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10. Februar 2010, 10:33 Uhr

"Ich hoffe, Obama sieht meinen Film"

Clint Eastwood gibt keine Ruhe. Fast 80 Jahre alt ist der Schauspieler, Produzent, Regisseur und Komponist nun. Von Rentnerdasein aber keine Spur. Jetzt kommt sein neuer Film "Invictus" in die Kinos. Was Barack Obama von ihm lernen könnte, erzählte Eastwood dem stern.

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Der Regisseur und sein Star: Clint Eastwood (r.) und "Nelson Mandela" Morgen Freeman bei einer Preisverleihung im Januar© John Shearer/Getty Images

Er hat als Schauspieler den knallharten Helden verkörpert wie kein Zweiter, als Regisseur und Produzent vier Oscars gewonnen und Soundtracks komponiert. Und auch mit 79 Jahren hat Multitalent Clint Eastwood noch keine Lust auf Ruhestand. Also macht er weiter Filme. Sein neuester, "Invictus", handelt vom südafrikanischen Rugby-Wunder 1995.

Dem damaligen Präsidenten Nelson Mandela, gespielt von Morgan Freeman, kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Eastwood vergleicht die Anlaufschwierigkeiten von US-Präsident Barack Obama mit denen des südafrikanischen Volkshelden. "Man kann eine Wahl gewinnen, aber heißt das auch, dass man ein Land regieren kann? Bisher hat Obama kaum Führungsstärke gezeigt. Ich empfinde enorme Sympathie für ihn: Aber er wird harte Entscheidungen treffen müssen", sagte Eastwood im Interview in der neuen Ausgabe des stern. Er hofft, dass sich Obama seinen Film anschaut, weil er daraus lernen könne: "Ich hoffe, er sieht meinen Film und versteht meine Message. Vor allem Mitarbeiter so gekonnt einzusetzen, wie Mandela das tat."

Eastwood selbst, zwei Jahre Bürgermeister seines Heimatortes Carmel in Kalifornien, hat keine Lust auf Politik. "Ich beneide keinen um diesen Job! Als ich Bürgermeister von Carmel war, hat jeder gefragt: Gehen Sie in die Politik? Nie im Leben, ich bleibe hier in meiner Gemeinde mit 4000 Einwohnern", sagte Eastwood, der im Mai 80 wird. Er war einst Unterstützer der Republikaner, später aber Bush-Gegner.

Lesen Sie das volle Interview mit Clint Eastwood...

Lesen Sie das volle Interview mit Clint Eastwood... ...im neuen stern.

 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
jeanclaude (10.02.2010, 15:36 Uhr)
der beckenbauer der usa....

eine der persönlichkeiten,der etwas hat was der politik völlig abhanden gekommen ist...
100% glaubwürdigkeit.

falls er sich zur präsidentschaftswahl stellen würde,hätte er grossartige chancen...
Maddux (10.02.2010, 15:14 Uhr)
Einer der Größten aller Zeiten
Clint Eastwood ist ein absolutes Genie. Seine frühen Western aber insbesondere seine späten Werke sind Filme und Geschichten der Extraklasse. Million Dollar Baby, Gran Torino usw. Bitte beschere uns noch weitere solcher tollen Filme.
S-achte (10.02.2010, 14:53 Uhr)
Mehr ist nicht hinzuzufügen!
Ich bewundere diesen Mann und sein Lebenswerk, was wohl noch nicht vollendet ist ... Hoffentlich!
Sozimod (10.02.2010, 14:12 Uhr)
Clint Eastwood kein John Wayne
Durch seine späten Filme als Darsteller und Regisseur, wurde mir bewusst, dass er aus den Fehlern der Amerikaner gelernt hat.
Gesunder Patriotismus, respekt anderer Hautfarbe, oder Religion.

Ich bin auf seinen neuen Film gespannt.
John Wayne stand für das alte Amerika. Auch er hat in den letzten Filmen auf Fehler und Kriegsverherrlichung hingewiesen.

Mehr Eastwood braucht Amerika!
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