Zur mobilen Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere Darstellung
auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
Startseite

Was Sie über "The Hateful Eight" wissen müssen

Schon wieder ein Western. Und natürlich ist Samuel L. Jackson mit dabei. "The Hateful Eight" ist Quentin Tarantinos achter Film. Und es ist ein blutiges Krimi-Massaker geworden. Mit sehr viel Schnee.

Von Sophie "Six-Horse Judy" Albers Ben Chamo

Bountyhunter unter sich: Major Marquis Warren und John Ruth

Ein Kutsche brettert durch den Schnee auf der Flucht vor einem Schneesturm. An Bord sind der Bountyhunter John Ruth (Kurt Russell) und seine Gefangene Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh). Mitten in der Schneewüste bittet ein anderer Kopfgeldjäger darum mitgenommen zu werden: Major Marquis Warren (Samuel L. Jackson). Das gefällt Ruth natürlich überhaupt nicht.

Drei Jahre nach dem großen Rache-Epos "Django Unchained" schickt Quentin Tarantino seine üblichen Verdächtigen schon wieder in den Wilden Westen. Der Bürgerkrieg ist ein paar Jahre vorbei, aber der Hass ist immer noch da. Und er kocht. Niemand traut niemandem, und jeder ist sich selbst der Nächste, als Bountyhunter Warren (Samuel L. Jackson) seinen Kollegen Ruth (Kurt Russell) bittet, ihn in seiner Kutsche mitzunehmen, weil ein Schneesturm aufzieht.

Ruth willigt widerwillig ein, denn er will die Gangsterbraut Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) nach Red Rock bringen,wo sie hängen und er 10.000 Dollar Kopfgeld kassieren soll. Doch der Sturm zwingt sie zur Rast in einer Poststation namens Minnies Kurzwarenladen, wo bereits die Insassen einer anderen Kutsche Zuflucht gesucht haben. Jeder von ihnen hat eine Geschichte zu bieten, die weder Ruth noch Warren so ganz geheuer ist.

Dieses ironischerweise in Panasonic gedrehte Kammerspiel nimmt schnell Fahrt auf, denn die vermeintliche Schicksalsgemeinschaft hat eine Nacht Zeit, um herauszufinden, wer was im Schilde führt. Das Massaker kann beginnen.

Tarantino-Fans werden es lieben

"The Hateful Eight" macht es Tarantino-Fans einfach: Virtuous spielt der Kulturegisseur wieder auf dem Spaghetti-Western-Klavier, was durch den Ennio-Morricone-Soundtrack größtmögliche Unterstützung findet. Das Blutbad schäumt, während sich die Antihelden in aberwitzigen Dialogen ergehen. Und die Bilder sind so grandios durchkomponiert, wie wir es gewohnt sind.

Trotzdem hinterlässt "The Hateful Eight" auch ein Gefühl der Leere. Der Agatha-Christie-Ansatz ist großartig, wird aber genauso plötzlich verworfen, wie er eingeleitet wurde. Die Referenzen, die Filmfan Tarantino einst gemeinsam mit anderen Kinoafficionados gefeiert hat, beziehen sich mittlerweile zunehmend auf ihn selbst. Das ist natürlich voll okay, aber manchmal auch ein wenig schal. Und ganz ehrlich: Drei Stunden und zehn Minuten sind einfach verdammt lang!


täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools