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5. Juli 2007, 16:34 Uhr

Der Beelzebub im Bendlerblock

Berlin in Aufruhr: Der Schauspieler und Scientologe Tom Cruise soll in "Valkyrie" den von Nazis hingerichteten Graf Schenk von Stauffenberg spielen. Jetzt verweigern die Behörden die Drehgenehmigung am echten Schauplatz, dem Bendlerblock. Eine typisch deutsche Posse. Von Bettina Schneuer

Eine gewisse Ähnlichkeit ist durchaus erkennbar: Tom Cruise soll den Kavallerieoffizier und Oberst im Generalstab, Claus Schenk Graf von Stauffenberg, spielen© Altarchiv Filmschau/Martin Schutt/DDP

Robert Redford, wirklich schon 71 Jahre alt, muss komplett senil geworden sein. Meryl Streep, zwar erst 58, auch. Wie sonst wäre zu erklären, was diese zwei, diese Mega-Super-wahnsinnsdekorierten-Hollywood-Weltstars gerade getan haben? Nämlich: ein Polit-Drama mit und für Tom Cruise zu drehen.

Jawoll! Tom! Cruise! Dieser Typ mit dem Zahnpasta-Spot-Lächeln, der jetzt den 1944 von den Nazis hingerichteten, gescheiterten Hitler-Attentäter Claus Graf Schenk von Stauffenberg spielen will. Vor allem: dieser Scientologe! Deswegen bebt es seit Tagen in Berlin, wo ab Mitte Juli ein Großteil der dreimonatigen Dreharbeiten stattfinden soll, aber bislang keine Drehgenehmigungen für das Polizeigelände oder den Bendlerblock, wo Stauffenberg und seine Mittäter 1944 hingerichtet wurden, erteilt worden sein sollen.

Es bebt erst recht, seit am Montag der Berliner Florian Henckel von Donnersmarck, unser deutscher Oscar-Preisträger ("Das Leben der Anderen"), in der FAZ darlegte, warum es super sei, wenn "der Superstar der Siegernation" USA (Tom) den "Übermenschen" der Nachkriegsdeutschen (Claus) spielen würde. Und die "Verbotsgeilheit" der vereinten Deutschen geißelte, die Tom seine Drehgenehmigungen verweigern würden, nur weil der Scientologe sei.

Keiner war dabei, aber alle haben eine Meinung

Ein bisschen mutet das Ganze an wie die Debatte im Fall Marco W., des 17-jährigen Schülers aus Niedersachsen, der in türkischer U-Haft sitzt, weil er versucht haben soll, mit einer erst 13-jährigen Britin zu schlafen: Keiner war dabei, nachts im Hotel - aber alle haben eine Meinung und sagen sie sehr laut, vor allem die Politiker, schließlich üben sie ein Gewerbe aus, das Schweigen verbietet.

Im Fall "Operation Walküre", so der Arbeitstitel des neuen Stauffenberg-Films mit Cruise, ist es ähnlich: Niemand kennt das Drehbuch, niemand weiß Genaues nicht - aber alle haben ein Meinung und sagen sie sehr laut, vor allem die Politiker.

Aber der Reihe nach. Erst war ja alles toll, als Cruise mit seiner Frau Kate (Katholikin) und seiner Tochter Suri (Religion unbekannt) in die Hauptstadt kam, dabei seinen Regisseur Bryan Singer (Jude) und seine Co-Produzentin Paula Wagner (Protestantin). Alle gefühlten ca. 417 Berliner Lokal-Yellow-Press-Blätter berichteten damals, jedes natürlich "exklusiv!": Tommi und Katie und Suri beziehen ein Villenensemble im Grunewald! Mit 12.000-Quadratmeter-Park drum herum! Mit Helikopterlandeplatz darin! Vielleicht kaufen sie es sogar, nein: haben sie schon! Einhelliger Tenor war: Boah, Berlin - arm, aber Weltstar-sexy, schließlich sollen auch Brad Pitt und Angelina Jolie ein Dach-Loft in Berlins Mitte erworben haben, und Justin Timberlake hätte sich jüngst ebenfalls Immobilien angesehen.

