Nur Erwachsene können den umstrittenen Actionstreifen "Im Tal der Wölfe" sehen - das hat die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft verfügt. Die Begründung: zuviel Gewalt und zuviel Zynismus.

Das Plakat zum "Tal der Wölfe" im Fenster des Alhambra-Kinos in Berlin-Wedding© Steffen Kugler/DPA
Der umstrittene türkische Action-Film "Tal der Wölfe" verliert seine begrenzte Jugendfreigabe: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hob die Altersgrenze am Freitagabend in Wiesbaden von 16 auf 18 Jahre an, wie eine Sprecherin mitteilte. Die Entscheidung fiel im Appellationsausschuss, der letzten Instanz der FSK. Gegen seinen Beschluss ist nur eine Klage vor dem Verwaltungsgericht möglich.
Der Ausschuss begründete seine Entscheidung mit der Vielzahl gravierender Gewaltszenen, die zum Teil mit zynischen Kommentaren unterlegt seien, wie dessen Vorsitzender Reinhard Bestgen sagte. Zudem übe die Hauptfigur Selbstjustiz.
In "Tal der Wölfe" kämpft ein von Patriotismus getriebener türkischer Geheimagent gegen das US-Militär. Politiker wie Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) werfen dem Film vor, Hass gegen den Westen zu säen.
Produzent Raci Sasmaz erklärte am Freitag, die Entscheidung der FSK sei "nicht wirklich wichtig". Wichtig sei, dass der Film weiter gezeigt werden könne. Bislang hätten 4,5 Millionen Zuschauer in neun Ländern "Tal der Wölfe" gesehen.