Seine größte Angst sei es vor allen Hollywood-Größen zu versagen. Auch sei seine Eröffnungsrede noch lange nicht fertig. "Das wird sie wahrscheinlich erst um 16.15 Uhr am Oscar-Sonntag". Kimmel moderierte im vergangenen Jahr auch schon die "Emmy". Mit der Oscar-Moderation tritt er unter anderem in die Fußstapfen von Ellen DeGeneres, Robin Williams, David Letterman, Goldie Hawn, Steve Martin, Jerry Lewis, Whoopi Goldberg und Billy Crystal. Am häufigsten moderierte bislang Bob Hope die Oscars. Der 2003 verstorbene Komiker führte insgesamt 19 Mal durch die Veranstaltung. 

Rekordnominierungen 

Meryl Streep ist 2017 bereits zum 20. Mal für die begehrte Trophäe nominiert - für ihre Rolle in "Florence Foster Jenkins". Das hat vor ihr noch niemand geschafft. Die 67-Jährige ist die am häufigsten ausgezeichnete Schauspielerin der Welt. Drei Oscars hat sie bereits bekommen, für ihre Rollen in "Kramer gegen Kramer" (1979) , "Sophies Entscheidung" (1982) und "Die Eiserne Lady" (2012), hinzu kommen zahlreiche Golden Globes. Auch das Musical "La La Land" stellte mit 14 Nominierungen einen Rekord auf. So viele Nominierungen hatten bislang nur das Drama "Titanic" mit Leonardo di Caprio und Kate Winslet aus dem Jahr 1997 und der Klassiker "Alles über Eva" aus dem Jahr 1950 bekommen.


Deutsche Oscar-Hoffnungen

Gleich drei Oscars könnten bei der Preisverleihung 2017 an deutsche Filmschaffende gehen. Die Tragikomödie "Toni Erdmann" von Regisseurin Maren Ade wurde in der Kategorie für den besten Fremdsprachigen Film nominiert. Sie ist die erste Oscarnominierung für einen deutschsprachigen Film seit "Das weiße Band" von Michael Haneke im Jahr 2010. Zuletzt hatte der Stasi-Film "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck 2007 die Trophäe nach Deutschland geholt.  Auch der deutsche Komponist und Pianist Volker Bertelmann, bekannt unter dem Künstlernamen Hauschka, hat Oscar-Chancen für den Soundtrack zum Film "Lion". Außerdem geht Marcel Mettelsiefen in der Sparte "Kurz-Dokumentarfilm" ins Oscar-Rennen. Für sein Werk "Watani: My Homeland" begleitete er eine syrische Familie nach Deutschland. 


Übertragung im TV

Wie auch in den vergangenen Jahren überträgt ProSieben die Verleihung live im Fernsehen. Aber auch schon vorher zeigt der Sender diverse Specials zum Hollywood-Spektakel. So unternehmen am Samstag um 20.15 Uhr die Moderatorinnen Annemarie Carpendale und Viviane Geppert einen bildgewaltigen Streifzug durch die ikonischsten Momente der Kinogeschichte in der neuen Show "Big Blockbuster - Die besten Hollywood-Filme". Am Sonntag melden sich ab 23:20 Uhr Steven Gätjen, Viviane Geppert und Michael Michalsky mit "red. Der OSCAR®-Countdown" live vom roten Teppich vor dem Dolby Theatre in Los Angeles. Steven Gätjen spricht ab 0.30 Uhr live am roten Teppich mit den Hollywood-Stars.

"Goldene Himbeere" - die Anti-Oscar-Verleihung

Einen Tag vor den Oscars wird die Spott-Trophäe "Goldene Himbeere" verliehen. Der deutsche Regisseur Roland Emmerich, 61, ist für seinen Film "Independence Day: Wiederkehr" gleich mehrfach in die Vorauswahl gekommen. Sein Sci-Fi-Blockbuster wurde als schlechtester Film und als schlechteste Filmfortsetzung des Jahres 2016 nominiert. Weitere Zuschläge erhielt Emmerich für seine Regie, das Drehbuch und seine Nebendarstellerin Sela Ward. 1999 hatte ihm sein Horrorthriller "Godzilla" schon einmal vier "Goldene Himbeeren" eingebracht. Noch häufiger als "Independence Day: Wiederkehr" dürfte Ben Stillers "Zoolander No. 2" zum Zuge kommen. Seine Komödie wurde in neun Kategorien nominiert, gefolgt von "Batman V Superman: Dawn of Justice" mit acht Zuschlägen, darunter für eine der angeblich schlechtesten Darstellungen des Jahres von Ben Affleck. Selbst Robert de Niro ("Dirty Grandpa"), Johnny Depp ("Alice im Wunderland 2: Hinter den Spiegeln"), Jesse Eisenberg ("Batman V Superman: Dawn of Justice") sowie ihren Kolleginnen Julia Roberts ("Mother's Day") und Naomi Watts ("Die Bestimmung - Allegiant") droht je ein Schmachpreis. 

Oscar-Anwärter schießen gegen Trump

Der neue US-Präsident kommt bei vielen Hollywood-Stars und Nominierten nicht gut an. Bei der Preisverleihung der Golden Globes nutzte Meryl Streep den Moment der Auszeichnung auf der Bühne für ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Donald Trump. Er solle sich hüten, Ausländer und Außenseiter hinauszuwerfen. Der bezeichnete die dreifache Oscar-Preisträgerin daraufhin als eine "der überbewertetsten Schauspielerinnen in Hollywood".

Aber auch Hollywoodstar Andrew Garfield, 33, hat seine Oscar-Nominierung dazu genutzt, Trump zu kritisieren. Sein Filmcharakter Desmond Doss im Kriegsdrama "Hacksaw Ridge" zeichne sich durch Mitgefühl, Liebe, Empathie und Demut aus, sagte Garfield der Zeitschrift "Entertainment Weekly". "Offensichtlich befinden wir uns nun in einer Situation, in der wir einen Präsidenten haben, der meiner Ansicht nach das Gegenteil dieser Werte verkörpert", so der Schauspieler.

jek/DPA/AFP

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