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Tolkien-Erben klagen

Ärger um Online-Spiele und Klingeltöne: Die Erben von J.R.R. Tolkien haben gegen die Macher der "Hobbit"-Filme Klage eingereicht. Die Vermarktung verstoße gegen einen Vertrag aus den 60er Jahren.

  Ian McKellen ist auch für die "Hobbit"-Verfilmung wieder in die Rolle des Gandalfs geschlüpft. Ob die Abenteuer aus Mittelerde auch weiter digital vermarktet werden dürfen, muss jetzt ein Gericht klären.

Ian McKellen ist auch für die "Hobbit"-Verfilmung wieder in die Rolle des Gandalfs geschlüpft. Ob die Abenteuer aus Mittelerde auch weiter digital vermarktet werden dürfen, muss jetzt ein Gericht klären.

Wenige Wochen vor dem Kinostart des neuen "Hobbit"-Abenteuers haben die J.R.R.-Tolkien-Erben im Streit um die Vermarktung des Films Klage eingereicht. Wie das US-Branchenblatt "Hollywood Reporter" am Dienstag berichtet, werfen die Kläger den Filmemachern vor, mit ihrem digitalen Merchandising gegen einen alten Vertrag aus den 60er Jahren zu verstoßen. Danach hätten sie nur das Recht, Produkte wie Figuren, Kleidung und Papierwaren zu verkaufen, nicht aber digitale Waren, wie Online-Spiele und Klingeltöne.

Nach der Forderung der Tolkien-Erben sollen das zuständige Studio Warner Bros. und andere Beteiligte den Verkauf dieser Artikel einstellen. Zudem verlangen die Kläger eine Entschädigung in Höhe von 80 Millionen Dollar (etwa 62 Millionen Euro). Sie machen Vertragsbruch geltend und argumentieren zudem, dass eine derartige Vermarktung dem Ansehen von Tolkiens Werk schaden würde.

Streit um Tierschutz

"Der kleine Hobbit" des britischen Autors J.R.R.Tolkien (1892-1973) ist der Vorläufer der "Herr der Ringe"-Trilogie. Der neuseeländische Regisseur Peter Jackson hat die Fantasy-Geschichte in drei Teilen verfilmt. Die erste Folge, "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise", kommt Mitte Dezember in die deutschen Kinos. Es geht um den Hobbit Bilbo Beutlin, der einem kleinwüchsigen friedfertigen Völkchen angehört, das die Fantasiewelt Mittelerde bevölkert.

In Neuseeland haben derweil Tierschützer zum Boykott des Film aufgerufen, weil nach ihren Informationen beim Filmen 27 Tiere umkamen, darunter fünf Pferde und ein Pony. Regisseur Sir Peter Jackson wies den Vorwurf am Dienstag umgehend zurück. Der Film hat am 28. November in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington Weltpremiere.

vim/DPA/DPA

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