Berlin - arm, aber Weltstar-sexy - oder doch nicht?

Für jenes "Palais Parkschloss" wurde allerdings, was dem Berliner Boulevard entgangen war, schon im April 2006 die Zwangsversteigerung angeordnet. Also konnte es keiner mehr mieten - nicht einmal ein Filmstar samt Familie und Tross. Und Tom Cruise hat das mit knapp elf Millionen Euro bewertete, voll möblierte Anwesen mit 60-Meter-Wasserfront am Wannsee dann am 19. Juni auch nicht ersteigert: Vielleicht haben ihm die protzigen Kronleuchter nicht gefallen oder die ekligen Veralgungen auf der See-Terrasse, vielleicht war Katie die Doppelfritteuse in der Küche zu klein, und die Waschbecken der größten Suite zu golden - außerdem gibt es in Wahrheit gar keinen Heli-Pad, nur einen moosigen Groß-Parkplatz.

Scientology ist in Deutschland nicht verboten

Jedenfalls: Erst war zwar alles falsch in den Medien, aber alles schön mit den Medien und der Cruise-Family. Katie und Suri besuchten abends Eisbär Knut im Zoo. Aber Tommi und Katie besuchten nachts auch die neue Scientology-Zentrale in Charlottenburg, die bei ihrer Eröffnung sehr kurz für ein paar Schlagzeilen gesorgt hatte, seither nicht. Scientology ist in Deutschland nicht verboten, Scientology wird nicht flächendeckend vom Verfassungsschutz beobachtet, Scientology ist vom Europäischen Menschengerichtshof als Religion anerkannt - Scientology gilt trotzdem zu Recht unter Experten als eine manipulative Sekte. Jedenfalls: Nach dem nächtlichen Besuch des Ehepaars Cruise kippte die Stimmung. Erst recht, als durchsickerte, so einer wolle im Bendlerblock drehen.

Der Bendlerblock ist ein vom Verteidigungsministerium genutzter Bau, welcher aber zum Finanzministerium gehört, genauer: der für Regierungsimmobilien zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) untersteht. Im Innenhof des Bendlerblocks wurde Mitte 1950 als Erinnerung an die gescheiterten Hitler-Attentäter die Bronzefigur eines sehr nackten jungen Mannes mit gefesselten Händen aufgestellt. In den 1980er Jahren nahm man die Statue von ihrem ursprünglich vorhandenen Sockel und stellte sie auf eine Platte. Der Öffentlichkeit ist dies alles nur am Tag der offenen Tür zugänglich, wie im letzten Sommer: "Die Big Band der Bundeswehr, das Luftwaffenmusikkorps und die Modenschau der Uniformen waren Highlights", schwärmt das Ministerium auf seiner Website. Das alles ist natürlich auch laut, ist natürlich auch nicht gerade pietätsvoll, aber ok, weil halt von den Hausherrn veranstaltet. Aber eben nicht, wenn nicht. Auch wenn es Cruise und Co. nur um mickerige zwei Drehtage geht; auch wenn man im Film-Studio Babelsberg in Potsdam, wo zumeist gedreht werden wird, das alles nachbauen kann.

Sommerlochthema einer Hinterbänklerin

Dieses Jahr gibt es zwar keinen Sommer, doch wie stets ein Sommerloch, was mit möglichst viel Getöse gefüllt werden muss. Fürs Füllen sind traditionell die Hinterbänkler zuständig. So eine ist Antje B., im bürgerlichen Leben Referentin in der Oberfinanzdirektion Hamburg. Seit 2002 sitzt sie im Bundestag, was bislang nicht wirklich auffiel. Frau B. ist nun aber "Berichterstatterin für Sektenfragen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion", und als solche ergriff sie die Gelegenheit, sich bekannter zu machen: Ein Scientologe, igitt - also keine Drehgenehmigung! Wie immer im Polit-Leben sprangen ein paar andere, in Film-Besetzungsfragen ebenfalls nicht wirklich Versierte, aber in Vorzensur umso Bewandertere, auf den Zug auf: Klaus-Uwe B. von der SPD, Peter S. von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, die Cruise wegen seiner religiösen Überzeugungen absprachen, "gesellschaftsfähig" zu sein oder in der Lage, einen wie Stauffenberg politisch und emotional korrekt darzustellen.

