9. Januar 2013, 11:20 Uhr

"Django" entfesselt Berlin

Es wird gemetzelt, bis das Blut spritzt: Quentin Tarantinos neuer Film "Django unchained" ist nichts für zarte Gemüter. Deutlich friedlicher ging es jetzt bei der Deutschlandpremiere in Berlin zu.

Fotostrecke 13 Bilder
©

Nur Superstar Leonardo DiCaprio ließ sich wegen Dreharbeiten entschuldigen. Ansonsten hatte Kultregisseur Quentin Tarantino seine hochkarätige Crew dabei, als er in Berlin seinen neuen Film "Django Unchained" vorstellte. Der neue, ebenso bluttriefende wie amüsante Film ist ein Sklavendrama. In einer Pressekonferenz verglich Tarantino die Sklaverei in Amerika mit dem NS-Völkermord an den Juden. "Amerika ist für zwei Holocausts in seinem Land verantwortlich: Für die Ausrottung der indianischen Ureinwohner und für die Versklavung von Afrikanern, Jamaikanern und Westindern", so der 49-Jährige.

In Deutschland kommt der Film am 17. Januar in die Kinos. In den USA lief er bereits an Weihnachten an und wurde für fünf Golden Globes nominiert. Damit gilt der Western auch als heißer Kandidat für die Oscar-Nominierungen, die am 10. Januar verkündet werden.

MEHR ZUM ARTIKEL
Tarantino stellt "Django Unchained" in Berlin vor Bluttriefend und hochvernüglich

Kann man die Sklaverei in den USA mit dem Holocaust an den Juden vergleichen? "Ja", sagte Oscarpreisträger Quentin Tarantino in Berlin. Sein Drama "Django Unchained" läuft am 17. Januar bundesweit an.

"Django Unchained" Tarantino sagt Filmpremiere wegen Amoklaufs ab

Es wird gemetzelt und gemordet: Weil Quentin Tarantinos neuer Film "Django Unchained" so brutal ist, sagte der Regisseur die große Premiere in Los Angeles ab - aus Rücksicht auf die Opfer von Newtown.

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (21/2013)
Geht's jetzt an mein Geld?