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28. Dezember 2011, 21:10 Uhr

Das Geheimnis der Cheetahs

Im Alter von beeindruckenden 80 Jahren soll in Florida der Hollywood-Affe Cheetah gestorben sein. Allerdings wirft die Identität des aus den alten "Tarzan"-Filmen bekannten Schimpansen einige Fragen auf. Von Sophie Albers

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Ur-Kino-Tarzan Johnny Weissmueller mit einem Affen, der Cheetah sein könnte© dpa

Hätte dieser Affe sprechen können, wäre die Sache schnell geklärt gewesen. Aber der "Planet der Affen" ist nun eben genauso ein Film, wie die frühen "Tarzan"-Streifen, in denen Johnny Weissmueller in den 30ern des letzten Jahrhunderts seinen Urschrei übte. Einer seiner Co-Stars war damals ein Schimpanse. Und der soll nun in einem Affenheim in Florida im Alter von stolzen 80 Jahren - am gleichen Abend wie Jopi Heesters - entschlafen sein.

Aber kann das denn sein? Ein 108-jähriger Heesters geht klar, aber ein 80-jähriger Schimpanse? Auch in Gefangenschaft liegt das Sterbealter der Primaten eigentlich um die 50. War Cheetah vielleicht doch etwas ganz besonderes?

Der "falsche" Affe

Taucht man ein in die Materie, erfährt man, dass dieser Filmaffe seit jeher Anlass für Spekulationen und geradewegs Verschwörungstheorien war. Zuallererst wurden in den Filmen mehrere Tiere benutzt, wie das eben so üblich ist. Das war bei "Lassie" oder "Flipper" nicht anders. Vor drei Jahren erst hatte eine Redakteurin der "Washington Post" einen Affen namens Cheeta (ohne h) als "Fälschung" entlarvt. Kurze Zeit später tauchte ein Cheeta auf, der Bilder malte. Über den "falschen" Affen gab es schließlich sogar einen Roman: "Me Cheeta: The Autobiography". Wobei das gleichklingende Wort "cheater" im Englischen so viel wie Betrüger heißt.

Die britische Zeitung "Guardian" zitiert den Autor des Buches, James Lever, anlässlich des toten Affen nun mit den Worten: "Niemand scheint wirklich etwas über die Schimpansen zu wissen, die Cheetah gespielt haben. Ich denke, er wird in den kommenden Jahren häufiger sterben."

Ein Affe namens Jiggs

Der Affe, der gemäß diverser Nachforschungen Cheetah derweil am nächsten kam, war ein gewisser Jiggs, der allerdings bereits 1938 an einer Lungenentzündung starb.

Also: Welcher Affe auch immer nun in Florida das Zeitliche gesegnet hat, eines ist sicher: Er hatte offensichtlich ein angenehmeres Leben als die meisten seiner Artgenossen, die vielleicht immer noch darauf warten, dass "Planet der Affen" endlich wahr wird.

Von Sophie Albers
 
 
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