Deutschland wird verhöhnt von ausländischen Medien

Was Wunder, dass nun die "Philadelphia Daily News" zurückhöhnt: "Wie könnte man besser an die Nazi-Zeit erinnern als dadurch, dass man einen Mann wegen seines Glaubens an seiner Arbeit behindert!" Apropos - Arbeit und Glaube! Schauen wir einmal genauer hin: Hat Armin Müller-Stahl, ein Grande unter deutschen Schauspielern, seine Rolle im Cruise-Film hingeschmissen? Nein. Hat die Holländerin Carice van Houten, die designierte Darstellerin der Stauffenberg-Gattin Nina, ihren Vertrag gekündigt, weil sie nicht mal im Film mit so einem wie Cruise verheiratet sein mag? Nein. Warum auch? Ich habe alle Teile von "Mission Impossible" gesehen und bin auch immer noch katholisch.

Kein Deutscher hat den Gutmensch bei "Schindlers Liste" gespielt

Haben sich die Schotten beschwert, als ein australischer Proll namens Mel Gibson in "Braveheart" einen ihrer Nationalhelden darstellte? Oh, no. Ist "Schindlers Liste" hier auf den Index gesetzt worden, weil kein Deutscher die Gutmensch-gegen-Nazis-Hauptrolle kriegte und ein Ami unsere deutsche Widerstands-Geschichte verfilmte? Aber nicht doch. Sehen wir alle uns nie wieder Filme von Charlie Chaplin an, weil der - was doch schwerer wiegt als Scientology anzugehören - mit sehr minderjährigen Mädchen verkehrte? Auch das nicht. Hat sich Telemünchen geziert, die Erstausstrahlungsrechte für "Operation Walküre" im deutschen Fernsehen zu kaufen? Nö.

Carice van Houtens Lebensgefährte Sebastian Koch spielte übrigens 2004, im "Stauffenberg"-Film von Jo Baier, die Rolle des Widerständlers. Baier durfte damals im Bendlerblock drehen. Unter der Hand ist zu erfahren, das Baier-Team hätte "ziemlich gehaust", es sei "irrsinnig laut" gewesen, Chaos, Arbeiten nicht möglich - und dies alles dem Ort keineswegs angemessen. Deswegen wolle man keine weiteren Dreharbeiten. Nico Hoffmann, damals Produzent des deutschen Stauffenberg-Dramas, findet die aktuelle Cruise-Debatte "heuchlerisch", das Gezerre um Drehgenehmigungen "eine richtige Posse. Ich trenne zwischen einem Schauspieler und seiner Religion."

Ersatz: Kommandatenvilla in Wedding oder Pionierschule in Lichtenberg?

Die BIMA scheinbar auch: Man munkelt, dass die Mannschaft dort (die versucht, in ganz Deutschland diverse Riesen-Kasernen zu verkaufen) hektisch in ihren Immobilienexposés wühlen soll, was man Cruise und Crew statt Bendlerblock anbieten könne. Nun, da wäre zum Beispiel das trutzige Gebäude der Festungs-Pionierschule von 1935. Nachteil: Es liegt in Lichtenberg, ein Teil Berlins, der vor der Fußball-WM 2006 weltbekannt wurde wegen der dortigen Neo-Nazis, die Ausländer zusammenschlugen. Auch dies ein bisschen schlimmer als eine Scientology-Mitgliedschaft. Ebenfalls im Angebot der BIMA: Die protzige Kommandantenvilla im Wedding, Teil der Kaserne für das Luftwaffen-Regiment Göring, wo bis heute die NS-Reichswehrmacht als Eigentümerin im Grundbuch eingetragen ist. Ach - die deutsche Geschichte ist bis heute eine tolle Sache...

