HOME

"Dia Dialoge müssen quasi gesungen werden"

Quentin Tarantino's neuer Film "The Hateful 8" hat gerade in Berlin Premiere gefeiert. Wieder ein Film, der durch brillante Dialoge glänzt. Die sind dem Star-Regisseur ganz besonders wichtig, wie er nun verriet.

Quentin Tarantino bei der Deutschlandpremiere seines neuen Films "The Hateful 8"

Star-Regisseur Quentin Tarantino bei der Deutschlandpremiere seines neuen Films "The Hateful 8" in Berlin

Filmemacher legt strenge Maßstäbe an seine Darsteller an. "Um ein Tarantino-Superstar zu sein, müssen sich die Schauspieler mein Material zu eigen machen, es verstehen", sagte Tarantino anlässlich der Deutschlandpremiere von "The Hateful 8" in Berlin.

"Die Dialoge müssen sehr natürlich rüberkommen. Sie müssen quasi gesungen werden, damit die Poesie und der Comedy-Rhythmus spürbar werden", sagte der Regisseur von Filmen wie "Inglourious Basterds" und "Pulp Fiction".

Zur Darstellung seiner oft zwielichtigen, brutalen Figuren sagte Tarantino: "Die Schauspieler sollen auf die Widersprüchlichkeit ihrer Charaktere reagieren und nicht über sie urteilen." Und Tarantinos wichtigste Anforderung an seine Darsteller: "Wir müssen miteinander zurechtkommen! Wir müssen es aushalten, gemeinsam fünf Monate in einem Raum gefangen zu sein", sagte der Regisseur mit Blick auf die Dreharbeiten.

Quentin Tarantinos Film spielt kurz nach Bürgerkrieg

Tarantino hat sich als Schauplatz für seine Geschichte um Verbrecher, Kopfgeldjäger, einen Henker und einen vermeintlichen Sheriff die Zeit kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg ausgesucht.

Während eines Schneesturms sitzen in einer einsamen Hütte in Wyoming sieben Männer und eine Frau fest, die sich allesamt hassen. Bis zum Showdown in einer wahren Gewaltorgie lässt Tarantino seine Figuren fast kammerspielartig in pointierten, ironischen Dialogen aufeinander los. 

In den Hauptrollen sind unter anderem Kurt Russel und Samuel Jackson zu sehen. Am Donnerstag startet "The Hateful 8" in den deutschen Kinos. 


"Hateful Eight"-Premiere in Berlin: Wer mit Quentin Tarantino gefeiert hat
Kurt Russell, Jennifer Jason Lee und Quentin Tarantino

"Größter Spaß überhaupt", so beschreiben Schauspieler die Arbeit mit Tarantino. So auch Kurt Russell und Jennifer Jason Lee


kis/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

Partner-Tools