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Kathryn Bigelow verfilmt bin Ladens Tod

Es soll einen Film über die Jagd auf Osama bin Laden geben. Das steht nun fest. Oscar-Gewinnerin Kathryn Bigelow wird den Tod des Al-Kaida-Chefs für Hollywood in Szene setzen.

Es ist 23 Tage her, dass eine Spezialeinheit der US-Navy-Seals das Mastermind von Al Kaida, Osama bin Laden, in Pakistan gestellt und getötet hat. Es ist ein zumindest gefühlter Sieg über den Terrorismus - und Amerika feiert ihn. Bald sogar im Kino.

Nach bin Ladens Tod wurde schnell über eine Verfilmung dieses Triumphes, zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September, gemutmaßt. Dabei fiel immer wieder der Name Kathryn Bigelow. Die Oscar-Preisträgerin ("Hurt Locker") hat bereits seit 2008 mit ihrem angestammten Drehbuchautor Mark Boal an einem Film über eben jene Spezialeinheit gearbeitet.

Wie verschiedene US-Branchendienste berichten, hat das Sony-Studio Columbia Pictures dem Film nun endgültig grünes Licht gegeben. Das Drehbuch werde den jüngsten Entwicklungen angepasst, und im Sommer soll der Dreh beginnen, heißt es. Der Tod des Terroristen-Anführers werde im Fokus der Geschichte liegen. 40 Minuten soll das ganz reale Gefecht auf bin Anwesen in Pakistan gedauert haben.

Außergewöhnlicher Blickwinkel

"Nach dem Tod von Osama bin Laden könnte der Film nicht passender sein", zitiert die britische Zeitung "The Guardian" Amy Pascal von Columbia Pictures. "Kathryn und Mark haben eine außergewöhnlichen Blickwinkel auf das Team, das den meistgesuchten Mann der Welt gejagt hat."

Wie dieser Blickwinkel genau aussehen soll, ist noch nicht bekannt. Allerdings ist wohl kein platter Propagandafilm wie etwa "World Invasion: Battle Los Angeles" zu erwarten. Sowohl Bigelow als auch Boal ("Im Tal von Elah") sind für ihren genauen Blick bekannt.

Der Film, dessen Arbeitstitel angeblich "Kill bin Laden" lautet, soll Ende 2012 in die Kinos kommen.

sal

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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