Der anfangs erwähnte Film, den Robert Redford (Regie plus Hauptrolle als Professor) und Meryl Streep (Hauptrolle als Reporterin) zusammen mit Tom Cruise (Hauptrolle als Kongress-Abgeordneter) drehten, heißt übrigens "Lions for Lambs". Anfang November kommt er in die deutschen Kinos. Gedreht wurde der Streifen ausschließlich in Kalifornien - obwohl er auch in Afghanistan spielt.

Wenn Berlin Pech hat, produziert United Artists auch die "Operation Walküre" einfach in den USA. Stauffenbergs Leben am Pazifik gefilmt, Stauffenbergs Sterben im Silikon Valley? Dann lieber ein Scientologe im Bendlerblock und in Babelsberg. Niemand wird ja gezwungen, sich hinterher das Ergebnis anzusehen.

Von Bettina Schneuer
 
 
KOMMENTARE (10 von 37)
 
alder (07.07.2007, 06:06 Uhr)
Deutschland - Deutschland
mal davon abgesehen, dass ich weder Tom Cruise noch Scientology leiden kann, kann ich das deutsche gemeckere noch viel weniger leiden. Ich kann ja noch verstehen dass der Berthold nicht begeistert ist dass Tom Cruise den seinen Vater Claus spielen soll. Aber das es jetzt schon ein Verbrechen ist wenn ein Schauspieler der Scientology Kirche angehoert geht einfach zu weit.
Wofuer haben den Georg Elser und Claus von Stauffenberg gestanden? Oder besser gegen was? Beide haben ihr Leben gelassen fuer den Versuch der Beseitigung eines Tyrannen. Stauffenberg mag ein konservativer gewesen sein, aber er hat auch ueber seinen Tellerrand hinausgeschaut. Er hat die Naehe zu Leber und anderen Linken gesucht. Er war gewiss kein Fan von Demokratie, aber einer der trotzdem fuer eine repraesentative Regierung sein Leben aufs Spiel gesetzt hat. Der 20 July ist auch daran gescheitert, weil es nicht genuegend Militaers mit Courage gegeben hat. Es sollte aber denen zu denken geben, die sich mit der Feder als Helden aufspielen, dass die Saeuberungen um den 20 July mehr als 500 Menschen (meist Militaers) den Tod gebracht haben. War doch das Attentat aus vor allem 3 Gruenden vorangetrieben worden. Erstens: Um das sinnlose Sterben von noch mehr Soldaten und Zivilisten zu verhindern. Zweitens: Um der Welt zu Zeigen, dass es in Deutschland auch noch andere Kraefte gibt, als die Nationalsozialistische Einheitsfront. Drittens: Um Deutschland vor dem totalen Untergang zu schuetzen. Vor allem das letztere scheint fuer viele heute unertraeglich oder voellig fremd sein. Fuer mich ist es auch fremd vom heutigen Standpunkt. Aber wir muessen auch mal die Zeit ein wenig zurueckdrehen und uns in die Zeit von 1930 zurueckzuversetzen. Europa war ein Gebilde extremen Nationalismus, nicht nur in Deutschland. Die europaeische Idee war nicht gerade sehr beliebt. Leute wie Stauffenberg moegen Deutsch im Blute und Herzen gewesen sein, aber Nazis waren sie ganz bestimmt nicht. Haben sie nicht 1933 Stefan George nach seinem Tod davor bewahrt von den Nazis vereinnahmt zu werden.
Gewiss hat Elser die Nazis nicht unterschaetzt. Er war der erste, der gehandelt hat.
Aber die Militaers haben Hitler genauso unterschaetzt wie die anderen Nationen Europas. Zum Glueck ist Stauffenberg davor verschont geblieben mitansehen zu muessen wie ein moeglicher geglueckter Anschlag in einem politischem Disaster geendet haben koennte. Nach Monaten des Redens hat er wenigstens gehandelt und ist nicht tatenlos in die Geschichte eingegangen. Hut ab vor Elser, den Scholls, den Stauffenberg Bruedern, den Bonhoefers und Dohnany und den vielen 'namenlosen'. Hoffen wir also dass dieser Film ein realistisches Bild dieser Menschen abliefert und sie nicht zum Zerrbild heutiger Ideologien macht. Von daher ist es vieleicht besser, dass der Film nicht von Deutschen gedreht wird.
