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12. September 2010, 11:48 Uhr

"Somewhere" verzaubert Quentin Tarantino

Hollywood-Badass Johnny Marco lebt ein ausschweifendes Leben ohne Sorgen und Zukunftsängste. Als der Filmstar überraschenden Besuch von seiner elf Jahre alten Tochter erhält, beginnt er, seinen Lebensstil zu überdenken.

Die US-Regisseurin Sofia Coppola hat beim Filmfestival in Venedig mit "Somewhere" den Goldenen Löwen gewonnen. Die Entscheidung fiel einstimmig, wie der Jury-Vorsitzende Quentin Tarantino am Samstagabend sagte. "Somewhere" habe die Jury schon bei der ersten Vorführung verzaubert. Die 39-jährige Coppola, Tochter des berühmten Regisseurs Francis Ford Coppola, setzte sich unter anderem gegen den deutschen Regisseur Tom Tykwer durch, der mit seinem neuen Film "Drei" im Wettbewerb vertreten war.

"Somewhere" erzählt die Geschichte eines Filmstars (Stephen Dorff), der die innere Leere seines Daseins durch die Augen seiner elfjährigen Tochter (Elle Fanning) sieht. Der Film, der in Venedig Weltpremiere hatte, kristallisierte sich bereits im Laufe des Festivals als klarer Favorit heraus. Er sei "von einer Kunstfertigkeit, nach der wir beim Goldenen Löwen suchen", sagte Tarantino. Coppola dankte bei der Preisverleihung auch ihrem Vater. Er habe ihr viel beigebracht.

Der Silberne Löwe für die beste Regie ging an den Spanier Alex de la Iglesia für "Balada triste de Trompeta". Als bester Schauspieler wurde Vincent Gallo ausgezeichnet, der in dem Film "Essential Killing" des polnischen Regisseurs Jerzy Skolimowski einen Terrorverdächtigen spielt. Den Preis als beste Darstellerin erhielt Ariane Lebed für ihre Rolle in "Attenberg" unter der Regie der griechischen Filmemacherin Athina Rachel Tsangari. Der Spezial-Löwe für ein Gesamtwerk ging an den US-Regisseur Monte Hellman.

APN
 
 
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