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In Hamburg stehen in einigen Presseshops Terminals, mit denen man Zeitungen aus aller Welt ausdrucken kann. Die Titel-Auswahl ist gewaltig, und manchmal ist die neue Ausgabe früher zu bekommen als in ihrem Heimatland.
Eklat im Bundestag: Die Spitze des Zentralrats der Juden in Deutschland hat nicht an der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus teilgenommen. Zur Begründung hieß es, dass sich Überlebende des Holocaust nur wie "Zaungäste" behandelt fühlten. Außerdem will der Verband damit ein Zeichen gegen steigenden Judenhass setzen.
Rund 4000 "Stolpersteine" sind in Hamburg ein Mahnmal für die Opfer der NS-Zeit. Gesche-M. Cordes hat Angehörige mit "ihren" Stolpersteinen fotografiert. Ihre Bildltexte berichten von den einzelnen Schicksalen.
Mit dem "Ig-Nobelpreis" werden besonders kuriose Forschungsprojekte prämiert. Kurz vor der Verleihung spricht Jury-Mitglied Mark Benecke im stern.de-Interview über klebrige Duschvorhänge, ein Schwimmbecken voller Gelee und das Motto mancher Forscher: Erst lachen, dann nachdenken.
FDP und Grüne rangeln um die Bedeutung als Königsmacher in der deutschen Politik. Fernab in Brüssel testen ein Deutsch-Türke und ein Deutsch-Grieche das gedeihliche Miteinander - in einer gemeinsamen Wohnung. Ein Besuch.
Wer glaubt, Helmut Kohl hätte den Aufstieg von Angela Merkel ermöglicht, der irrt. Der CDU-Abgeordnete Georg Brunnhuber hatte Merkel als erstes auf seinem Zettel. Die CDU könnte auch bald prominenten Zuwachs bekommen: Ex-Grüner Oswald Metzger will sich zu seiner neuen politischen Heimat äußern.
Für seine Verdienste um Frieden und Völkerverständigung ist dem nigerianischen Schriftsteller Chinua Achebe in Frankfurt der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen worden.
Martin Walser hält sich für harmoniesüchtig. Doch der alte Mann vom Bodensee sorgte für den Literaturkrach des Jahres - mit gerade mal 218 Seiten, dem Roman "Tod eines Kritikers".
Gegen den Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Michel Friedman, wird wegen Drogenbesitzes ermittelt. Bei der Durchsuchung von Büro- und Privaträumen seien drei fast leere "szenetypische" Rauschgiftpäckchen entdeckt worden.
Der jüdische Schriftsteller Rafael Seligmann begründet, warum Michel Friedman von seinem Ehrenamt als Vizepräsident des Zentralrats der Juden zurücktreten sollte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den TV-Moderator und Anwalt wegen Drogenmissbrauchs.
Michel Friedman und der in den Freitod geflüchtete Liberale waren miteinander verkettet: der eine als Propagandist Israels, der andere als Einflussagent der Araber. Aus stern Nr. 26/2003
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