victorius (07.07.2007, 00:40 Uhr)
Guter Mann
Dass es immer nur die Scientologen ausbaden müssen, weil wir uns an andere nicht herantrauen...
So sehe ich die Notwendigkeit der Null-Toleranz in Bezug auf Bush Wähler oder Irak Kriegs Befürworter. Und ich möchte auch vor Schauspielern warnen, die sich heimlich oder sogar ganz offen zu Organisationen bekennen und diese auch noch finanziell unterstützen, die in der Vergangenheit sogar Menschen bei lebendigem Leibe in Gottes Namen verbrannten, und deren offizielle Vertreter noch heutzutage des mehrfachen Kindesmissbrauchs überführt wurden, wobei die Organisation selbst das nicht ganz so eng zu sehen scheint.
Ganz klar, dass es für Filme, die mit solchen Schauspielern besetzt werden, keine Drehgenehmigungen geben darf. Da hatte unser Verteidigungsminister doch Mumm in den Knochen, als er bei den Scientologen gleich Farbe bekannte und mittels seines Hausrechts eine Drehgenehmigung versagte. Guter Mann!
Ich hoffe sehr, dass sich das gesunde Volksempfinden nicht immer nur auf die unterdrückerischen Scientologen stürzt.
gruni36 (06.07.2007, 20:06 Uhr)
jaja Stauffenberg
wie wärs denn mit einem Darsteller von der Hamas ? Der wäre sicher überzeugend als Bombenattentäter. Ein Scientologe ist mir allemal lieber als ein Nazi. Auch wenn er seinen Herrn stürzen wollte.
HKohler (06.07.2007, 18:38 Uhr)
wahrlich die Wahrheit
Cooler Beitrag, und mutig. Und wie man sieht, gibt es nicht wenige, die das nicht ertragen können. Ich frage mich, was Scientology hat, was einige Deutsche so auf die Palme bringt. Am besten finde ich noch, dass gerade im Zusammenhang mit einem Film über den Nationalsozialismus religiöse Intoleranz wirklich sauer aufstösst, passt wie die Faust aufs Auge. Ich bin mir fast sicher, dass dies alles dem Bekanntheitsgrad von Scientology und seinem Gründer Hubbard und auch dem Film nicht schaden wird.
WolfgangWiebke (06.07.2007, 17:36 Uhr)
Tom Cruise und Scientology
Ich finde diese Entscheidung völlig in ordnung, wo kommen wir denn hin, wenn wir ausgewiesenen Scientologen
den Drehort Bendlerstraße freigegeben hätten?Für mich ist es höchste Zeit,daß Scientology endlich als das gebrandmarkt wird, was es ist,nämliche ene menschenverachtende und menschenveränderte verbrecherische Sekte, die in Deutschland nun wirklich nichts zu suchen hat!
Andreas_W. (06.07.2007, 15:03 Uhr)
Glashaus
Sehr geehrte Frau Bettina Schneuer,
wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
Auch Sie haben offensichtlich keine Ahnung und muessen trotzdem Ihren Kommentar zu diesem Thema abgeben!
(1) Der Film selbst wird nicht verboten/boykottiert oder aehnliches, im Gegenteil, er wird sogar von der DFFF mit 4,8 Mio. Euro gefoerdert. Lesen Sie die Zeitungen der Konkurrenz, auf Spiegel online erschien gestern ein Artikel zum Thema!
(2) Scientology ist weder eine Sekte, noch eine religioese Vereinigung, sondern ein weltweit operierender Wirtschaftskonzern - selbst in den USA ist Scientology entgegen der Selbstdarstellung niemals offiziell als religioese Vereinigung anerkannt worden!
