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Imitat

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Chinesisches Website-Imitat
Chinesisches Website-Imitat
Google, aus Liebe kopiert

Google will sich aus China zurückziehen. Ein Schock für die chinesischen Fans der Suchmaschine. Als Hommage haben sie ein Google-Plagiat entwickelt. Doch "Goojje" zieht sich den Zorn von Google zu.

Flughafen Schiphol
Flughafen Schiphol
Reporter schmuggelt Sprengstoff-Imitat in Flugzeug

Erneute Sicherheitspanne auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol: Einem TV-Journalisten ist es gelungen, eine Flasche mit Sprengstoff-Imitat in ein Passagierflugzeug in die USA zu schmuggeln - mit einer verblüffend einfachen Methode.

"Satellite" mal anders
So macht das Web Lena nach

Mit "Satellite" hat Lena nicht nur die Charts erobert und den Eurovision Song Contest gewonnen, es ist auch der Hit im Internet: Auf Youtube und Co. präsentieren immer mehr User ihre eigenen Versionen des Songs. Einige sind wirklich gelungen, doch manch einem Sänger fehlt etwas Wesentliches: Talent.

H1N1-Virus
H1N1-Virus
Behörde warnt vor gefälschten Grippemitteln

Im Internet kursieren etliche Imitate von Grippemedikamenten wie Tamiflu. Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt Verbraucher davor, Produkte zu kaufen, die rezeptfrei angeboten werden. Im besten Fall wirken diese nicht. Schlimmstenfalls schaden sie - oder es bilden sich Resistenzen gegen das H1N1-Virus.

Lebensmittel
Lebensmittel
Analogkäse als Hoffnungsträger

Viele Verbraucher fühlen sich genarrt. Statt Käse aus Kuhmilch wird ihnen oft ein Imitat, sogenannter Analogkäse, untergejubelt. Allerdings ist längst nicht jeder empört. Veganer, Laktoseintolerante und Milcheiweißallergiker setzen Hoffnung in die Fälschung - zum Teil zu Recht.

Politik
Politik
Zigtausende Fans leiden mit den Bayern bis zum bitteren Ende

Nach einer ausgelassenen Vorfeier und einem wahren Finalkrimi haben am späten Samstagabend Zigtausende Fußballfans mit dem FC Bayern bis zur bitteren Niederlage gelitten.

Lebensmittel
Lebensmittel
Nicht nur beim Käse ist was faul

Er sieht aus wie Käse, schmeckt fast wie Käse, und er wird Verbrauchern als Käse untergeschoben. Doch was zum Teil auf Pizzen und Brötchen landet, hat mit Kuhmilch nichts zu tun. Der sogenannte Analogkäse ist kein Einzelfall. Die Lebensmittelindustrie unternimmt einiges, um an teuren Naturprodukten zu sparen.

Terror in Russland
Terror in Russland
Sicherheit? Nur für das Regime

Der neuerliche Anschlag in Moskau bringt Russlands Pakt mit Putin ins Wanken: Stabilität und Sicherheit kann die Elite dem Volk nicht mehr garantieren - nur sich selbst. Zynismus und Wut wachsen.

