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Sie ist die Entdeckung der diesjährigen Berlinale: Sandra Hüller begeisterte in dem Film "Requiem". Darin spielt sie voller Hingabe und Intensität eine junge Frau, die glaubt, von Geistern besessen zu sein.
Ungefähr bei 200 wird das Theatertreffen-Publikum unruhig. «Aufhören!», schreien einige Zuschauer. Doch das rothäutige Monster mit den Krallenfingern zählt unbeirrt weiter.
Mit schwerer Kost ist am Freitagabend das Theatertreffen deutschsprachiger Bühnen in Berlin eröffnet worden. Die Münchner Kammerspiele zeigten zum Start der dreiwöchigen «Bühnen-Olympiade» in der Hauptstadt die Sarah Kane-Trilogie «Gesäubert/Gier/4.48 Psychose».
Beim deutschen Filmpreis deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den erfolgreichsten Film an. Favorit ist das DDR-Drama "Barbara", das für Preise in acht Kategorien nominiert wurde. Auf sieben Nominierungen kommen zwei weitere Filme.
Schon auf der Berlinale sorgte "Requiem" für ebenso großen Beifall wie Verstörung. Das auf einer wahren Geschichte basierende Psychodrama erzählt von einer Studentin, die glaubt, von Dämonen besessen zu sein.
Es war ein großer Abend für den deutschen Film: Sandra Hüller und Moritz Bleibtreu sind zum Abschluss der Berlinale als beste Darsteller geehrt worden. Ein weiterer Silberner Bär ging an Jürgen Vogel. Der beste Film kommt aus Bosnien.
Die Jagd nach den Bären spitzt sich zu: Immer mehr gute Beiträge kristallisieren sich heraus. Aus dem Abseits kommt der iranische Fußballfilm, aus der schwäbischen Provinz die Teufelsaustreibung.
Nina Hoss musste sich die Tränen wegwischen, Regisseur Andreas Dresen konnte herzhaft lachen - bei der Verleihung des 27. Bayerischen Filmpreises fehlten allerdings die Gewinner: keiner der Crew des Siegerfilms "Sophie Scholl" war da.
Mit Jurys ist es, um leicht abgewandelt mit Forrest Gump zu sprechen, wie mit einer Schachtel Pralinen - du kannst nie voraussagen, wen sie wählen: in diesem Jahr einen Kandidaten aus dem gesicherten Mittelfeld.
Bei der heutigen 56. Verleihung des Deutschen Filmpreises in Berlin läuft alles auf ein Duell hinaus. "Das Leben der Anderen" über den DDR-Geheimdienst liegt mit elf Nominierungen knapp vor "Requiem" zehn Nominierungen.
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