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23. August 2010, 15:16 Uhr

Ewiger 007 und "Sexiest Man of the Century"

Sean Connery ist 80 geworden. Viele bringen den Schauspieler noch heute vor allem mit James Bond in Verbindung. Dabei hat Connery in seinem Leben viel mehr geleistet als das: Er drehte mit den größten Regisseuren seiner Zeit, gewann 1987 den Oscar und wurde 1999 zum "Sexiest Man of the Century" gewählt. Von Carsten Heidböhmer

James Bond, Oscar-Gewinner, "Sexiest Man of the Century": Sean Connery, der am 25. August 80 wird, hat in seinem Leben viel erreicht. Geboren wurde Connery am 25. August 1930 im schottischen Edinburgh. Er entstammt ärmlichen Verhältnissen. Schon mit 13 verließ er die Schule. Mit Jobs als Milchmann und als Bademeister besserte er in den Kriegstagen das Familiengeld auf. Im Alter von 16 Jahren verpflichtete er sich bei der Royal Navy, doch schon nach etwas mehr als zwei Jahren musste er die Marine aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Danach schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch, unter anderem arbeitete er als Aktmodel und Möbelpolierer.

Seit dieser Zeit betreibt er auch Bodybuilding - mit großem Erfolg: 1950 wurde er schottischer Meister. Bei der Wahl zum "Mr. Universum" landete er auf dem dritten Platz. Seine Triumphe als Bodybuilder führten dann zu seinen ersten Schauspiel-Engagements. 1957 war er in "Die blinde Spinne" erstmals im Kino zu sehen.

Auch Hitchcock wollte mit ihm drehen

1962 bekam er dann die Rolle, die ihn schlagartig berühmt machen sollte - und die ihm bis heute anhängt: In "James Bond jagt Dr. No", der Verfilmung eines Romans von Ian Fleming, spielte Connery den Geheimagenten 007. In kurzem Abstand folgten zwei weitere Bond-Filme: "Liebesgrüße aus Moskau" (1963) und "Goldfinger" (1964), die Connery zum weltweit gefeierten Schauspieler machten.

Dass er auch für reifere Rollen geeignet ist, bewies Sean Connery 1964 in Alfred Hitchcocks Psychothriller "Marnie". Darin spielt er einen Verleger, der eine Kleptomanin (Tippi Hedren) auf frischer Tat ertappt und zwingt, ihn zu heiraten. In der Ehe stellt sie sich als frigide heraus - und der Ehemann geht ihren Störungen auf den Grund. Im Jahr darauf drehte er mit dem Regisseur Sidney Lumet, 1965 und 1967 war er wieder als James Bond unterwegs. 1971 trat er in "Diamantenfieber" zum sechsten und - vorerst - letzten Mal als Bond vor die Kamera.

Privat verlief sein Leben in jenen Jahren in ruhigeren Bahnen. 1962 hatte Sean Connery die australische Schauspielerin Diane Cilento geheiratet. Aus dieser Ehe ging der Sohn Jason hervor. 1973 trennte sich das Paar.

Charakterrollen in den 70er Jahren

Nachdem er sein Engagement als James Bond beendet hatte, stellte er seine Befähigung zum Charakterdarsteller unter Beweis, unter anderem in dem brillanten Psychodrama "Sein Leben in meiner Gewalt" von Sidney Lumet aus dem Jahr 1972. Mitte der 70er Jahre spielte er in mehreren Abenteuerfilmen, darunter "Der Wind und der Löwe" und - an der Seite seines langjährigen Freundes Michael Caine - in "Der Mann, der König sein wollte", die beide 1975 ins Kino kamen. 1975 heiratete Connery in zweiter Ehe die Malerin Micheline Roquebrune, mit der er bis heute glücklich zusammenlebt.

1976 war er an der Seite von Audrey Hepburn in Richard Lesters "Robin und Marian" als Robin Hood zu sehen. Inzwischen stand Connery zu seinem schütteren Haar und legte sein Toupet ab, das er noch in den Bond-Filmen getragen hatte. 1991 spielte er ein zweites Mal in einem Film über den Rächer von Sherwood Forest mit: In dem Kinoerfolg "Robin Hood - König der Diebe" hatte der Schotte am Schluss des Films einen Kurzauftritt - als Englands König Richard Löwenherz.

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