Schöne neue Welt
Blog "Schöne neue Welt"
Die Masse macht's

Im Vielfach-Dutzend billiger: Neue Digitaldienste verkuppeln Käufer direkt mit Fabriken und nutzen das Internet, um Mengenrabatte auszuhandeln. Wenn ich ausgehe, zahle ich immer seltener den vollen Preis. Neulich zum Beispiel war ich hervorragend Italienisch essen und musste für ein Dinner, das eigentlich mehr als 50 Dollar kosten sollte, gerade mal die Hälfte auf den Tisch legen. So bleibt Essengehen in San Francisco (keine billige Stadt) auch beim schwindsüchtigen Euro gerade noch erschwinglich. Das verdanke ich „Groupon“ , einem Internetservice, der die Macht der Masse dazu einsetzt, bei örtlichen Geschäften Mengenrabatte auszuhandeln. (Der Name setzt sich zusammen aus „group“ für Gruppe und „Coupon“.) Tag für Tag macht Groupon seinen Nutzern ein Sonderangebot: Das kann ein Segelkurs zum halben Preis sein; ein Haarschnitt beim Frisör mit 30 Prozent Nachlass; ein Besuch im Museum für die ganze Familie zum Preis von einem; oder auch ein Essen im Restaurant im Wert von 50 Dollar, das aber nur 25 Dollar kostet. Finden sich genügend Interessenten - was praktisch immer der Fall ist -, kommt der Deal zustande. Die Groupon-Nutzer zahlen, die Händler bekommen ihr Geld, und der Coupon, den man auf diese Weise erstanden hat, kann jederzeit genutzt werden; meist gilt er zwölf Monate lang. Groupon kassiert natürlich mit, und das Geschäft läuft so gut, dass sich in Windeseile reichlich Nachahmer gefunden haben - auch in Deutschland. Da hieß Groupon bis vor kurzem „Citydeal“, ehe die Amerikaner das Imitat einfach kauften , um schneller nach Europa zu expandieren. Groupon ist ein Musterbeispiel für eine neue Form von E-Commerce, bei der das Internet dazu dient, bessere Preise auszuhandeln, indem sich viele Gleichgesinnte via WWW zusammenfinden. Wenn ich als Einzelner zum Restaurant ginge, um vorzuschlagen, dass ich mir zum halben Preis den Bauch vollschlagen darf, würde der Besitzer kräftig lachen - aber die Aussicht, mit 50 Prozent Rabatt nicht nur einen einzigen neuen Kunden zu gewinnen, sondern womöglich gleich Hunderte, ändert alles. Und für mich als Kunden macht es der hohe Nachlass leicht, zum Angebot „ja“ zu sagen - die Hemmschwelle sinkt, die Breitschaft, Neues auszuprobieren, steigt, und wenn ich zufrieden bin, komme ich gern wieder und zahle beim nächsten Mal den vollen Preis. Einen anderen Weg, die Macht der Masse zu nutzen, geht „ MyFab“ : Die Firma aus Paris, die seit ein paar Monaten auch eine deutsche Niederlassung hat, sammelt Bestellungen für Designermöbel, und erst wenn sich genügend Interessenten gefunden haben, werden die Möbel beim Hersteller in Auftrag gegeben und anschließend direkt an die Besteller ausgeliefert. Da MyFab weder Kosten für die Lagerhaltung hat, noch Ladenmieten zahlen muss, kann die Firma deutlich billiger sein als die Konkurrenz. „MyFab steht für Transparenz bei den Preisen“, erklärt Firmengründer Stéphane Setbon. „Ein Stuhl besteht aus ein paar Stücken Holz, das uns die Natur zur Verfügung stellt, plus Herstellungskosten. Es gibt keinen Grund, dass der Preis am Ende 50 Mal so hoch sein sollte wie die Materialkosten.“ Setbon ist ein 35-jähriger ehemaliger Investmentbanker, der zum Unternehmer wurde, weil er selbst nicht einsehen mochte, dass er für eine Couch, die ihm gefiel, 500 Euro zahlen sollte. Er telefonierte herum, suchte im Internet und stellte fest, dass er dieselbe Couch, die er im Möbelladen sah, direkt beim Hersteller in China für nur 50 Euro bekommen konnte - wenn er gleich 500 Stück abnahm. „Ich musste mich als Großhändler ausgeben“, um auch nur die Informationen zu bekommen, berichtet Setbon. Doch statt entnervt aufzugeben, fragte er sich, wie er er tatsächlich zum Großhändler werden könnte. „Mir war klar, dass der Schlüssel dazu beim Internet lag“, erklärt er, „weil das Internet sehr gut darin ist, in kurzer Zeit Nachfrage zu erzeugen.