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Judi Dench ist bei Filmen oft unzufrieden mit sich

Berlin - Judi Dench (82) erkennt im Filmgeschäft einen Makel. «Ich bin oft nicht zufrieden mit mir», sagte die britische Schauspielerin der «Bild am Sonntag». «Im Theater kann man es am nächsten Tag besser machen - im Kino nicht.»

Judi Dench

Judi Dench hätte manche Rolle im Nachhinein gerne anders gespielt. Foto: Domenico Stinellis

(82) erkennt im Filmgeschäft einen Makel. «Ich bin oft nicht zufrieden mit mir», sagte die britische Schauspielerin der «Bild am Sonntag». «Im Theater kann man es am nächsten Tag besser machen - im Kino nicht.»

Es sei schmerzhaft, wenn man bei Szenen denke, man hätte sie im Nachhinein anders gespielt. Dench geht offen mit einer schweren Augenkrankheit um. Seit ein paar Jahren könne sie keine Drehbücher mehr lesen: «Jemand liest sie mir vor. Schon auf dem Filmplakat kann ich kaum was erkennen.»

An der Rolle der James-Bond-Chefin «M», die sie zwischen 1995 und 2012 siebenmal mimte, gefiel ihr, dass sie «geistreich und witzig» geschrieben sei und sie damit die Freunde ihres Enkels beeindrucken konnte: «Die Jungs haben mich nur mit großen Augen angestarrt. Und ich sagte: 'Ja, ich bin's wirklich! Und wenn du einen falschen Schritt machst, bist du fällig, dann bring ich dich hinter Gitter.'»

dpa

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo