15. März 2013, 17:55 Uhr

Synchronsprecher Rolf Schult ist tot

Er war in etlichen der bekanntesten Hollywoodstreifen der letzten Jahrzehnte zu hören - als Stimme von Robert Redford oder Clint Eastwood. Jetzt ist Synchronsprecher Rolf Schult in München gestorben.

Er war die deutsche Stimme von Robert Redford, Anthony Hopkins und Clint Eastwood - jetzt ist Rolf Schult für immer verstummt. Der Synchronsprecher sei bereits am Mittwoch mit 85 Jahren in München gestorben, bestätigte sein Sohn Christian Schult am Freitag einen Bericht der Münchner "Abendzeitung".

Rolf Schult absolvierte ein Ausbildung an der Schauspielschule Hannover und hatte danach verschiedene Engagements an Theatern. Bekannt wurde aber seine Stimme seit den 1960er Jahren: Er vertonte Redford in Klassikern wie "Butch Cassidy und Sundance Kid", "Der Clou" oder "Die Unbestechlichen", Hopkins unter anderem in dem Schocker "Das Schweigen der Lämmer". Auch Donald Sutherland ("Klute") oder "Star Trek"-Kommandant Patrick Stewart lieh er seine Stimme.

Synchron-Oscar für sein Lebenswerk

Die Liste der Stars, die Schult synchronisierte, ist lang. Redford sprach er über Jahrzehnte hinweg in rund zwei Dutzend Streifen bis vor wenigen Jahren, bei anderen Hollywoodgrößen wie Eastwood, Marlon Brando, Karl Malden, Peter Sellers, Robert Duvall, Roy Scheider oder Gene Hackman war er insbesondere in deren frühen Werken bis in die 1970er Jahre zu hören. In der deutschen Fassung von Roman Polanskis Gruselkomödie "Tanz der Vampire" war Schult der Erzähler.

Schults rauchige, tiefe Stimme wurde auch von den Regisseuren von Hörbüchern oder Werbespots gerne gebucht. Der gebürtige Berliner wurde mit dem Deutschen Synchronsprecherpreis ausgezeichnet und erhielt im Jahr 2007 den als "Synchron-Oscar" bezeichneten Deutschen Preis für Synchron - als Ehrenpreis für sein "herausragendes Gesamtschaffen". Schult soll am kommenden Donnerstag auf einem Friedhof im Münchner Stadtteil Solln beigesetzt werden.

vim/DPA
 
 
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