“ Heute, nur zwei Jahre später, ist MyFab ein Unternehmen mit über hundert Mitarbeitern und mehr als 120.000 Kunden. Auch 20.000 Deutsche, erzählt Setbon, waren schon bereit, sich auf sein ungewöhnliches Angebot einzulassen: Im Gegenzug für einen guten Preis kauften sie Tische, die sie nie angefasst hatten, Betten, in denen sie nie Probe gelegen hatten, und warteten nach der Bestellung zwei bis drei Monate, bis ihre Möbel hergestellt und geliefert wurden. Praktisch alles, was MyFab anbietet, stammt aus China, wie in der Branche überwiegend üblich. Seine Zulieferer seien die gleichen, die auch für Markenhersteller arbeiten, versichert Setbon, der sogar von Paris nach Shanghai übergesiedelt ist, um näher bei seinen Partnern zu sein (womit zumindest er einen hohen Preis zahlt). Für alles, was MyFab anbietet, gibt es immer nur ein kurzes Bestellfenster - ähnlich wie bei Auktionen auf eBay. Entwickelt sich ein Produkt zum Bestseller, wie etwa der Sitzsack , der inzwischen eine ganze Produktfamilie um sich geschart hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es das entsprechende Möbelstück regelmäßig gibt. Anderes, das sich eher schleppend verkauft, wird womöglich nur so lange angeboten, bis sich genügend Käufer finden, um es ein einziges Mal herzustellen und dann nie wieder. Auf jeden Fall ist alles vergleichsweise billig. „Man muss 50 bis 80 Prozent Ersparnis bieten können, das ist die Schwelle, damit Leute bereit sind, so lange auf ihre Möbel zu warten“, erklärte Setbon - von Termin zu Termin hetzend - mir kürzlich bei einem Morgenkaffee hier in San Francisco, wo er gerade dabei ist, die US-Filiale von MyFab aufzubauen. Und als hätte er mit dem Aufbruch nach Amerika noch nicht genug zu tun, will der Jungunternehmer gleich noch in andere Produktkategorien expandieren. „Mode, Sonnenbrillen, Reisetaschen, Schmuck“, zählt er auf - überall wird nach Setbons Ansicht über Gebühr hingelangt, und das will er ändern. „Die Menschen durchschauen die Heuchelei bei Markenrodukten“, sagt der Franzose. „Sie wissen ja, dass das meiste aus China und anderen Ländern kommt, in denen man billig produzieren kann.“ Testweise hat MyFab im vorigen Jahr Herren-Anzüge angeboten und auf Anhieb Tausende Käufer gefunden, erzählt Setbon. „Anzüge, die in Paris 2000 Euro kosten, können Sie in China für 100 Euro einkaufen.“ Rechnet man Mehrwertsteuer und andere Kosten ein, kann MyFab sie für 150 oder 200 Euro ins Sortiment nehmen - weit unter dem, was Boutiquen verlangen. Was nicht gefällt, kann innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden, genau wie bei jedem anderen Versandhändler. Und doch gibt es Grenzen für das Geschäftsmodell - auch wenn es den MyFab-Gründer schmerzt: „Kosmetik wird niemand von uns kaufen, und das ist eine Schande“, seufzt Setbon. Nur zu gern würde er Millionen von Lippenstiften und Puderdöschen unters Volk bringen, die in der Herstellung so gut wie nichts kosten und doch für ein Vielfaches ihres Materialwerts verkauft werden. „Die Gewinnspanne liegt bei 95 Prozent und mehr“, rechnet Setbon vor, aber er weiß natürlich, dass der wahre Wert solcher Produkte im Auge der Betrachterin liegt, nicht darin, wieviel Chanel & Co. für die Herstellung zahlen. „Wenn es um Status geht, um Produkte, an denen man seine Identität festmacht“, sei MyFab chancenlos, räumt Setbon ein, denn die Identität hängt am Markennamen, „und niemand will eine Identität ohne Namen.“ Aber wenn es um T-Shirts geht, Socken oder Oberhemden? Warum nicht? Ich zumindest hätte nichts dagegen, auch solche Kleidungsstücke im Dutzend billiger zu bekommen - selbst wenn ich ein paar Wochen warten müsste, weil ja alles erst nach der Bestellung aus der Fabrik kommt. In der Zwischenzeit kann ich mit dem Geld, das ich spare, ein paarmal Essen gehen. Zum halben Preis, versteht sich.

Ausstellung im Deutschen Historischen Museum
Ausstellung im Deutschen Historischen Museum
Kunst macht mächtig

Modern Art ist in den letzten 20 Jahren zu einem Statussymbol für Banker, Wirtschaftsbosse und Politiker geworden. Wie Kunst als Herrschaftsstrategie funktioniert, zeigt eine Ausstellung in Berlin.

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