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Dawn of the dead Schoßhund

Tim Burton hat die Geschichte von Frankensteins Monster zu einer Liebeserklärung gemacht. Und zu einem witzigen, skurrilen, komischen, tragischen Animationsfilm über das Abschiednehmen.

Von Saskia Sperling

Victor Frankenstein holt seinen geliebten Hund Sparky aus dem Reich der Toten zurück.

Victor Frankenstein holt seinen geliebten Hund Sparky aus dem Reich der Toten zurück.

Fakt ist: Der Hund ist tot. Dabei war Sparky doch der treue Weggefährte von Victor Frankenstein. Sein bester Freund, immer für ihn da, der alles mit ihm geteilt hat - der vor allem Star seiner Super-8-Filmchen war. Victor will sich nicht damit abfinden, dass diese ganz besondere Freundschaft für immer vorbei sein soll. Und wenn man schon Frankenstein heißt, kann man auch den Frankenstein machen: Der Hund wird ausgebuddelt, unter Strom gesetzt, und fertig ist der Zombie-Sparky.

Bereits 1984 hat Tim Burton ("Dark Shadows", "Sweeney Todd", "Big Fish") einen "Frankenweenie"-Film gedreht. Damals war es ein Kurzfilm mit realen Schauspielern. Diesmal dauert die Geschichte vom leidenschaftlichen Hundehalter 87 Minuten und ist ein liebevoller, wunderbarer Animationsfilm im Stop-Motion-Stil von "Corpse Bride" und "Nightmare before Christmas" geworden. Für "Frankenweenie" hat Burton die Produzenten der "Batman"-Trilogie aktiviert, die düster-schöne Musik komponierte Danny Elfmann.

Angriff der Kuschel-Zombies

Bald bemerken Victors Mitschüler, was mit Sparky los ist, und sie fangen ebenfalls damit an, ihre verstorbenen Haustiere auszugraben und mit Elektroschockern zu bearbeiten. Doch die "Rückholaktion" endet in einer Katastrophe, weil die Kuschel-Zombies zu Godzilla-Schildkröten, Werwolfratten und anderen Monstern mutieren, die die Menschen angreifen. Victor und Sparky müssen helfen.

Immer wieder geht es in Burtons Filmen darum, endgültig Abschied zu nehmen. "Frankenweenie" sei sein persönlichster Film, hat der Regisseur wiederholt betont. Dieser Victor, den die anderen Kinder "komisch" fänden, habe viel mit ihm selbst zu tun in der Zeit, als er im gleichförmigen kalifornischen Burbank aufgewachsen sei. Und ein verrückter Wissenschaftler habe er auch immer sein wollen. Aber so weit wie Victor ist er dann hoffentlich nur in seiner Fantasie gegangen.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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