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27. Mai 2010, 19:22 Uhr

Eichinger bringt den Fall Kampusch ins Kino

Er hat sich mit Hitler beschäftigt und mit der RAF. Nun nimmt sich Erfolgsproduzent Bernd Eichinger einen der spektakulärsten Entführungsfälle vor. Er verfilmt die Geschichte der Natascha Kampusch.

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Sind jetzt Partner: Bernd Eichinger verfilmt die Schreckensgeschichte von Natasche Kampusch© Rainer Jensen, Marcus Brandt/DPA

Erfolgs-Produzent Bernd Eichinger verfilmt den Entführungsfall Natascha Kampusch: Die Constantin Film und Eichinger hätten sich mit der heute 22-Jährigen geeinigt, die Geschichte ihrer Gefangenschaft in einem Kinofilm zu erzählen, teilte die zuständige PR-Agentur am Donnerstag mit. Die Österreicherin war 1998 im Alter von zehn Jahren entführt und bis 2006 in einem Kellerverlies bei Wien festgehalten worden. Die Dreharbeiten sollen 2011 beginnen, 2012 werde der Streifen in die Kinos kommen, hieß es.

Kampuschs Sprecher sagte der österreichischen Nachrichtenagentur APA, Details über das Filmprojekt würden frühestens im Herbst bekanntgegeben. Über die Darsteller sei noch nicht verhandelt worden. Die Entscheidung der Wienerin, ihre Geschichte auf Leinwand zu bringen, kommentierte der Sprecher: "Sie hat in der Vergangenheit immer gesagt, es ist zu früh, und jetzt ist sie so weit." Weitere Einzelheiten zu dem Inhalt des Vertrags wollte er nicht bekanntmachen.

Kampusch froh über "außergewöhnliche Gelegenheit"

Kampusch erklärte: "Viele einfühlsame Zusendungen der letzten Jahre haben mich dazu bewegt, mein Schicksal verfilmen zu lassen." Sie sei froh, dass sich nun "eine außergewöhnliche Gelegenheit bietet, meine Geschichte in behutsamer Weise auf die Leinwand zu bringen". Dokumentarfilmemacher und Journalist Peter Reichard habe zusammen mit Eichinger das Drehbuch entwickelt, hieß es. Reichard hatte Natascha schon über Monate hinweg für eine ARD-Reportage begleitet.

"Peter Reichard und mir geht es darum, dass nach all den Medienspekulationen und Politskandalen, die der Entführungsfall Natascha Kampusch ausgelöst hat, erzählt wird, was wirklich geschehen ist", sagte Eichinger ("Der Untergang", "Der Baader Meinhof Komplex"). Kampusch war 2006 nach achteinhalb Jahren die Flucht aus ihrem winzigen Kellerverlies in Strasshof in Niederösterreich gelungen. Ihr Entführer nahm sich anschließend das Leben. Die junge Frau hat mittlerweile die Schule beendet und plant eine Ausbildung.

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Karlieber (28.05.2010, 14:51 Uhr)
Klasse....
....bringen wir gleich sämtliche Pädophilen und sonstige Verrückte dazu, sich an Hand des kommenden Films gemütlich im eigenen Kämmerlein Ideen zurecht zu spinnen sowie ein Beispiel zu nehmen. Eltern: Gebt auf eure Kinder acht !!!
tannebaum (28.05.2010, 08:37 Uhr)
muss das sein?
beklemmungsfilm auf 20qm mit einigen sexuellen handlungen? da fühlen wir uns ja wieder nett unterhalten...
FIJI (28.05.2010, 03:49 Uhr)
Drehort
na wenigsten kann Sie gleich Ihr Haus als Drehort vermieten. Ich hoffe für Sie das so viel Geld abfällt das sie von jetzt an ein unbeschwertes Leben führen kann.
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