(3) Scientology verfolgt eindeutig mit der Verfassung der BRD und den Menschenrechten nicht in Einklang zu bringende Ziele - angefangen bei der Verfolgung und Unterdrueckung aller Nicht-Scientologen, der weltweiten Unterwanderung aller GO's und NGO's und schliesslich der Uebernahme der Weltherrschaft! Dies denke ich mir nicht aus, dies steht schwarz auf weiss in den Manifesten des Scientology-Gruenders L. Ron Hubbard, welche ueberall frei verfuegbar und frei zugaenglich sind! Scientology ist in Deutschland nicht verboten und Scientology wird nicht in allen Laendern vom Verfassungsschutz ueberwacht - und genau das ist aber die Schande! Wie offensichtlich verfassungsfeindlich und menschenverachtend muss ich mich noch aeussern, bevor etwas gegen mich unternommen wird?
Sehr geehrte Frau Schneuer, bitte lesen Sie die Buecher von L. Ron Hubbard, oder informieren Sie sich zumindest vorab z. B. auf der Internetseite des Berliner Innensenators oder der Homepage des Bayrischen Landesamtes fuer Verfassungsschutz, bevor Sie wieder einen Artikel zu verfassen gedenken, in welchem Sie Scientology als harmlose kleine Sekte oder harmlose Religionsgemeinschaft "verniedlichen" wollen!
Im Interesse des serioesen und kritischen Journalismus bitte ich Sie nicht nur darum, sondern flehe Sie regelrecht an!
Freundlichst,
Andreas_W.
Manuel.Mungenast (06.07.2007, 14:53 Uhr)
Oh Mann.
Ich finde es absolut lächerlich, was für einen Trubel man da veranstaltet. Tom Cruise, einer der besten Schauspieler unserer Zeit, hat in großartigen Filmen mitgespielt, und kaum ist so ein Weltstar in Deutschland, da geht es auch schon los. Er ist Scientologe, na und? Ist die Welt denn schon so schlimm geworden, dass man darauf achtet, welcher Schauspieler welcher Religion beigetreten ist? Vor wenigen Jahren mokierte er sich noch der "Verfolgung", der Scientology in Deutschland ausgesetzt sei, und hatte gedroht, nie mehr hierher zu kommen. Jetzt ist er da, und jetzt geht das los. Ich schäme mich wirklich für Deutschland, denn es ist einfach nicht richtig, was dem Mann angezettelt wird.
testsieger2006 (06.07.2007, 12:32 Uhr)
@Staudenmaier
Völlig Deiner Meinung. Gerade im Bezug auf Georg Elser. Ich glaube jedoch, dass Stauffenberg auch für Nicht-Militärs diese Aufgabe erfüllt, denn die männliche, wehrfähige Bevölkerung war ja automatisch in Wehrmacht oder Waffen-SS. Und damit hat dann ein jeder einen Soldaten Grossdeustchlands in der Familie.
Staudenmaier007 (06.07.2007, 11:53 Uhr)
@Malt
Stauffenberg ist für die Militärs das was die Weiße Rose für das Bildungsbürgertum ist: Ein Alibi mehr nicht. Ein "wir haben uns gewehrt" - dumm und nutzlos angesichts der Tatsache das ohne die Mitarbeit dieser Kreise Hitler und seine Kriege nie möglich gewesen wären.
Wenn es einen Deutschen Helden des Wiederstandes gegeben hat wär es der schwäbische Handwerksgeselle Georg Elser gewesen, kein anderer.
Pamela_1971 (06.07.2007, 10:59 Uhr)
Weshalb die Aufregung?
Scientology ist eine faschistoide Sekte. Und Stauffenberg war ein (hitler-kritischer) Nazi, der mit seinen politischen, extrem nationalistischen Positionen heute am besten in der DVU oder NPD aufgehoben wäre. Nicht umsonst wird er ja auch sehr gerne in der DVU-Parteizeitung (Nationalzeitung) gelobt und als "nationaler Held" verherrlicht. Warum sollte also das Mitglied einer faschistoiden Sekte keinen Nazi spielen? Passt doch perfekt!
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